Im zweiten Teil der Mini-Serie geht es um die Einrichtung des DHCPd-Dienstes des Internet Systems Consortium. Damit kommt das Projekt zum Abschluss. Der erste Teil beschäftigte sich mit der BIND-Seite von DNS-Diensten.
Der Artikel "So konfiguriert man die BIND-Seite eines DNS-Dienstes[1]" beschreibt die Anfänge des Aufbaus eines dynamischen DNS-Services, mit dem man zu jedem System des Netzwerks eine Verbindung aufbauen kann. Zudem ist es mit dem Service möglich, sich eine DHCP-gelieferte IP-Adresse anzeigen und die Vorwärts- und Rückwärts-DNS-Namen für das System automatisch einrichten zu lassen.
Jetzt soll der DHCPd-Service des Internet Systems Consortium[2] (ISC) konfiguriert werden, der Clients mit DHCP-basierten IP-Adressen versorgt und die DNS-Daten aktualisiert. Auch dieses Beispielsystem basiert auf einer CentOS-5.3-Konfiguration, aber mit einigen wenigen Pfadänderungen kann es auf jeder Linux-Distribution laufen. Außerdem werden wie im vorigen Beispiel der Home Network Domain Name "home.lan" und die Netzwerk-IP-Adresse 192.168.10.0 verwendet.
Die DHCPd-Konfigurationsdatei ist in der Regel /etc/dhcpd.conf. Sie liefert alle Laufzeitoptionen an DHCPd, ermöglicht es, Optionen für verschiedene Subnetze zu konfigurieren und statische IP-Adressen auf Basis der MAC-Adresse des anfordernden Systems zuzuteilen. Eine vollständige Konfiguration von DHCPd würde den Rahmen sprengen, daher konzentriert sich der Artikel auf die Aufgaben in Zusammenhang mit dynamischem DNS.
Zu Anfang sollte sichergestellt sein, dass ganz oben in /etc/dhcpd.conf folgende Schlüsselwörter definiert sind:
Dies definiert zahlreiche Optionen, die dynamische DNS-Updates ermöglichen. Es legt zudem die beiden relevanten DNS-Zonen fest: die Reverse-Lookup-Zone 192.168.0.0 sowie den Domainnamen home.lan. Und schließlich bindet es den "rndckey" (wie in /etc/rndc.key definiert) ein. Außerdem zeigt es, dass der primäre DNS-Server 192.168.10.2 ist - die IP, die der benannte Server abhört. Wenn der DHCP-Server sich auf demselben System befindet wie der DNS-Server, kann man stattdessen 127.0.0.1 verwenden. Allerdings muss sichergestellt sein, dass der name-Server darauf konfiguriert ist, die IP-Adresse 127.0.0.1, Port 53, abzuhören. Wenn auch statische System-IPs konfiguriert werden, die auf ihren MAC-Adressen basieren, kann man Host-Zeilen mit Hostnamen-Informationen schreiben. Das gewährleistet, dass unabhängig davon, was das Anschlusssystem als Hostname angibt, es einen spezifischen, vorbestimmten Hostnamen verwenden wird. Dies kann auf zwei Arten erfolgen. Die erste Möglichkeit ist, die Host-Angabe mit den zusätzlichen Optionen des dynamischen DNS zu definieren. Beispielsweise so:
So wird DHCPd angewiesen, den Hostnamen tyr.home.lan dem System mit der angegebenen MAC-Adresse zuzuordnen. Es wird die IP 192.168.10.1 außerdem jedes Mal statisch zuordnen und gibt DHCPd vor, den Hostnamen tyr dem name-Server zu melden, wenn das System eine Verbindung aufbaut.
Die zweite Option besteht darin, die Option Host-Name und die DDNS-Hostname-Schlüsselwörter wegzulassen. Stattdessen kann man A- und PTR-Daten in die benannten Bereichsordner für diesen Host speichern.
Sobald name-Server und DHCPd konfiguriert sind, müssen beide Dienste neu gestartet werden. An diesem Punkt kann man die Verbindung zu jedem System im Netzwerk aufbauen, und wer man sich die Logs ansieht (wie /var/log/messages), findet dort die "Konversation" zwischen dem name-Server und DHCPd, wenn DHCPd IP-Adressen an Client-Systeme ausgibt.
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