Android beruflich nutzen: die Top Ten der Business Apps

(http://www.zdnet.de/magazin/41530883/android-beruflich-nutzen-die-top-ten-der-business-apps.htm)

von Yvonne Göpfert und Michael Sixt, 22. April 2010

Ab Werk haben Android-Smartphones kaum nützliche Business-Anwendungen installiert. Also empfiehlt es sich, im Android Market zu surfen und brauchbare Helfer-Tools auf das Handy zu holen. ZDNet stellt zehn wichtige Apps vor.

Rund eineinhalb Jahre hat das Betriebssystem Android schon auf dem Buckel. Seit dem 21. Oktober 2008 ist es offiziell verfügbar. Als erstes Android-Smartphone wurde das HTC Dream alias T-Mobile G1[1] verkauft. Inzwischen hat jeder Handyhersteller mindestens ein Android-Gerät im Portfolio.

Mit einem Marktanteil von 3,9 Prozent konnte das von Google initiierte mobile Betriebssystem, nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner, im Jahr 2009 ein Plus von 3,5 Prozentpunkten verzeichnen. Die Zahl der verkauften Geräte stieg im Jahresvergleich von 640.500 auf 6,8 Millionen Einheiten. Die Analysten von IDC gehen davon aus, dass Android sein starkes Wachstum fortsetzen und bis 2013 iPhone OS und BlackBerry OS überholen wird.

Nicht nur der Marktanteil von Android-Smartphones wächst rasant, sondern auch die angebotenen Applikationen. Mitte März waren schon 30.000 Anwendungen im Android Market gelistet. Im Februar gab es einen Zuwachs von 5565 Programmen und der Trend setzt sich fort. Von den Angebotenen Apps sind circa 61 Prozent umsonst, 39 Prozent werden kostenpflichtig angeboten.

ZDNet hat einige der besten kostenlosen und kostenpflichtigen Tools für den täglichen Einsatz im Berufsalltag herausgesucht. Die Anwendungen wurden auf einem HTC Legend mit Android 2.1 geprüft. Da nicht alle Programme auch ältere Versionen des Betriebssystems unterstützen, kann es vorkommen, dass sie nicht im Android Market des jeweiligen Geräts erscheinen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auf dem Android Smartphone eine Unmenge von Apps angesammelt hat. Viele Programme werden nur einmal ausprobiert und dann vergessen. Dennoch belegen sie kostbaren Speicherplatz, den man besser wieder frei räumen sollte.

Das lässt sich zwar händisch erledigen, indem man zu Einstellungen/Anwendungen geht und dann jede App löscht, schneller funktioniert es jedoch mit dem Quick Uninstaller. Das Programm sortiert alle Apps nach Alphabet, Größe oder Download-Datum. Wahlweise steht eine Listen- oder Icon-Ansicht bereit - das erleichtert die Suche. Mit einem Klick verschwinden die nicht mehr benötigten Apps vom Handy. Dabei ist es auch möglich, mehrere Anwendungen direkt nacheinander zu löschen, ohne jedes Mal erneut das Menü aufzurufen.

Toller Service: Niemand muss beim Deinstallieren Angst haben, dass er aus Versehen Systemdateien zerstört. Quick Uninstaller erkennt automatisch vorinstallierte System-Anwendungen, die man nicht löschen sollte und schützt somit das Handy vor dem Absturz. Außerdem hat die Software noch ein weiteres Bonbon zu bieten: Sie erstellt auf Wunsch ein Programm-Backup mit allen oder einigen ausgewählten Apps auf SD-Karte.

Fazit

Quick Uninstaller ist ein hilfreiches Tool, um im Speicher aufzuräumen und Daten als Backup zu sichern. Die Geschwindigkeit, mit der auch mehrere Programme gelöscht werden können, überzeugt. Eine "Stapelverarbeitung" zum Entfernen mehrerer Dateien auf einmal wäre allerdings noch wünschenswert.

Zum Download[2]Bei mehreren hundert installierten Anwendungen verliert man irgendwann den Überblick. Da kann etwas mehr Struktur auf dem Android-Smartphone nicht schaden. Eine einfache Möglichkeit ist das Organisieren in Ordnern. Denn von Haus aus sortiert das Android-Betriebssystem alle heruntergeladenen Programme in ein einziges, riesiges Menü - Unterordner gibt es keine. Der App Organizer wirkt dem entgegen und hilft dabei, ähnliche Programme in Labels (Ordnern) zu sammeln, so dass die Suche in Zukunft einfacher wird.

Der Apps Organizer ermöglicht es, Apps in Kategorien zu unterteilen und diese in Form von Labels auf dem Startbildschirm zu platzieren. Man kann die vorgegebenen Kategorien verwenden oder eigene erstellen und mit passenden Icons versehen. Wer die App öffnet, bekommt alle Kategorien angezeigt. Die wichtigsten Programme lassen sich mit einem Stern markieren und erscheinen in der Liste als Favoriten ganz oben. Beim Tippen auf den Stern erscheinen nur die Favoriten. Praktisch: Ein Programm lässt sich auch mehreren Kategorien zuordnen. Alternativ kann man auch direkt eine Kategorie auf den Startschirm legen.

Fazit

Apps Organizer ist bestens geeignet, um mehr Ordnung auf Android-Smartphones zu bringen und Programme nach Themen zu sortieren. Vor allem die einfache Verwaltung spricht für den Organisationshelfer.

Zum Download[3]Appshare bietet die Möglichkeit, die neuesten Programme direkt vom Smartphone aus an Geschäftspartner oder Kollegen zu senden. Das Handling ist einfach. Wer das Programm aufruft, bekommt alle auf seinem Gerät liegenden Anwendungen übersichtlich gelistet. Zum Verteilen einer Anwendung muss sie ausgewählt werden. Das Programm sendet dann eine SMS oder E-Mail.

De facto wird ein Link versandt, den der Empfänger nur noch anklicken muss. Er gelangt darüber direkt in den Android Market, wo er sich die Applikation ansehen und herunterladen kann.

Der Versand von Appshare zu Appshare erfolgt über einen Benutzernamen. Damit der Community-Gedanke richtig funktioniert, sollte dieser für andere leicht zu merken sein. Ist einem der Benutzername des Geschäftspartners entfallen, steht alternativ der Weg via E-Mail offen.

Fazit

Appshare stellt eine gute Möglichkeit dar, sich als Android-Fachmann zu etablieren und auf unkomplizierte Weise Programme auch mit Freunden zu teilen. Damit ist es vor allem für Entwickler und Systemadministratoren ein nützliches Werkzeug.

Zum Download[4]Auf vielen Smartphones finden sich neben wichtigen Kontaktdaten immer öfter Präsentationen oder Texte, die viele Stunde Arbeit gekostet haben und daher nicht verloren gehen sollen. Während diese Daten auf dem Firmenserver in bestimmten Intervallen automatisch gesichert werden, wird auf Android-Smartphones nicht zwingend regelmäßig eine Sicherheitskopie erstellt. Sprite Backup für Android soll hier helfen.

Die Software speichert Kontakte, bestimmte System- und Anwendungseinstellungen, Office-Dokumente, Fotos sowie Videos als Backup. Lediglich E-Mails werden nicht gesichert. Da sie jedoch auf einem Exchange-Server oder beim Provider liegen, gehen sie bei Verlust des Smartphones nicht verloren. Die Daten des Mobiltelefons hingegen schon. Sie lassen sich mit Sprite Backup problemlos per Knopfdruck wiederherstellen.

Der Nutzer kann Backup-Zeitpunkt und Häufigkeit bestimmen, das System arbeitet dabei sehr schnell. Nach Angaben des Entwicklers sollen 1000 SMS in weniger als einer Minute gesichert sein.

Fazit

Sprite Android Backup ist ein unverzichtbares Tool für automatische Backups. Es lässt sich einfach bedienen und sichert praktisch alle Daten mit Ausnahme von E-Mails. Damit gehört es zum Pflichtprogramm für jedes Android-Smartphone.

Zum Download[5]

Beim Tippen mit einer Bildschirmtastatur, besteht die Gefahr, dass Buchstaben nicht immer exakt getroffen werden, was zu Tippfehlern führt. Um die Fehlerrate zu reduzieren, hat Swype das Schreiben modifiziert: Der Nutzer muss die Buchstaben nicht genau treffen, sondern die Lettern in einem Zug verbinden. Jeder erfasste Buchstabe wird farbig markiert und dabei aneinandergereiht. Da die Worte in einer Bewegung eingegeben werden, bedeutet das Beenden der Bewegung automatisch das Wortende.

Sollte die Software einen Begriff einmal nicht genau identifizieren, macht sie mit Hilfe der integrierten Texterkennung passende Vorschläge. Die neue Texteingabe-Option für Android-Smartphones befindet sich derzeit in der Beta-Phase.

Fazit

Wer bislang beim Schreiben mit einem Touchscreen Probleme hatte, findet in Swype möglicherweise ein hilfreiches Tool. Das Tippen wird deutlich vereinfacht, weil es nicht mehr auf die millimetergenaue Treffsicherheit des Fingers ankommt. Wer mit der Lösung nicht zurechtkommt, sollte auf ein Handy mit ausziehbarer QWERTZ-Tastatur ausweichen.

Zum Download[6]Scan2PDF Mobile macht das Handy zum Fotokopierer. Mit Hilfe der Kamera kann der Nutzer Dokumente einscannen und in ein- oder mehrseitige PDFs umwandeln. Die Datei wird auf der Micro-SD-Karte gespeichert und kann direkt per E-Mail weitergeleitet oder per USB auf den PC übertragen werden.

Fazit

Scan2PDF Mobile eignet sich vor allem für Vertriebsmitarbeiter und Manager. Das Programm erstellt PDFs in kürzester Zeit. Eine Schrifterkennung wäre allerdings noch wünschenswert.

Zum Download[7]Mileage Ledger richtet sich an Geschäftsleute, die viel im Auto unterwegs sind. Mit Hilfe des GPS im Handy werden die gefahrenen Kilometer aufgezeichnet. In Excel können die Daten direkt als Fahrtenbuch importiert und den Steuerunterlagen hinzugefügt werden. Über das Global Positioning System werden Start- und Endposition sowie gefahrene Kilometer festgehalten.

GPS aktiviert sich automatisch, wenn die Software gestartet wird. Beim Beenden der Anwendung deaktiviert sich das GPS wieder. Während der Reise empfiehlt der Software-Entwickler, das Mobiltelefon per Autoladekabel an den Zigarettenzünder anzuschließen, damit ein längerer Betrieb gewährleistet ist.

Die Software erlaubt es, verschiedene Fahrzeuge zu verwalten. Während die kostenlose Version die Fahrdaten nur aufzeichnet, kann die Abo-Variante für 9 Dollar pro Jahr die Daten auch auf Micro-SD-Karte speichern und als CSV-Datei exportieren. Nur in der kostenpflichtigen Variante lassen sich die Daten wie ein Fahrtenbuch auch für die Steuererklärung verwenden.

Fazit

Für Vertriebsmitarbeiter ist Mileage Ledger ein unverzichtbares Werkzeug, um gefahrene Kilometer nachweisen und abrechnen zu können. Das große Plus: Es protokolliert Ort, Strecke und Zeit automatisch. Die Daten können nach Excel exportiert und für die Steuer weiterverarbeitet werden.

Zum Download[8]Oft erleichtert es den Arbeitsalltag, sich sofort Notizen zu machen, wenn ein wichtiges Thema auf den Tisch kommt. Bestens geeignet ist die App Notepad von Open Intents. Sie gehört zur Basis-Version des Android-SDK und erlaubt es, Notizen mit Tags zu versehen, zu filtern, alphabetisch zu sortieren, zu verschlüsseln und auf Micro-SD-Karte zu speichern.

Es gibt auch diverse Erweiterungen, die beispielsweise aus den Notizen eine hilfreiche To-Do-Liste machen. Die Erweiterung "Insert Date" erlaubt es beispielsweise, ein Datum einzubinden. Zudem lassen sich mit "Voice Notes" Sprachnotizen hinzufügen.

Fazit

Notepad umfasst verschiedene Arten von Notizen inklusive Sprachnotizen. Damit hilft es, den Büroalltag gut zu organisieren. Vor allem die To-Do-Liste, die bei Symbian- oder Windows-Mobile-Smartphones standardmäßig vorhanden ist, kann somit auch auf Android-Geräte nachgerüstet werden. Das Tool ist einfach zu handhaben und bietet eine Suche, um bei sehr vielen gespeicherten Notizen die richtige zu finden.

Zum Download[9]Den Community-Navigationsdienst Waze gibt es zwar schon länger im Android Market, doch bislang unterstützte die Anwendung die Deutschlandkarte nicht. Das hat sich seit Kurzem geändert.

Jeder Nutzer von Waze trägt dazu bei, dass Verkehrströme in Echtzeit gezeigt werden. Dazu muss er nur vor Fahrtbeginn die Applikation öffnen. Die Software zeichnet per GPS die Geodaten auf und berechnet die Fahrtgeschwindigkeit. Kommt es zu einem Stau, können die Community-Mitglieder melden, wo der Flaschenhals sitzt. Diese Informationen kommen allen anderen Community-Mitgliedern in Echtzeit zugute. Wer will, kann sogar ein Foto von der Ursache des Staus machen und online stellen. Ist das zugrunde liegende Kartenmaterial veraltet, haben die Nutzer zuhause am PC die Möglichkeit, neue Straßen, Einbahnstraßenregelungen und andere navigationsrelevante Informationen zu melden.

Fazit

Waze ist ein praktisches und zudem kostenloses Navigations-Tool mit aktuellen Verkehrswarnungen. Allerdings hängt die Qualität sehr von der Anzahl der Nutzer ab. In den USA hat sich die Community nach eigenen Angaben von Waze positiv entwickelt. In Deutschland nutzen derzeit noch wenige Autofahrer die Software. Damit ist die Präzision von Staumeldungen in Echtzeit momentan noch etwas ungenau.

Zum Download[10]Nimbuzz ist eine Chat-Software, die verschiedene Messaging-Clients verbindet. Unterstützt werden unter anderem Windows Live Messenger, AIM, Google Talk, Yahoo, ICQ, Facebook und Skype. Der Vorteil gegenüber anderen Multi-Channel-Messengern: Der integrierte Skype-Client erlaubt neben Chats auch Telefonate via VoIP. Damit geht die Software beispielsweise auch über den Funktionsumfang von Skype Lite hinaus.

Auf dem Handy bietet Nimbuzz die Chance, Bekannte und Geschäftspartner zu finden. Der Anwender kann seinen Standort anzeigen und seine Kontakte lokalisieren. Das erweist sich vor allem auf Messen als praktisch, da somit die Möglichkeit besteht, ein spontanes Treffen zu arrangieren. Die Ortungsfunktion lässt sich auch deaktivieren. Um Nimbuzz zu nutzen, muss man sich vorher auf der Webseite anmelden.

Fazit

Wer viele Kanäle zum Chatten nutzt, kommt mit Nimbus bestens klar. Größtes Plus: Sogar VoIP-Telefonate werden unterstützt. Allerdings braucht Nimbuzz aufgrund seiner Funktionsvielfalt viel Speicher.

Zum Download[11]

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[1] = http://www.zdnet.de/mobiles_arbeiten_mit_handheld_pda_handy_smartphone_t_mobile_g1_mit_android_open_source_handy_im_test_review-20000153-39197705-1.htm
[2] = http://www.zdnet.de/mobile_anwendung_quick_uninstaller_fuer_android_download-39002345-478330-1.htm
[3] = http://www.zdnet.de/hilfsprogramme_apps_organizer_fuer_android_download-39002345-478331-1.htm
[4] = http://www.zdnet.de/mobile_anwendung_appshare_download-39002345-478378-1.htm
[5] = http://www.zdnet.de/mobile_nutzung_sprite_backup_fuer_android_download-39002345-478379-1.htm
[6] = http://www.zdnet.de/mobile_nutzung_swype_download-39002345-478382-1.htm
[7] = http://www.zdnet.de/mobile_nutzung_scan2pdf_mobile_download-39002345-478383-1.htm
[8] = http://www.zdnet.de/mobiles_arbeiten_mileage_ledger_download-39002345-478544-1.htm
[9] = http://www.zdnet.de/mobiles_arbeiten_oi_notepad_fuer_android_download-39002345-478543-1.htm
[10] = http://www.zdnet.de/mobile_anwendung_waze_download-39002345-478546-1.htm
[11] = http://www.zdnet.de/mobiles_internet_nimbuzz_download-39002345-478547-1.htm