Nokia X6: Ein Handy mit kapazitivem Touchscreen und Musikflatrate

Hersteller: Nokia
Listenpreis: 579 Euro
Fazit:

Das Nokia X6 ist ein attraktives Handy mit einem kapazitivem Touchscreen und großem internen Speicher. Doch die Oberfläche des Symbian-Betriebssystems wirkt nicht mehr ganz zeitgemäß. Unterm Strich ist das X6 ein tolles Gerät für Musikfans - schließlich bringt es einen kostenlosen Zugang zu Musik mit.

Pro
  • kapazitiver Touchscreen
  • 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse
  • 32 GByte interner Speicher
  • Zugang zu kostenloser Musik
  • macht ordentliche Fotos
Contra
  • reagiert teilweise träge
  • Oberfläche nicht immer nutzerfreundlich
  • Ovi-Store ist verbesserungswürdig
  • niedrige Sprachqualität
GUT
7,8
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
8 Punkte
Ausstattung:
7 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
8 Punkte
Design:
8 Punkte
Leistung:
8 Punkte

Testbericht Nokia X6

Das Nokia X6 erinnert stark an das Musik-Handy Xpress Music 5800. Auch die Austattungsmerkmale mit Klinkenbuchse, Musikflatrate, 32 GByte internem Speicher und Mediaplayer sind ähnlich. Allerdings bietet das Handy erstmals einen kapazitiven Touchscreen.

Mit dem X6 hat Nokia ein Musik-Handy ins Programm aufgenommen, das - zumindest auf dem Papier - all die Anforderungen erfüllt, die schon an das 5800 Xpress Music gestellt wurden. Ob die Finnen in der Praxis von den Schwächen ihres ersten Touchscreen-Handys gelernt und beim X6 die entsprechenden Konsequenzen gezogen haben, zeigt der Test.

Kapazitives Touchscreen-Display

Auch wenn Nokia in der Vergangenheit führend war, inzwischen gibt es einiges aufzuholen: Den lukrativen und prestigeträchtigen Touchscreen-Markt bedient der Hersteller erst seit Anfang 2009. Er setzte bis dato noch auf die veraltet anmutende, resistive Technik, die nur auf Druck, aber nicht auf Berührung reagiert.

Zumindest diese Kritik scheint angekommen zu sein. Das X6 ist nun das erste Smartphone der Finnen mit kapazitivem Touchscreen. Sonst wirkt es ein bisschen wie der direkte Nachfolger des 5800 Xpress Music.

Als Betriebssystem kommt immer noch Symbian zum Einsatz, das seinen Zweck bei Geräten mit Tastatur und 4-Wege-Navigation vorbildlich erfüllt. Unter einem berührungsempfindlichen Display wirkt es allerdings fehl am Platz. Wie gehabt, öffnen sich etwa Punkte des Hauptmenüs mit einem einfachen Fingertipp, Kontakte im Telefonbuch beispielsweise aber erst nach zweimaligen Berühren. Natürlich gibt es keine größeren Probleme und man gewöhnt sich daran, aber in Anbetracht der sehr guten Oberflächen von Android und iPhone ist das einfach nicht das Gelbe vom Ei.

Im Vergleich zu früheren Touchscreen-Modellen von Nokia hat sich dennoch einiges getan. Das liegt wohl hauptsächlich an der neuen Technik, die deutlich besser reagiert und nicht mehr den Einsatz des Fingernagels oder eines Stifts erfordert. Im Vergleich zu anderen Smartphones mit kapazitivem Display ist das X6 aber immer noch nicht auf der Höhe der Zeit.

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