Was den Aufbau hochverfügbarer, lastverteilter Serversysteme angeht, dringt Strato mit seinen Produkten in neue Bereiche vor. Voraussetzung ist jedoch, dass solche Systeme von Linux-Administratoren mit ausreichender Erfahrung aufgebaut werden.
Wer erwartet, in seinem Plesk-Controlpanel eine Schaltfläche "Mache mein System automatisch hochverfügbar und beliebig skalierbar" zu finden, wird enttäuscht. Sehr gute Kenntnisse verteilter Dateisysteme und Datenbanken sowie Webfarmen sind unerlässlich.
Wenn man davor nicht zurückschreckt, lassen sich allerdings mit günstigen konfektionierten Produkten Lösungen aufbauen, für die man bisher Co-Location oder einen Hoster mit individuellen Lösungen in Anspruch nehmen musste.
Mit der nativen Unterstützung von IPv6 bietet Strato seinen Kunden die Möglichkeit, sich mit der neuen Technologie vertraut zu machen. Ein IPv6-Netz erlaubt beispielsweise den Betrieb von nahezu beliebig vielen virtuellen HTTPS-Servern. Da pro IP-Adresse nur ein virtueller HTTPS-Server möglich ist, kommt es mit IPv4 schnell zu Engpässen.
Derzeit ist der Betrieb eines Produktivservers unter IPv6 nicht sinnvoll - zumindest nicht, wenn bestimmte Dienste ausschließlich unter IPv6 verfügbar sind. Nur ein verschwindend geringer Teil der Internetnutzer verfügt über das Internet-Protokoll der Zukunft.


Lesermeinungen zum Artikel
Ich habe im Vorfeld des Artikels mit Strato gesprochen. Bis jetzt scheint sich die Telekom zurückzuhalten.