Für die meisten PC-Sicherheitslösungen fällt eine jährliche Abo-Gebühr an. Dass es auch anders geht, zeigen leistungsfähige Freeware-Tools. Vier kostenlose Programme sorgen gemeinsam für einen effektiven Abwehrschirm.
Kaum ein Tag vergeht, ohne dass Fachleute ein neues Sicherheitsloch in Windows oder einem anderen Programm finden. Software-Lösungen, die Sicherheit versprechen, gibt es viele, aber nur wenige sind kostenlos. Die besten für den PC erhältlichen Freeware-Programme hat ZDNet.de zusammengestellt.
Die kostenlose Virenschutzsoftware Avira AntiVir Personal ist nicht nur sehr beliebt, sondern überzeugt laut unabhängigen Tests[1] durch ein sehr gute Erkennungsrate. Die für Version 9 neu konzeptionierte und schnellere Scan-Engine durchsucht entweder sämtliche Laufwerke und Prozesse oder einzelne Ordner, Dateien und Archive nach Viren, Trojanern, Würmern und Dialern sowie nach Backdoor-Programmen und Rootkits. Zusätzlich schützt die Scan-Engine vor Phising-Attacken und verfügt seit der aktuellen Version über einen integrierten Ad- und Spyware-Schutz. Darüber hinaus lädt sich ein Wächter permanent in den Arbeitsspeicher, der im Hintergrund das System in Echtzeit überprüft.
Gegenüber Schadsoftware, die gerade erst bekannt gewordenen Sicherheitslücken ausnutzen, sind herkömmliche Antivirenlösungen häufig überfordert. Den Großteil der Viren erkennen diese Programm mithilfe einer sogenannten Virendefinitionsdatei. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese lediglich Signaturen bekannter Viren enthält. Tägliche Updates zeigen, dass die Hersteller mit Hochdruck an der Entdeckung neuer Viren arbeiten und diese in die Datei integrieren, sodass die Programme neue Viren schnell unschädlich machen können. Für diese Schwachstelle stehen spezielle Anwendungen zur Verfügung, die mit heuristischen und verhaltensbasierten Methoden versuchen, Schadcode zu identifizieren. Ein solches Programm ist ThreatFire. Laut unabhängigen Tests[2] sorgt das Tool in Verbindung mit einer herkömmlicher Antivirenlösung für eine deutlich höhere Erkennungsrate von nicht bekannten Viren.
Zwar bieten die meisten Antivirenlösungen auch einen Schutzmechanismus für Spyware, doch arbeiten spezielle Tools wie Ad-Aware Free 8.1.0 effizienter. Das Tool untersucht lokale Festplatten und externe Laufwerke unter anderem nach Spyware, Würmern, Trojanern, Hijackern, Keyloggern und Rootkits.
In Windows XP, Vista und 7 gehört eine Firewall zum Lieferumfang. Allerdings ist die Lösung recht einfach gehalten und bietet so gut wie keine erweiterten Werkzeuge. Anwender mit höheren Ansprüchen verwenden daher eine Lösung, die nicht nur Informationen über aktuelle Netzwerkverbindungen bietet, sondern auch erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten beinhaltet. Die Comodo Firewall 3.13 informiert nicht nur detailliert über alle Netzwerk-Verbindungen, sondern verhindert auch die unerlaubte Modifikation von Registry-Einträgen. Zudem zählt die Comodo-Lösung derzeit zu den sichersten Firewalls[3].
Avira AntiVir Personal gehört zu den leistungsfähigsten Freeware-Antivirenlösungen[1]. Die für Version 9 neu konzeptionierte und schnellere Scan-Engine durchsucht entweder sämtliche Laufwerke und Prozesse oder einzelne Ordner, Dateien und Archive nach Viren, Trojanern, Würmern und Dialern sowie nach Backdoor-Programmen und Rootkits. Zusätzlich schützt die Engine vor Phising-Attacken und verfügt über einen integrierten Ad- und Spyware-Schutz. Darüber hinaus lädt sich ein Wächter permanent in den Arbeitsspeicher, der im Hintergrund das System in Echtzeit überprüft.
Das überarbeitete und benutzerfreundliche Kontroll-Center sowie die zentrale Standard- und Experten-Konfiguration erleichtern die Überwachung, Verwaltung und Steuerung des Programms. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, den Rechner mit Hilfe des Taskplaners automatisch und in regelmäßigen Abständen überprüfen zu lassen.
Weitere Neuerungen sind die Möglichkeit, befallene Dateien schnell und sicher mit einem einzigen Mausklick zu entfernen oder sie direkt aus dem Quarantäne-Manager an Avira zur Analyse zu verschicken. Ebenfalls neu sind der Schutz vor GUI-Prozessen und die Statusanzeige von AntiVir beim MouseOver des Systray-Icons. Zudem passt sich die Darstellung des Virenscanners für den Betrieb mit niedriger auflösenden Netbooks automatisch an.
Fazit
Die Freeware AntiVir Personal ist ein umfangreicher und zuverlässiger Virenscanner, der durch seine heuristischen Suchverfahren vor den meisten Schädlingen und Bedrohungen aus dem Internet schützt. Einen On-Demand-Scan nicht komprimierter Daten bewältigt Antivir schneller als beispielsweise die kommerzielle Konkurrenz von Norton.
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Das Freeware-Tool ThreatFire von PC Tools erweitert den Schutz herkömmlicher Antivirenprogramme auf Zero-Day-Bedrohungen. Gängige Virenschutztools erkennen Schädlinge hauptsächlich anhand einer sogenannten Definitionsdatei, die in der Regel täglich aktualisiert wird. Aufgrund der in dieser Datei enthaltenen Informationen können die Programme bekannte Viren auf dem PC aufspüren.
ThreatFire erweitert diesen Schutz und verspricht, auch Zero-Day-Bedrohungen erkennen zu können, die noch in keiner Definitionsdatei enthalten sind. Das Tool untersucht Anwendungen mit heuristischen Methoden und erkennt am Verhalten eines Programms oder Codes, ob eine Bedrohung vorliegt oder nicht. ThreatFire schützt vor Viren, Würmer, Trojaner, Rootkits und Spyware.
Die renommierten Antiviren-Spezialisten von AV-Test.org haben in einem Test im Juni 2009 nachgewiesen, dass ThreatFire zusammen mit Anti-Viren-Software den Schutz vor unbekannten Viren erheblich steigert[2].
Fazit
ThreatFire ist eine sinnvolle Ergänzung zu einem herkömmlichen Antivirenprogramm. Es erhöht die Erkennung von unbekanntem Schadcode und bietet somit mehr Schutz.
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Ad-Aware Free ist eine Anti-Malware-Software, die lokale Festplatten und externe Laufwerke nach Spyware, Würmern, Trojanern, Hijackern, Keyloggern und Rootkits durchsucht. Mit einem Rechtsklick prüft die Internetsicherheitslösung von Lavasoft auch einzelne Dateien. Die Software entfernt die erkannten Schadprogramme oder versucht, befallene Daten zu reparieren.
Außerdem beinhaltet Ad-Aware 8.1.0 Free den Prozessschutz Ad-Watch-Live!-Basic, der verhindert, dass schädliche Programme Prozesse auf dem Rechner befallen. Ein Download-Guard verspricht Schutz beim Herunterladen von Dateien mit dem Internet Explorer. Darüber hinaus findet sich unter Extras das Bonus-Tool TrackSweep, das alle während des Surfens hinterlassenen Spuren löscht.
Zusätzlich verwendet Ad-Aware 8.1.0 Free eine neue Genotyp-Erkennungstechnologie, die laut Hersteller beim Scannen Weiterentwicklungen bekannter Schädlingsfamilien erkennt, noch bevor die dazu nötigen Updates der Viren-Signaturen vorhanden sind. Ebenso verspricht die neue Version kürzere Lade- und Scanzeiten.
Fazit
Die kostenlose Version von Ad-Aware beinhaltet die wichtigsten Funktionen, etwa einen Malware-Scanner, und bietet einen soliden Schutz des Systems vor unerwünschten Programmen.
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Das kostenlose Internet-Security-Paket von Comodo enthält eine Firewall und eine Antivirensoftware. Beide Programme lassen sich einzeln installieren. Somit können Anwender ein Antivirenprogramm eines anderen Herstellers mit der sehr guten Comodo Firewall[3] kombinieren.
Die Antivirensoftware bietet Echtzeitschutz vor Viren, Würmern und Trojanern mit einem Wächter in der Windows-Systemtray. Gegen digitale Eindringlinge per E-Mail schützt ein Antivirenmodul in Zusammenspiel mit allen gängigen E-Mail-Programmen. Das Tool prüft laufenden Prozesse und spart dabei alle Dateien und Ordner aus, die der Nutzer zuvor als unbedenklich gekennzeichnet hat. Das kommt der Leistung des PCs zugute, da sich dadurch die Dauer der Scandurchläufe verkürzt.
Herausragende Leistungen erzielt die Comodo Firewall 3.14 im Test bei Matousec[3]. Dort erreicht sie als einzige Lösung die volle Punktzahl. Zudem bietet die Comodo Firewall 3.13 nicht nur detaillierte Netzwerk-Informationen, sondern verhindert auch die unerlaubte Modifikation von Registry-Einträgen. Umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten runden das sehr gute Gesamtbild ab.
Fazit
Comodo Firewall und Antivirus verfügen über eine einfache Benutzeroberfläche, die es auch Nutzern ohne umfangreiche Fachkenntnisse ermöglicht, sich zuverlässig vor Angriffen zu schützen. Mit der Software hat der Nutzer den kompletten Datenverkehr im Griff und kann selbst bestimmen, welche persönlichen Informationen nach außen gesandt werden und welche nicht.
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