Schmuckes Arbeitshandy: Nokia E72 mit QWERTZ-Tastatur

Hersteller: Nokia
Listenpreis: 359 Euro
Fazit:

Das Nokia E72 ist robust gebaut und wirkt dabei noch elegant. Es ist sehr gut ausgestattet und bietet eine tolle QWERTZ-Tastatur. Damit kann das Smartphone jedem BlackBerry das Wasser reichen. Wer ein Mobiltelefon als Kommunikationszentrale mit Push-E-Mail braucht, ist mit dem E72 bestens bedient.

Pro
  • fühlt sich stabil und hochwertig an
  • hervorragende Tastatur
  • erstklassige Ausstattung zum Datenabgleich
Contra
  • Symbian-S60-Betriebssystem wirkt überholt
  • Display könnte besser sein
SEHR GUT
8,2
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
9 Punkte
Ausstattung:
8 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
8 Punkte
Design:
8 Punkte
Leistung:
8 Punkte

Testbericht Nokia E72

Im Gegensatz zur Tastatur sieht es softwareseitig nicht ganz so toll aus: Auf dem Nokia-Smartphone läuft das Symbian-S60-Betriebssystem - und das kann im Vergleich zu iPhone oder Android nicht mehr überzeugen. Immerhin ist die Bedienung logisch und einfach. Das mag dem einen oder anderen auch wichtiger sein als Multitouch oder flüssiges Scrollen durch eine Bildergalerie. Besonders praktisch ist eine Funktion, mit der der Nutzer durch einfaches Austauschen des Homescreens zwischen Geschäfts- und Privatmodus wechseln kann.

Eine große Auswahl an Applikationen ist bereits vorinstalliert, darunter Quickoffice - übrigens nicht in der Lite-Version. So erlaubt das Programm nicht nur das Betrachten, sondern auch das Bearbeiten von Office-Dokumenten. Ebenfalls an Bord: Nokia Maps, das in Kombination mit dem GPS-Empfänger im E72 einen hervorragenden Begleiter abgibt.

Wie es sich für ein Geschäftshandy gehört, sind viele E-Mail-Funktionen an Bord: Das Nokia bringt Unterstützung für den hauseigenen Push-Mail-Service und Wizards mit, die den Nutzer bei der Einrichtung seiner E-Mail-Konten bei Google, Yahoo sowie Exchange- und Lotus-Notes-Accounts unterstützen.

Hervorragende Sprachqualität

Die Sprachqualität des E72 ist sehr gut. Die Gesprächspartner hören sich klar und natürlich an, auch das Mikrofon sorgt für eine erstklassige Sprachübermittlung.

Die 5-Megapixel-Kamera macht scharfe Bilder mit natürlichen Farben. Ebenfalls an Bord sind alle Kommunikationsoptionen, die für ein sehr gutes Smartphone zwingend sind - darunter WLAN, Bluetooth und HSDPA. Überraschend ist die Standby-Zeit des E72. Nokia gibt eine Standby-Zeit im GSM-Modus von bis zu 490 Stunden an - das sind über 20 Tage. In der Praxis schafft das Smartphone bei intensiverer Nutzung problemlos zwei Tage. Das ist wohl hauptsächlich dem Fehlen eines hochauflösenden Touchscreens und dem starken 1500-mAh-Akku zu verdanken. Der mit 600 MHz getaktete ARM-Prozessors sorgt dafür, dass das Handy angenehm flott reagiert.

Fazit

Das E72 ist keine Revolution, sondern eher ein feines Update des E71. Aber die hervorragende Unterstützung von Mails und Messaging, die erstklassige Tastatur und die vorbildliche Verarbeitung machen das neue Tastatur-Smartphone von Nokia zu einem sehr guten Begleiter. Bei diesem Gerät könnten selbst überzeugte Blackberry-Fans schwach werden.

Die im Vergleich zum E71 schlechtere Bewertung im Test heißt nicht, dass das Gerät schlechter ist als sein Vorgänger - ganz im Gegenteil. Allerdings hat sich auf dem Smartphone-Markt seitdem sehr viel getan - und gerade, was Software und Betriebssystem angeht, ist das E72 einfach nicht auf der Höhe der Zeit.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
8 von 9 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

Videos

Rechenzentren: PUE-Wert von 1,2 dank eigenem Brunnen

Stromkosten sind für Betreiber von Rechenzentren eine immer größere Last. Besonders die zur Kühlung aufgewendete Energie fällt ins Gewicht. Die Münchener Firma IGN hat einen eleganten Ausweg gefunden. ZDNet stellt ...