Deutlich gesunkene Preise erweitern das Angebot interessanter Notebooks für jeden Geldbeutel. Bei der Wahl des passenden Gerätes gibt es aber einige Hürden. Auch die bevorstehende Centrino-Ablösung macht den Kauf nicht einfacher.
Groß, mittel, klein? Das ist noch die einfachste Entscheidung, die man bei der Anschaffung eines Notebooks treffen muss.
Zwar gibt es mit AMD[1] und Intel[2] nur zwei Plattform-Anbieter, die Zahl unterschiedlicher Konfigurationen ist aber in den vergangenen zwölf Monaten nochmals deutlich gewachsen. Das gesunkene Preisniveau sorgt dafür, dass Geräte mit langen Akkulaufzeiten über fünf Stunden für den Massenmarkt interessant sind.
Genau hinzusehen lohnt sich, denn Notebook-Käufer haben immer nur einen Versuch: Durch die hohe Integration von Komponenten wie Grafikchip ist deren Austausch im Gegensatz zum Desktop nicht möglich. Auch ein zu lauter Lüfter bleibt einem über Jahre erhalten.
Beim Vergleich von Notebooks ist Sorgfalt gefragt: Häufig gibt es ein Modell unter der gleichen Bezeichnung in verschiedenen Ausstattungen. Statt einer 320-GByte-Platte könnte beispielsweise ein 250-GByte-Laufwerk oder eine andere CPU verbaut sein. Vor dem Kauf sollte man sich das Gerät unbedingt ansehen. Verarbeitung, Tastatur, Display und Lautstärkeentwicklung können nur so geprüft werden.
Auf den folgenden Seiten beleuchtet ZDNet die wichtigsten Kriterien, die man beim Kauf eines Notebooks beachten sollte. Wer jetzt ein Centrino-Notebook mit Core 2 Duo kauft, hat schon in wenigen Wochen ein veraltetes Gerät. Anfang 2010 bringt Intel seine Mainstream-Notebook-Plattform der nächsten Generation. Sie wird aber keinen Centrino-Sticker mehr tragen, sondern über den Prozessornamen Core i5 oder Core i7 (Arrandale[3]) identifiziert.
Mit der Einführung der neuen Notebook-Quad-Cores[4], bekannt als Core i7, hat Intel bereits im September begonnen. Die drei verfügbaren Chips mit 1,6, 1,73 und 2 GHz sind aufgrund der Hitzeentwicklung und des hohen Stromverbrauchs hauptsächlich in Desktop-Replacements zu finden. Wer besonders CPU-intensive Aufgaben wie Videoschnitt zu erledigen hat, sollte die Anschaffung eines solchen Geräts in Betracht ziehen. Der Großteil der Notebooks wird aber auch 2010 von Dual-Core-CPUs angetrieben werden.
Der kommende Core i5 ist ein 32-Nanometer-Chip mit Hyperthreading. Jedes der beiden Rechenwerke kann zwei Threads parallel abarbeiten. Erstmals ist im CPU-Gehäuse die Grafikeinheit integriert. Sie war bislang auf dem Chipsatz als X4500 MHD zu finden und soll künftig rund 50 Prozent mehr Leistung bringen. Ein Feature namens Turbo Boost[3] ermöglicht es, einzelne Kerne zur Beschleunigung von Single-Threaded-Anwendungen zu übertakten. Die gesamte Plattform soll trotz höherer Performance weniger Strom verbrauchen.
Erste Notebooks werden voraussichtlich im Januar angekündigt. Der Aufpreis zu bisherigen Technik wird vermutlich nicht groß sein. Es ist aber zu erwarten, dass es günstige Auslaufmodelle geben wird.
Apple[6] konnte seinen Anteil am Notebookmarkt trotz hoher Preise in den letzten Jahren stetig steigern. Das Erfolgsrezept ist ein bedienerfreundliches Betriebssystem in Verbindung mit schicker und innovativer Hardware. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Mit Windows 7 hat sich der Abstand zum Mac aber wieder verringert.
Seit Apple x86-CPUs verbaut, ist der Umstieg vom PC deutlich einfacher geworden: Boot Camp ermöglicht es, parallel zu Mac OS X ein vollwertiges Windows zu installieren. Apple stellt die notwendigen Treiber. Windows 7 wird aber erst Ende des Jahres unterstützt.
Eine Virtualisierungslösung wie das 79 Euro teure Parallels erlaubt sogar den gleichzeitigen Betrieb von Mac OS X und Windows. Man muss nicht neu booten, sondern kann seine Programme wie Mac-Software nutzen. Lediglich für besonders leistungshungrige Software wie Spiele benötigt man ein natives Windows, das nicht als Virtual Machine ausgeführt wird.
Aber was gibt es durch den Einsatz eines Mac zu gewinnen? Und was zu verlieren? Mac OS X hat durch die enge Bindung an die Hardware weniger Problempotential und zeigt in einigen Bereichen mehr Liebe zum Detail. Außerdem sind MacBooks meist besser vorkonfiguriert als windowsbasierte Maschinen, die mittlerweile immer mit Crapware kommen.
Das kostenlos mitgelieferte Multimedia-Anwendungspaket iLife könnte ebenfalls ein Grund sein, sich für einen Mac zu entscheiden. Neben der Software überzeugt auch die Hardware von Apple: Design, Verarbeitung und Ausstattung bewegen sich auf hohem Niveau.
Ob man den Umstieg auf den Mac wagen möchte, hängt von der Bereitschaft ab, sich auf Neues einzulassen. Mac OS X ist ein wenig anders strukturiert als Windows und erfordert in einigen Bereichen ein Umlernen. Die Entscheidung solle man also nicht übers Knie brechen. Wer allerdings den Wechsel gewagt hat, kehrt meistens nicht mehr zu Windows zurück.
Schwerer wiegen die relativ hohen Preise: Anwendern, die ein 17-Zoll-Gerät möchten, bleibt nur der Griff zum teuren MacBook Pro, das mindestens 2299 Euro kostet. Der Einstieg im 13,3-Zoll-Segment beginnt bei 949 Euro. Zwar ist die Aussicht, für gut 350 Euro ein im Prinzip vollwertiges Notebook mit geringen Abmessungen zu bekommen, für viele verlockend, man muss bei Netbooks aber auch deutliche Abstriche bei der Leistung in Kauf nehmen. So mancher Netbook-Käufer ist mit seinem Gerät auf die Dauer nicht zufrieden.
Hardwareseitig sind die kompakten Geräte einer Reise in die Vergangenheit: Der neue Atom-Chip von Intel ist auch deshalb so stromsparend und günstig herzustellen, weil Features wie Out of Order Execution und große Caches weggelassen wurden. Sie sorgen jedoch maßgeblich für die hohe Performance moderner Prozessoren wie dem Core 2 Duo.
Der Atom ist mit seinen maximal 1,6 GHz also nicht nur niedriger getaktet, sondern bringt pro Takt circa ein Drittel weniger Leistung. Zum Surfen und Musikhören unter Windows XP sind die Geräte zwar schnell genug, ambitioniertere Aufgaben wie die Bearbeitung von Bildern machen mit einem Netbook aber keinen Spaß.
Eine Einschränkung beim Surfen ist zudem die übliche Auflösung des Displays von nur 1024 mal 600 Bildpunkten. Auf den meisten Websites muss man daher in vertikaler Richtung häufig scrollen, was den Komfort merklich mindert. Mittlerweile gibt es vermehrt 10,1-Zoll-Geräte mit 1366 mal 768 Bildpunkten, man sollte aber selbst ausprobieren, ob einem die Darstellung nicht zu klein ist.
Eine gute Alternative sind Notebooks mit Intels Ultra-Low-Voltage-CPU, beispielsweise das Acer Aspire 1810T. Es bietet für 500 Euro einen flotten Dual-Core mit 1,3 GHz und Intels aktuelle Notebook-Grafik X4500 MHD. Der 11,6-Zoll-Screen löst 1366 mal 768 Bildpunkte auf. Der 6-Zellen-Akku versorgt das Gerät rund sechs Stunden mit Strom. Dabei ist es nur wenig größer und schwerer als ein Netbook und verzichtet auf ein optisches Laufwerk.
PC Mark Vantage | |||
| Acer Aspire 1810T | 1,6-GHz-Atom, GMA 950 | 2,1-GHz-Core-2-Duo, GMA 4500MHD | |
|---|---|---|---|
| PC Mark Suite | 2754 | 1084 | 3020 |
| Memories Suite | 1564 | 383 | 1942 |
| TV and Movies Suite | 1962 | 780 | 2811 |
| Gaming Suite | 1491 | 535 | 1898 |
| Music Suite | 3133 | 1606 | 3285 |
| Communication Suite | 2844 | 1030 | 3411 |
| Productivity Suite | 2382 | 935 | 2764 |
| HDD Test Suite | 3182 | 2312 | 3031 |
Weitere Infos
- Acer Aspire 1810T: atomfreies Subnotebook für 500 Euro[7]
- Acer Ferrari One: der Sportwagen unter den Netbooks?[8]
Wer wirklich mobil arbeiten möchte, sollte sich nach einer Maschine der 13-, 14- oder 15-Zoll-Klasse umsehen. Solche Geräte sind ausreichend portabel, ermöglichen bequemes Arbeiten und bieten meist auch eine hohe Leistung.
Für Anwender, die den kompletten Funktionsumfang eines PCs benötigen, aber trotzdem auf geringe Abmessungen und niedriges Gewicht großen Wert legen, sind Geräte mit 11-, 12- oder 13-Zoll-Displays zu empfehlen. Da in diesem Segment Hitzeentwicklung und Stromverbrauch eine tragende Rolle spielen, kommen meist etwas schwächere Komponenten (CPU, Grafik) zum Einsatz.
Jedes Notebook kann durch ein externes Display ergänzt werden: 23-Zoll-Modelle mit 1920 mal 1080 Pixeln Auflösung (Full HD) sind mittlerweile für weniger als 200 Euro zu haben. LCDs dieser Größe sollten für eine optimale Darstellung digital per DVI oder HDMI angesteuert werden. Eine digitale Anschlussmöglichkeit ist daher Pflicht. Mittlerweile verfügen die meisten Notebooks über HDMI. Ein Adapter ermöglicht den Anschluss eines DVI-Monitors. AMD und Intel bieten mit Tigris (der Name wird nur intern verwendet) beziehungsweise Centrino 2 eine Plattform, die neben der CPU auch Chipsatz und WLAN-Modul (nur Intel) enthält.
AMDs Prozessor-Portfolio besteht derzeit aus sieben Dual-Core-CPUs zwischen 2 und 2,6 GHz, die unter den Namen Turion II Ultra, Turion II und Athlon II vermarktet werden. Intel rangiert mit dem Standard-Core-2-Duo zwischen 2,26 und 3,06 GHz. Die Ultra-Low-Voltage-Versionen mit einem und zwei Kernen liegen zwischen 1,2 und 1,6 GHz. Unter den Marken Pentium und Celeron hat Intel leicht abgespeckte Versionen des Core 2 Duo im Portfolio, die beispielsweise ohne Hardwarevirtualisierung und mit kleineren Caches auskommen müssen.
Für Büroarbeiten, Internet-Anwendungen und Medienwiedergabe (auch HD) bietet jeder der aufgeführten Prozessoren mehr als genügend Leistung. Ohnehin sind die Unterschiede nicht so groß, wie man vermuten könnte: Der Abstand zwischen einer CPU mit 2 und 2,4 GHz ist zwar messbar, bei der Arbeit in der Praxis aber kaum spürbar. Aus Preisgründen sollte man nicht auf die höchste Taktfrequenz setzen. Eine Ausnahme stellt das Umwandeln von Videos für mobile Endgeräte wie iPod und Smartphone dar. Hier gilt die einfache Formel: je schneller, desto besser. Sinnvoll ist für diese Aufgabe die Nutzung einer diskreten Grafik, da Tools wie Cyberlink Mediashow Espresso mit deren Leistung die Dauer solcher Aufgaben um bis zu 50 Prozent verkürzen können.
Intels Core 2 Duo arbeitet bei gleicher Taktfrequenz etwa 15 Prozent schneller als der AMD Turion II Ultra. Mit 3,06 zu 2,6 GHz entscheidet der Marktführer auch das Megahertzrennen eindeutig für sich. Wer nicht unbedingt die schnellste Lösung benötigt, ist auch mit einem AMD-basierten Notebook gut bedient. Es gilt, den Preis und das gesamte Ausstattungspaket im Auge zu behalten. Denn ein paar Prozent mehr Leistung sind im Alltagsbetrieb meistens nicht wahrnehmbar, eine deutlich größere Festplatte könnte dagegen in der Praxis einen echten Mehrwert bieten.
Einen größeren Einfluss auf die Performance eines Rechners als der Prozessor hat der Arbeitsspeicher. Für das derzeit vorinstallierte Windows 7 sollten es mindestens 2 GByte sein. 4 GByte sind aber mittlerweile quasi Standard. Auf Maschinen mit 4 GByte RAM oder mehr sollte die 64-Bit-Version von Windows laufen. Das 32-Bit-Pendant kann nur gut 3 GByte ausnutzen.
Wer auf absolute Höchstleistung im angewiesen ist, muss sich nach wie vor für einen Desktop entscheiden. Im kompakten Gehäuse eines Notebooks lassen sich nicht mehrere CPUs und High-End-Grafikkarten unterbringen.
Weitere Infos
- AMDs neue Notebook-Plattformen im Überblick[9]
Intels aktuelle Chipsatz-Grafik heißt GMA X4500 MHD, AMD setzt derzeit auf die ATI Mobility Radeon HD 4200. Nvidias GeForce 9400M kommt dagegen nur in MacBooks zum Einsatz.
Im Bereich der integrierten Chipsätze bietet ATI mit rund 1900 Punkten im 3D Mark 06 die höchste Performance. Intels X 4500 liegt mit nur rund 1000 Punkten deutlich dahinter. Die Werte unterscheiden zwar sich von Notebook zu Notebook ein wenig – schließlich spielen auch CPU die Leistung des Arbeitsspeichers eine Rolle -, die Relationen bleiben aber identisch.
Ob der Abstand zur Intel-Plattform in der Praxis relevant ist, hängt von den Anwendungen ab: Office-Suites, Browser und die meisten Bildbearbeitungsprogramme profitieren nur von der CPU, die 3D-Leistung der Grafikkarte spielt keine Rolle. Bei älteren Spielen, die durch den 3D Mark 06 repräsentiert werden, hat die Wahl zwischen AMD und Intel aber durchaus Praxisrelevanz: Auf dem HD4200 laufen sie noch, auf dem X 4500 sind sie dagegen unspielbar.
Alle Chipsätze bieten eine Beschleunigungseinheit für die Wiedergabe von HD-Videos. Sie sorgt für eine Entlastung der CPU, was eine Verringerung des Stromverbrauchs und damit eine Verlängerung der Akkulaufzeit zur Folge hat. Für DirectX-10-Titel wie Resident Evil sind integrierte Grafiklösungen deutlich zu langsam. Sie erfordern mindestens GPUs der Serien Nvidia Geforce 250GT oder ATI Radeon 4600. Beides sind DirectX-10.1-Lösungen. Mobile DirectX-11-GPU hat ATI fürs erste Quartal 2010 angekündigt. Nvidia hat seine Pläne noch nicht kommuniziert.
Hybrid-Notebooks, die neben der stromsparenden Chipsatzgrafik auch eine diskrete Grafik integrieren, haben sich auf dem Markt nicht durchgesetzt. Häufig kamen relativ schwache GPUs zum Einsatz, da schnellere Versionen aufgrund der höheren Hitzeentwicklung nicht mehr in die Geräte passten. Damit hielten sich aber auch die Vorteile in Grenzen.
Künftig wird Hybrid-Grafik aber wieder häufiger anzutreffen sein: Wie eingangs erwähnt, stattet Intel alle kommenden Dual-Core-CPUs mit einem Grafikkern aus. Entscheidet sich ein OEM für den Einbau einer zusätzlichen GPU, ergibt sich automatisch eine Hybrid-Lösung.
Für die tägliche Arbeit spielt neben der Diagonale eines Displays dessen Auflösung eine wichtige Rolle. Von ihr hängt ab, wie viel auf der vorhandenen Fläche angezeigt werden kann. Hochauflösende Panels treiben den Preis eines Notebooks in die Höhe, Hersteller greifen stattdessen gerne zu niedrigeren Auflösungen.
Der verbreitete 15,4-Zoll-Widescreen ist beispielsweise in den Auflösungen 1280 mal 800, 1440 mal 900, 1680 mal 1050 und 1920 mal 1200 Pixel auf dem Markt. Eine sinnvolle Wahl bei dieser Displaygröße sind 1440 mal 900 Pixel. Die Meinungen gehen hier aber stark auseinander. Man sollte sich beim Kauf unbedingt verschiedene Geräte ansehen, um den eigenen Bedarf einschätzen zu können.
Über zu kleine Schriften muss man sich keine Gedanken machen: Windows Vista und 7 bieten über DPI-Scaling die Möglichkeit, das komplette Interface zu vergrößern. Dann ist aber auch der Vorteil einer größeren Auflösung weitgehend dahin. Zudem machen manche Anwendungen in diesem Modus Schwierigkeiten und zeigen beispielsweise verschobene Schriften.
Consumer-Notebooks werden mittlerweile fast ausschließlich mit Displays ausgeliefert, deren Oberfläche mit einer Hochglanzbeschichtung überzogen ist. Sie sorgt zwar für eine etwas verbesserte Farbdarstellung, meist werden aber störende Reflektionen sichtbar. Wer matte Displays bevorzugt, sollte sich bei den Business-Maschinen umsehen.
Auch Apple setzt auf Spiegeldisplays. Das Macbook Pro (15 und 17 Zoll) ist gegen Aufpreis aber auch mit mattem Screen erhältlich.
Bildergalerie
Macbook Pro mit matter und spiegelnder Displayoberfläche[10]
» zur Bildergalerie ...[10]Weitere Infos
- Arbeiten ohne Reflexionen: Notebooks mit mattem Screen[11]
- Matt gegen Spiegel: Macbook Pro von Apple im Praxiseinsatz[12]
Notebook-Festplatten sind heute mit Kapazitäten von bis zu 750 GByte erhältlich, die Standardausrüstung liegt oberhalb von 320 GByte. Einige größere Notebooks verfügen über zwei Festplatten, die zusammen rund 1 Terabyte Speicherplatz bieten.
Wie groß die Festplatte sein sollte, hängt von den Anwendungen ab. Mit 320 GByte sind selbst Nutzer gut bedient, die eine große Foto- und Musiksammlung mitführen möchten. Wer hingegen viele Videos speichert, sollte zu einem Gerät mit mindestens 500 GByte greifen. Die Festplatte ist eine der wenigen Komponenten, die sich relativ einfach austauschen lassen. Über Solid State Drives (SSDs) wird zwar viel gesprochen, nach wie vor kommen sie aber nur in hochpreisigen Geräten zum Einsatz.
Bei der Nutzung externer Festplatten wird das verbreitete USB 2.0 zur Leistungsbremse. Wer auf schnelle Datentransfers Wert legt, sollte zu einem Notebook mit eSATA-Port greifen. Mittlerweile gehört die Schnittstelle fast zum Standard.
Eine wachsende Zahl von Notebooks, insbesondere im 13-Zoll-Segment und darunter, verzichtet auf ein optisches Laufwerk. Wenn eines eingebaut ist, handelt es sich meistens um einen DVD-Brenner. Blu-ray-Laufwerke sind nach wie vor selten anzutreffen – und wenn, können sie die neuen Medien nur lesen.
Weitere Infos:
- System-Tuning mit SSD: aktuelle Modelle im Test[13]
Die meisten Notebooks haben heute mindestens 4-Zellen-Akkus mit rund 4400 mAh Kapazität. Ein klassisches Core-2-Duo-Notebook schafft damit eine Laufzeit von maximal drei Stunden – oft weniger. Als Zubehör sind üblicherweise größere Akkus erhältlich, die einen längeren Einsatz fernab der Steckdose ermöglichen. Diese lassen sich die Hersteller aber teuer bezahlen.
Laufzeiten von mehr als fünf Stunden erfordern Akku-Kapazitäten von mindestens 5600 mAh in Verbindung mit Intels sparsamen Ultra-Low-Voltage-Prozessoren. Diese sind mit weniger als 1,6 GHz getaktet und üblicherweise mit der Chipsatz-Grafik gekoppelt. Diskrete Lösungen benötigen deutlich mehr Energie. Oft verzichten die Geräte auch auf ein optisches Laufwerk. Vertreter dieser Kategorie sind das 599 Euro teure Acer Aspire Timeline 3810T sowie das UL 30 von Asus.
Wer Akkulaufzeit in den Mittelpunkt stellt, kommt um eine intelbasierte Maschine derzeit kaum herum. Eine effizientere Architektur in Verbindung mit einem kleineren Fertigungsprozess sorgen in den meisten praxisrelevanten Disziplinen (Surfen im Netz) für einen geringeren Stromverbrauch. AMD hat in diesem Punkt das Nachsehen, bietet dafür aber aufgrund der leistungsfähigeren Chipsatz-Grafik eine höhere 3D-Leistung. Jedes Notebook hat USB-2.0-Anschlüsse, man sollte nur darauf achten, dass es genug für die eigenen Anforderungen sind. USB 3.0 wird derzeit noch nicht verbaut. Nicht mehr selbstverständlich ist ein Firewire-Port. Wer externe Festplatten performant anbinden will, sollte auf einen eSATA-Port achten. Er ist üblicherweise in Kombination mit USB ausgeführt.
WLAN-Module mit 802.11n-Unterstützung sind jetzt Standard. Die neue Technologie ermöglicht höhere Übertragungsraten und größere Reichweiten als 802.11b/g, ist aber abwärtskompatibel. Auch Gigabit-Ethernet, das nur im Unternehmensumfeld eine Rolle spielt, hat mittlerweile jedes Notebook.
Viele Anwender möchten überall online sein. Deutlich gesunkene Preise für Datentarife - selbst Flatrates kosten heute nur noch 25 Euro pro Monat - rücken diesen Wunsch in greifbare Nähe. Wer regelmäßig mobile Datendienste per Notebook nutzt, sollte die Anschaffung eines Geräts mit integriertem HSDPA-Modul in Betracht ziehen. Im Gegensatz zu Expresscard- und USB-Lösungen steht es nicht vom Gehäuse ab, und die im Displayrahmen untergebrachten Antennen sorgen für einen etwas besseren Empfang. Es lohnt sich, bei den Mobilfunkprovidern mögliche Subventionen für Karten und Geräte zu prüfen.
Bluetooth ist nach wie vor nicht in allen Geräten integriert, könnte aber zur Anbindung von Handys und Headsets nützlich sein. Sie bieten bei Videokonferenzen einen deutlich besseren Klang als die im Displayrahmen integrierten Mikrofone. Auch eine Webcam ist nicht immer vorhanden. Wenn man darauf Wert legt, sollte sie eine Auflösung von 1,3 Megapixeln bieten.
Für Anwender, die ihr Notebook häufig als Desktopersatz nutzen, kann eine Dockingstation sinnvoll sein. Das Gerät muss dafür eine Schnittstelle bieten, was hauptsächlich bei Businessmaschinen der Fall ist. Ob der inzwischen häufig bei Consumer-Geräten eingesetzte Klavierlack gut aussieht, muss jeder für sich entscheiden. Praktisch ist er erfahrungsgemäß nicht: Die im täglichen Einsatz unvermeidlichen Gebrauchsspuren werden darauf schnell sichtbar. Gleiches gilt für Fingerabdrücke. Manche Hersteller liefern gleich ein Putztuch mit. Will man das Gerät also nicht ständig mit Samthandschuhen anfassen, sollte man sich für eine andere Lösung entscheiden.
Bei der Verarbeitung gibt es große Unterschiede: Schwachpunkte sind oft die Aufhängung des Displays und ein zu schwacher Rahmen. Wirkt das Gerät nicht solide, sollte man die Finger davon lassen. Die Belastung durch mehrjährigen Gebrauch ist nicht zu unterschätzen.
Ein kritischer Punkt ist die Tastatur. Nicht alle Modelle auf dem Markt bieten den gewünschten Schreibkomfort. Business-Notebooks sind hier meist besser als ihre Consumer-Pendants. Auch Trackpoint und Ziffernblock könnten für manche Anwender eine Überlegung wert sein.
Windows 7 ist bereits seit dem 22. Oktober auf dem Markt, aber noch nicht alle Maschinen im Handel sind damit ausgerüstet. Zwar gibt es dann üblicherweise im Rahmen einer Garantie für wenig Geld ein Upgrade, diesen Aufwand sollte man sich aber ersparen.
Viele Netbooks kommen mit dem abgespeckten Windows 7 Starter. Unter anderem fehlen Aero Glass, das Media-Center-Interface sowie die Möglichkeit, Heimnetzgruppen anzulegen. Wer Home Premium einsetzen möchte, sollte gleich zu einem Gerät mit dieser Version greifen. Zwar ist per Anytime Upgrade eine Aufrüstung möglich, aber nur zu einem vergleichsweise hohen Preis.
Weitere Infos
- Windows 7 Starter: Darauf müssen Netbook-Käufer verzichten[14]
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