Mit 9,99 Millimetern ist das Dell Adamo XPS das flachste Notebook der Welt. Um diesen Wert zu erreichen, wurden Scharnier und Komponenten ungewöhnlich positioniert - mit erfreulichem Nebeneffekt. ZDNet hat es sich angesehen.
Wie in vielen anderen Bereichen nimmt Apple auch im Segment der ultraflachen Notebooks eine Führungsrolle ein. Lange Zeit war das MacBook Air mit einer Dicke von 1,9 Zentimetern das flachste Notebook der Welt. Mit dem Adamo der ersten Generation konnte Dell die Apple-Maschine um 0,3 Zentimeter überholen. Jetzt kommt der Nachfolger mit dem Namenszusatz XPS auf den Markt, der mit 9,99 Millimetern sogar flacher als das iPhone ist.
Design
Die Bauform des Adamo XPS begeistert auf den ersten Blick. Im Gegensatz zum federleichten Sony Vaio X[1] fühlt sich das Dell-Notebook aber deutlich schwerer an, als es aussieht. Trotz Solid State Drive wiegt es fast 1,5 Kilo - fast doppelt so viel wie die Sony-Maschine.
Der Öffnungsmechanismus des Adamo XPS ist der zweite außergewöhnliche Designaspekt: Um den Verschluss zu entriegeln, streicht der Anwender mit dem Finger über einen berührungsempfindlichen Bereich auf der Vorderseite des Gehäuses.
Der Displaydeckel ist hinten ein Stück länger als die Unterschale des Notebooks. Dadurch wird die Tastatur beim Aufklappen hinten etwas höher gestellt, was ein komfortableres Tippen ermöglicht. Willkommener Nebeneffekt: Auch der Screen ist etwas höher als bei anderen Geräten, was ebenfalls die Ergonomie verbessert. Positiv fallen außerdem die komplett aus Metall bestehenden Tasten und das außergewöhnlich große Touchpad auf.

Dank des außergewöhnlichen Klappmechanismus steht das Dell Adamo XPS angewinkelt auf dem Schreibtisch.
Beim Prototypen funktioniert der Klappmechanismus nicht so sanft, wie man es sich wünscht. Die Scharniere sind nicht leichtgängig genug. So bleibt die Tastatur beim Anheben des Displaydeckels nicht auf dem Tisch, sondern bewegt sich mit nach oben. Bleibt zu hoffen, dass dieses Manko bei den Seriengeräten nicht mehr zu finden sein wird.
Bildergalerie
9,99-Millimeter-Notebook: erster Blick auf das Dell Adamo XPS[2]
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Aufgrund des nach vorne verlegten Klappmechnismus sind die wichtigsten Bauteile des Adamo XPS im Deckel verbaut. Das Notebook wird vom einem Core 2 Duo in Ultra-Low-Voltage-Ausführung angetrieben. Er ist mit 1,4 GHz getaktet. Für die Grafik sorgt Intel GMA X4500MHD. Außerdem sind 4 GByte DDR3-RAM, eine 128-GByte-SSD, Bluetooth 2.1 und WLAN nach 802.11b/g/n an Bord. Ein optisches Laufwerk ist nicht integriert. Als Betriebssystem kommt Windows 7 Home Premium zum Einsatz.
Trotz der flachen Bauform bietet das Adamo XPS zahlreiche Schnittstellen: zwei USB-Anschlüsse, einen Mini-DisplayPort sowie Ethernet und Kopfhörerausgang. Das Display hat eine Diagonale von 13,4 Zoll und löst 1366 mal 768 Pixel auf.
Dell gibt eine Laufzeit von zweieinhalb Stunden mit dem Standard-Akku (20 Wh) an. Anders als beim Vorgänger kann er gewechselt werden. Mit stärkerem Stromspeicher (40 Wh) sollen beim Adamo XPS erst nach 5 Stunden die Lichter ausgehen. ZDNet konnte die Werte noch nicht nachprüfen. Aber selbst wenn das Adamo XPS sie tatsächlich erreicht, ist die Akkulaufzeit eher mittelmäßig.
Ausblick
Dells Adamo XPS gehört zu den Notebooks, die die Messlatte zumindest in einer Disziplin nach oben verschieben. In diesem Fall ist es die geringe Dicke von unter einem Zentimeter. Beim Gewicht kann das Gerät dagegen keine Standards setzen. Gleiches gilt für die Akkulaufzeit. Interessant ist wiederum die Bauform, die besonders ergonomisches Arbeiten ermöglicht.
Mit 1699 Euro muss man für das Adamo XPS tief in die Tasche greifen, bekommt abgesehen von der 128-GByte-SSD aber doch nur die klassischen Notebook-Komponenten. Es war halt schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.
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