Kleines Slider-Handy mit HSPA: Sony Ericsson T715

Hersteller: Sony Ericsson
Listenpreis: 199 Euro
Fazit:

Das T715 ist ein Mobiltelefon, das sich schnell in der Hosentasche verstauen lässt - und dort sollte man es lassen. Es sieht zwar relativ gut aus, aber die verarbeiteten Materialien machen keinen soliden Eindruck. Der Mediaplayer ist recht gut, aber es gibt keine Buchse für einen 3,5-Millimeter-Kopfhörerstecker. Das Handy taugt zum Telefonieren und für einen schnellen Schnappschuss.

Pro
  • kompaktes Design
  • günstiger Preis
  • HSPA-Unterstützung
  • Mediaplayer sorgt für guten Klang
Contra
  • weder WLAN noch GPS
  • Sprachqualität teilweise schlecht
  • keine 3,5-Millimeter-Buchse
  • kein USB-Kabel im Lieferumfang
MITTELMÄSSIG
6,6
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
7 Punkte
Ausstattung:
6 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
7 Punkte
Design:
7 Punkte
Leistung:
6 Punkte

Testbericht Sony Ericsson T715

Die 3,2-Megapixel-Kamera macht relativ gute Fotos, wie man sie in dieser Preisklasse so nicht erwartet. Das Bildrauschen ist gering und die Farbtreue recht gut. Schnappschüsse gelingen flott, die Fotos sind auch zügig gespeichert. Ein Zoom oder Funktionen wie Gesichtserkennung gibt es zwar nicht, aber im Großen und Ganzen geht die Kamera in Ordnung.

Wer den Mediaplayer mit den beiliegenden Kopfhörern testet, wird vom Sound enttäuscht. Doch sobald man einen Ohrhöhrer der Oberklasse anschließt, ist man überrascht von der Klangqualität. Sie entpuppt sich für diese Preisklasse als sehr gut. Umso schwererer wiegt es, dass das Sony Ericsson T715 keine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse hat und man auf einen Adapter angewiesen ist.

Die Sprachqualität ist nicht perfekt, geht aber in Ordnung. Angerufene Personen berichten von starken Nebengeräuschen. Beim Anrufer lässt sich dieser Effekt nicht feststellen.

Nach Angaben von Sony Ericsson hält der 950-mAh-Akku im Standby-Modus bis zu 400 Stunden (GSM) durch. Bei Telefonaten soll die Stromquelle bis zu 10 Stunden reichen. Im Test mit moderater Nutzung samt MP3-Player und Spiele reicht der Akku für 135 Stunden und 20 Minuten. Also bei nicht allzu starker Belastung gut fünfeinhalb Tage - ein annehmbarer Wert.

Auffällig ist, dass das Handy trotz Akkudeckel aus Aluminium nicht besonders wertig wirkt. Einen großen Teil trägt dazu auch die Kunststoff-Abdeckung des Displays bei – sie ist schon nach wenigen Tagen leicht verkratzt. Und obwohl der Preis für das, was das T715 alles bietet, relativ günstig ist, würde man etwas mehr Solidität erwarten. Zudem fehlt im Lieferumfang ein USB-Kabel.

Fazit

Das T715 ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Obwohl es mit HSPA und MS-Exchange-Unterstützung in Richtung Geschäftswelt schielt, fehlen dem Handy WLAN und eine ordentliche Tastatur. Der Musikplayer geht in Ordnung, er gibt die Musik recht gut wieder. Aber auch hier ist man hin und her gerissen - warum fehlt die 3,5-Millimeter-Buchse? Die Kamera macht recht gute Bilder, doch auch hier fehlt etwas - nämlich ein Blitz. Insgesamt ist das T715 ein günstiges Mobiltelefon mit mittelmäßiger Ausstattung und Leistung.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
4 von 4 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

Videos

Rechenzentren: PUE-Wert von 1,2 dank eigenem Brunnen

Stromkosten sind für Betreiber von Rechenzentren eine immer größere Last. Besonders die zur Kühlung aufgewendete Energie fällt ins Gewicht. Die Münchener Firma IGN hat einen eleganten Ausweg gefunden. ZDNet stellt ...