Linux-Smartphone mit Maemo-OS: Nokia N900

Hersteller: Nokia
Listenpreis: 599 Euro
Fazit:

Das N900 ist mehr ein geschrumpfter Computer als ein handliches Smartphone. Mit der Kombination aus Internet Tablet und Handy betritt Nokia vielversprechendes Neuland. Die Linuxmaschine eignet sich für diejenigen, die nicht nur ein Mobiltelefon, sondern einen Alleskönner mit viel Freiraum für jegliche Art von Individualisierung suchen.

Pro
  • großer interner Speicher
  • ausgezeichnetes Display
  • Maemo birgt großes Potential
  • gute VoIP- und IM-Funktionen
  • ordentliche Kamera
  • schnelles Interface
  • toller Browser
  • 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse
  • gute Tastatur
Contra
  • wenige Apps verfügbar
  • hakelige einhändige Bedienung
  • resistives Display
  • sperrig
  • aufwändige Konfiguration erforderlich, um alle Features zu nutzen
SEHR GUT
8,0
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
8 Punkte
Ausstattung:
8 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
8 Punkte
Design:
8 Punkte
Leistung:
8 Punkte

Testbericht Nokia N900

Das N900 läuft unter Maemo 5 und ist anders als Android-Modelle ein vollwertiges Linux-Handy. Die Ausstattung unterscheidet sich kaum von der aktueller High-End-Geräte. ZDNet hat getestet, welches Potential in Nokias neuem Smartphone steckt.

Android, iPhone OS, BlackBerry OS, WebOS, Windows Mobile 6.5 - die Welt der Smartphone-Betriebssysteme ist so umkämpft wie noch nie in der Geschichte der Mobiltelefone. Mit dem Linuxderivat Maemo verabschiedet sich Nokia jedenfalls beim N900 von seinem Klassiker Symbian und bringt einen neuen OS-Konkurrenten auf den Smartphone-Markt.

Das Nokia N900 kostet ohne Vertrag rund 500 Euro, mit Vertrag ist es ab 50 Euro zu haben - gehört also nicht einmal zu den teuersten Smartphones. Trotzdem bietet das Gerät die übliche Vollausstattung: 3,5-Zoll-Display mit 800 mal 480 Pixeln Auflösung, WLAN, UMTS samt Datenturbo HSPA, 32 GByte integrierter Speicher, Micro-SD-Slot, 5-Megapixel-Kamera und GPS. Das spektakulärste Merkmal dürfte allerdings das neue Betriebssystem sein.

Linuxderivat Maemo

Beim N900 kommt das auf Linux basierende Maemo 5 zum Einsatz. Hätte Nokia mit dem Smartphone den Durchschnittsanwender im Visier, wäre das herzlich egal - Hauptsache, das Handy funktioniert. Anders bei einem Business-Telefon wie diesem, das sich auf Internetzugang, Multitasking und Anwendungen konzentriert.


Auf der herausziehbaren Tastatur des N900 tippt es sich ausgezeichnet.

Eines vorab: Wer sein Handy aus dem Karton holen, anschalten und sofort alle Features nutzen möchte, sollte einen weiten Bogen um das N900 machen. Das Nokia-Handy funktioniert zwar frisch aus der Verpackung, ist aber ohne Feintuning keine 500 Euro wert. Diesbezüglich schneiden iPhone, HTC Hero oder Samsung Galaxy deutlich besser ab.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
25 von 26 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

Videos

Rechenzentren: PUE-Wert von 1,2 dank eigenem Brunnen

Stromkosten sind für Betreiber von Rechenzentren eine immer größere Last. Besonders die zur Kühlung aufgewendete Energie fällt ins Gewicht. Die Münchener Firma IGN hat einen eleganten Ausweg gefunden. ZDNet stellt ...