Foto-Handy mit 12-Megapixel-Kamera: Samsung Pixon12 M8910

Hersteller: Samsung
Listenpreis: 629 Euro
Fazit:

Dank des hochauflösenden Sensors und des Xenon-Blitzes nimmt das Pixon12 auch in dunklen Umgebungen gute Fotos auf. Leider ist die Kamera gelegentlich etwas unzuverlässig: Manchmal löst sie nicht aus. Das M8910 ist ein gutes Handy mit erstklassigem OLED-Display, aber nur resistivem Touchscreen.

Pro
  • macht gute Fotos
  • Xenon-Blitz ermöglicht Bilder in dunklen Umgebungen
  • sehr gutes AMOLED-Display
  • anpassbarer Home-Screen
  • WLAN
Contra
  • resistiver statt kapazitiver Touchscreen
  • Oberfläche reagiert gelegentlich zäh
  • teilweise nimmt die Kamera Bilder nicht auf
MITTELMÄSSIG
6,4
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
6 Punkte
Ausstattung:
7 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
7 Punkte
Design:
7 Punkte
Leistung:
5 Punkte

Testbericht Samsung Pixon12 M8910

Samsung bietet unter dem Namen Pixon12 M8910 ein 12-Megapixel-Handy mit Touchscreen und Xenon-Blitz an. ZDNet hat das Mobiltelefon getestet und geprüft, ob die Kamera besser ist als die von Konkurrenzmodellen.

Mit dem Pixon12 M8910 schickt Samsung ein neues Handy in den Wettkampf um die höchste kameraauflösung. Aber sind viele Pixel eigentlich wichtig? Zumindest bei den Nutzern kompakter Digitalkameras hat es sich herumgesprochen, dass Pixel nicht alles sind. Es gehört schlicht mehr dazu, um gute Fotos aufzunehmen, als eine hohe Auflösung. Noch dazu erwarten Käufer des Pixon12 natürlich auch alle Grundfunktionen eines Touchscreen-Handys.

Blitz verzögert die Aufnahmebereitschaft

Wer das Pixon12 von hinten sieht, denkt, er blicke auf eine Ultrakompaktkamera. Die Linse ist erhaben, großzügig eingefasst und das Material rundherum texturiert - es wirkt, als wäre es aus Leder. Die Optik erinnert an die Gehäuse von digitalen Spiegelreflexkameras. Auf der Vorderseite hingegen sieht das Samsung so aus, wie man es von einem Touchscreen-Handy gewöhnt ist: großes Display, rote und grüne Telefontaste sowie ein Home-Button, der mittig dazwischenliegt.

Auf den ersten Eindruck ist man begeistert von der großen Linse und dem Xenon-Blitz. Fotografiert man jedoch im Auto-Modus, sind die Ergebnisse nur durchwachsen. Aber die Farben wirken sehr gut, und Bildrauschen ist im Vergleich mit anderen Handy-Kameras minimal. Auch der Blitz überzeugt - Fotos in dunklen Umgebungen gelingen gut, selbst wenn Motiv und Kamera in Bewegung sind. Nicht ganz so gut gelingen Bilder bei Tageslicht. Helle Bereiche wirken überbelichtet, und die Gegenlichtkompensation arbeitet nur mittelmäßig. Nahaufnahmen überzeugen wieder - sie gelingen gestochen scharf.

Der Xenon-Blitz eignet sich nicht für Video-Aufnahmen. Um das auszugleichen, haben die Entwickler eine zusätzliche Foto-LED für den Dauerbetrieb integriert. Die Testvideos können sich durchaus sehen lassen, wirken aber aufgrund der geringen Frame-Rate etwas ruckelig. Und, wie gehabt, helle Bildbereiche wirken überbelichtet.

Die Stärke des Blitzes ist übrigens gleichzeitig eine der großen Schwächen des Foto-Handys. Schließlich braucht es seine Zeit, bis er sich zwischen zwei Aufnahmen wieder aufgeladen hat. Mitunter dauert es eine Weile, bis die Kamera bereit ist, ein Bild aufzunehmen. Immerhin bittet eine Meldung den Fotografen um Geduld.

Doch das wirkliche Problem ist, dass das M8910 gelegentlich einfach kein Bild speichert. Man visiert ein Gesicht oder ein Objekt an, fokussiert es, drückt den Auslöser - und kurze Zeit später erscheint eine kryptische Meldung auf dem Display, dass das Bild leider nicht aufgenommen werden konnte. Dann reagiert das Gerät ein paar Sekunden gar nicht mehr. Kaum funktioniert es wieder, stellt der Nutzer fest: Das Foto ist nicht gespeichert. Laut Samsung tritt dieser Fehler auf, wenn der Xenon-Blitz noch nicht bereit ist. Dennoch, das stört massiv - und der Hersteller konnte nicht bestätigen, dass ein baldiges Firmware-Update das Problem behebt.

Wenn so etwas gelegentlich passiert, dann nervt das, aber man könnte damit leben. Im Test des Pixon12 tritt diese Verzögerung aber immer wieder auf. So oft, dass Fotografieren mit dem Handy nicht wirklich Spaß macht. So wie sich das Testgerät verhält, wirkt es einfach noch nicht ausgereift.

Überzeugen können jene Optionen, die die Fotofunktionen abrunden. Darunter sind Gesichts- und Lächelerkennung sowie Einstellungsmöglichkeiten zu ISO und Weißabgleich. Das integrierte GPS kümmert sich um Geotagging der Fotos, und es gibt Touch-to-Focus in einer erweiterten Version: Man tippt auf dem Touchscreen auf das gewünschte Motiv, die Kamera stellt es scharf - und hält es scharf, selbst wenn man den Bildausschnitt bewegt. Das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut, solange man das Handy nicht zu schnell schwenkt.

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