Zahlreiche Erweiterungen erhöhen die Funktionalität von Chrome. Mit einem Tool lässt sich der Datensammelleidenschaft des Google-Browsers begegnen. Den besten Datenschutz bietet allerdings ein Chrome-Nachbau.
Google Chrome gewinnt immer mehr Marktanteile[1]. Das schlichte Design, die leichte Bedienbarkeit, die hohe Geschwindigkeit bei gleichzeitig niedriger Ressourcenbelastung und die Möglichkeit, durch Erweiterungen die Funktionalität zu verbessern, sprechen für den Google-Browser.
Weniger gefällt Chrome allerdings in Sachen Datenschutz. Der von vielen als Datenkrake verschriene Hersteller verzichtet bei der neuesten Version 4.1 zwar auf die Installation einer eindeutigen Identifikationsnummer, doch noch immer zeichnet der Browser über verschiedene Wege Eingaben und das Surfverhalten des Nutzers auf und übermittelt die Daten an Google. Außerdem wird ein Update-Dienst installiert, der das System zusätzlich belastet.
Wer Chrome mag, aber in Sachen Datenschutz Bedenken hat, kann den Nachbau Iron von Srware verwenden. Im Gegensatz zum Original sind Nutzerdaten für Iron tabu. Das Programm installiert auch keinen Update-Dienst und bietet zudem einen Werbeblocker, der über die Datei adblock.ini, die sich im Programmverzeichnis befindet, gesteuert wird. Sämtliche Erweiterungen, die für Chrome verfügbar sind, funktionieren auch mit Iron. Zusätzlich zu den auf der Google-Site angebotenen Erweiterungen, listet Srware Add-ons auch unter chrome-plugins.info[2] auf.
Anwender, die doch lieber das Original bevorzugen, können mit der Freeware Kill-ID für Chrome die Datensammelwut des Google-Browsers begrenzen. Die Software löscht die persönliche Identifikationsnummer (seit Version 4.1 nicht mehr vorhanden) und deaktiviert den Google-Update-Dienst. Ebenso schaltet das Programm den DNS-Vorabruf ab und verhindert das Übermitteln der eingegebenen Adresse an Google. Insgesamt lassen sich sieben Datensammeldienste bei Bedarf ausschalten. Bis auf das Anonymisieren der Google-Cookies bleiben die vorgenommenen Einstellungen dauerhaft aktiv.
Das Angebot von Erweiterungen[3] wächst stetig. Zwei der neuesten Zugänge sind IE Tab und Tabs Plus. Erstere stellt Websites mit der Rendering-Engine des Internet Explorers dar, während Tabs Plus eine animierte Ansicht geöffneter Websites darstellt. Der stetig wachsende Marktanteil von Chrome erklärt sich nicht alleine durch den gestiegenen Marketingaufwand des Herstellers - sämtliche Google-Sites fordern die Nutzer zur Installation von Chrome auf. Mitverantwortlich für die zunehmende Popularität dürfte auch die sehr guten Performance des Browsers sein. Zieht man sämtliche Tests in Betracht, bietet Chrome insgesamt die beste Leistung aller derzeit verfügbaren Browser.
Darüber hinaus überzeugt der Google-Browser auch in Sachen Bedienung und erfreut sich auch dank der inzwischen zahlreichen Erweiterungen[3], die eine Anpassung an persönliche Bedürfnissen ermöglichen, zunehmender Beliebtheit.
Zudem ist der Browser besonders absturzsicher, da jede geöffnete Website in einem eigenen Prozess ausgeführt wird. Kommt es durch fehlerhaften Code einer Website zu einem Absturz, schließt sich nur der entsprechende Tab, während die anderen geöffneten Sites davon nicht betroffen sind. Nützlich ist auch die in Verbindung mit einem Google-Account funktionierende Lesezeichen-Synchronisation. Dadurch lassen sich Bookmarks an verschiedenen Rechnern sehr leicht auf dem gleichen Stand halten.
Weniger gefällt Chrome allerdings in Sachen Datenschutz. Der von vielen als Datenkrake verschriene Hersteller verzichtet bei der neuesten Version 4.1 zwar auf die Installation einer eindeutigen Identifikationsnummer, doch noch immer zeichnet der Browser über verschiedene Wege Eingaben und das Surfverhalten des Nutzers auf und übermittelt die Daten an Google. Außerdem wird ein Update-Dienst installiert, der das System zusätzlich belastet.
Die Integration in Windows 7 ist in Sachen Jumplists gut gelungen. Auf die Browservorschau von in Tabs geöffneten Websites in der Taskleiste, die über Aero Peek realisiert wird, muss man allerdings verzichten.
Neu in Chrome 4.1 sind eine automatische Übersetzungsfunktion und zusätzliche Einstellmöglichkeiten für den Datenschutz. Das Update entfernt nach der Installation die umstrittene Seriennummer oder "Unique ID". Die Webseiten-Vorschau geöffneter Tabs in der Windows-Taskleiste (AeroPeek) unterstützt auch Version 4.1 nicht.
Fazit
Google Chrome bietet insgesamt nicht nur die besten Leistungswerte in Sachen JavaScript, sondern überzeugt auch hinsichtlich Ressourcenbedarf[4]. Löblich sind die in Version 4.1 vorgenommenen Verbesserungen in Sachen Datenschutz.
Iron 4.0[5] basiert auf der Chrome-Engine und bietet einen besseren Datenschutz.
Downloads:
- Google Chrome 4.1[6]
Über folgende in Sachen Datenschutz problematische Eigenschaften verzichtet Iron:
- Timestamp: Chrome merkt sich bis auf die Sekunde genau, wann die Software installiert wurde.
- Suggest: Je nach Konfiguration wird jedes Mal, wenn Sie etwas in die Adresszeile tippen, diese Information an Google übermittelt, um Such-Vorschläge anzeigen zu können.
- Alternate Error Pages: Je Nach Konfiguration wird wenn Sie eine falsche Adresse in den Browser eintippen, diese an Google übermittelt und Ihnen eine Fehlermeldung vom Google-Server angezeigt.
- Error Reporting: Je Nach Konfiguration werden bei Abstürzen oder Fehlern Informationen darüber an den Google-Server übermittelt.
- RLZ-Tracking: Diese Chrome-Funktion überträgt Informationen in encodierter Form an Google, zum Beispiel wann und wo Chrome heruntergeladen wurde.
- Updater: Chrome installiert einen Updater, der bei jedem Windows-Start im Hintergrund geladen wird.
- URL-Tracker: Ruft je nach Konfiguration fünf Sekunden nach Browserstart die Google Homepage im Hintergrund auf.
Fazit
Bei Iron handelt es sich um den Google-Browser ohne Google. Anwender, die Wert auf Datenschutz legen, erhalten mit Iron von Srware eine Alternative zum Original, das viele Nutzerdaten an die Firmenzentrale übermittelt. Besonder praktisch ist die Portable-Version, die ohne Installation auch von einem USB-Stick ausgeführt werden kann.
Downloads:
- Srware Iron 4.0[8]
- Srware Iron 4.0 Portable[9]

Srware Iron 4.0: Der Google-Browser mit Datenschutz
Die Software löscht die persönliche Identifikationsnummer (seit Version 4.1 verzichtet Google auf dieses Feature) und deaktiviert den Google-Update-Dienst. Ebenso schaltet das Programm den DNS-Vorabruf ab und verhindert das Übermitteln der eingegebenen Adresse an Google. Insgesamt lassen sich sieben Datensammeldienste bei Bedarf ausschalten. Bis auf das Anonymisieren der Google-Cookies bleiben die vorgenommenen Einstellungen dauerhaft aktiv.
Fazit In Verbindung mit dem Google-Browser sorgt Kill-ID für Chrome für mehr Privatsphäre des Nutzers.
Hinweis: Während der Installation fragt das Setup-Programm, ob zusätzlich das Tool TraXEx installiert werden soll, welches Spuren von Anwendungen und Internet-Browsern beseitigt. Anwender können TraXEx 30 Tage kostenlos nutzen. Danach stehen die Funktionen erst nach Eingabe eines 20 Euro teuren Freischalt-Codes wieder zur Verfügung. Die Installation von TraXEx ist nicht zwingend.
Downloads:
- Kill-ID für Chrome[10]

Download IE Tab für Chrome[12]
Tabs Plus ermöglicht eine animierte Ansicht geöffneter Websites mit folgenden Optionen: Tab anwählen, alle Tabs in neuen Fenstern darstellen, für sämtliche Tabs Lesezeichen anlegen und alle Tabs schließen. Nützlich erweist sich das Tool auch dadurch, indem es Tabs nicht nur vom aktuellen, sondern von allen Chrome-Fenstern auflistet. Außerdem bietet Tabs Plus eine Suchfunktion, die sämtlich geöffnete Websites umfasst. Gibt man in der Suche einen bestimmten Begriff ein, werden in der animierten Vorschau nur noch die Websites dargestellt, die das gesuchte Wort enthalten.
Download Tabs Plus für Chrome[13]

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