Samsung-Smartphone mit QWERTZ-Tastatur: Omnia Pro B7610

Hersteller: Samsung
Listenpreis: 499 Euro
Fazit:

Das Omnia Pro ist kein schlechtes Smartphone, aber im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie dem Touch Pro 2 von HTC fehlt ihm das gewisse Etwas. Noch dazu wirkt Windows Mobile im Vergleich zu Android und iPhone OS schlicht altbacken.

Pro
  • großes 3,5-Zoll-OLED-Display
  • 5-Megapixel-Kamera
  • vergleichsweise günstig
  • 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse
Contra
  • reagiert gelegentlich sehr zäh
  • klobig
  • Oberfläche fällt teilweise auf Windows-Mobile-Standard zurück
  • kurze Akkulaufzeit
MITTELMÄSSIG
6,2
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
6 Punkte
Ausstattung:
7 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
6 Punkte
Design:
6 Punkte
Leistung:
6 Punkte

Testbericht Samsung Omnia Pro B7610

Samsung bezeichnet sein Omnia Pro B7610 als Geschäftshandy. Eine ausziehbare Tastatur, AMOLED-Display, WLAN und Windows Mobile sollen das Mobiltelefon für den Berufsalltag interessant machen. Der Test zeigt, wie gut das Smartphone ist.

Samsung hat im letzten Jahr gleich mehrere Smartphones mit Windows Mobile vorgestellt - darunter auch das Omnia Pro B7610. Aus technischer Sicht kommt es dem Omnia II sehr nahe, hat allerdings eine ausziehbare Tastatur. Damit tritt es in direkte Konkurrenz zum HTC Touch Pro 2.

Design

Mit Abmessungen von 11,3 mal 5,8 Zentimetern und einer Bauhöhe von gut 1,6 Zentimetern ist das Samsung-Smartphone recht klobig. Dazu passt das hohe Gewicht von 160 Gramm. Wer aber Wert auf eine große Tastatur legt, muss damit wohl leben. Im Vergleich zum HTC Touch Pro 2 (11,6 mal 5,9 mal 1,7 Zentimeter bei 179 Gramm) ist das B7610 sogar ein Stück kleiner und leichter. Das geringere Gewicht hängt mit der Materialauswahl zusammen: Das Gehäuse des Omnia ist weitgehend aus Kunststoff gefertigt. Geleiches gilt für den Akkudeckel, der - je nach Blickwinkel - rötlich schimmert. Das sieht zwar ganz gut aus, doch für ein Geschäftshandy ist der etwas seriösere Look des HTC passender.

Die Vorderseite wird vom 3,5 Zoll großen Display dominiert. Samsung-typisch kommt hier die moderne OLED-Technik zum Einsatz. Die Anzeige löst 800 mal 480 Pixel auf und zeigt Text und Grafiken gestochen scharf an. Auch im Freien ist der Monitor hell genug. Unterhalb der Anzeige finden sich die typischen Tasten zum Annehmen und Beenden von Gesprächen. Außerdem gibt es eine große Menü-Taste. Ein Vier-Wege-Navigationspad besitzt das Smartphone allerdings nicht. Ist die Tastatur eingeschoben, bleibt dem Nutzer zur Bedienung nur der Touchscreen.

Auf der linken Geräteseite finden sich die Tasten zur Lautstärkeregelung sowie ein Knopf, der zwischen den verschiedenen Home-Screens hin- und herschaltet. Auf der rechten Seite gibt es den für Samsung typischen Unlock-Button zum Aufheben der Tastensperre und den Auslöser der Kamera. Zum Laden und Abgleichen der Daten steht ein Micro-USB-Port auf der Oberseite des Geräts zur Verfügung. Daneben können sich Musikfans über eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss von Standardkopfhörern freuen.

Die Tastatur ist verhältnismäßig flach und der Abstand zwischen den Tasten extrem klein. Damit ist es schwer zu erfühlen, wo sich welcher Buchstabe befindet. Besonders Schnelltipper, die beim Schreiben auf das Display achten, haben damit ihre Schwierigkeiten. Dafür überzeugt die Anordnung der Tasten. Für Punkt und Komma gibt es je einen eigenen Knopf. Im direkten Vergleich mit dem HTC Touch Pro 2 gefällt aber die Tastatur des HTC besser. Zwar sind die einzelnen Tasten bei Samsung größer, aber das Tippen auf der Tastatur des Touch Pro 2 geht schneller von der Hand.

Hinter der Akkuabdeckung findet sich ein Speicherkartenslot für Micro-SD-Karten. Sinnvollerweise sitzt er über dem Akku - man muss den Stromspeicher also nicht entnehmen und somit das Telefon abschalten, wenn die Karte getauscht werden soll.

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