Arbeiten ohne Reflexionen: Notebooks mit mattem Screen

Die meisten Notebook-Displays haben eine Glare-Beschichtung, um die Nachteile billiger TN-Panels bei Farbdarstellung und Kontrast auszugleichen. Störende Spiegelungen sind die Folge. ZDNet stellt Geräte mit matter Anzeige vor.

2,2 oder 2,5 GHz? Egal! 250- oder 320-GByte-Festplatte? Nebensächlich. Mattes oder spiegelndes Display? Kaufentscheidend!

Obwohl viele Anwender Notebooks mit mattem Screen bevorzugen, sind in den letzten Jahren im Consumer-Bereich überwiegend Geräte mit spiegelndem Display auf den Markt gekommen. Begriffe wie Glossy, CrystalShine, TrueLife, TrueBrite und VibrantView suggerieren dem Käufer einen Mehrwert. In Wahrheit soll die spiegelnde Beschichtung den im Vergleich zu IPS- und PVA-Paneln deutlich billigeren TN-Panels, die heute meist zum Einsatz kommen, zu mehr Kontrast und einer besseren Farbdarstellung verhelfen.

Die Auswirkungen einer solchen Beschichtung sind trotz modellspezifischer Unterschiede immer dieselben: Je dunkler der Bildschirminhalt, desto mehr wird das Display zum Spiegel. Auch beim Lichteinfall von hinten kommt es zu störenden Reflexionen.

Insbesondere bei der mobilen Nutzung von Notebooks fallen die Nachteile ins Gewicht: Dimmt man die Hintergrundbeleuchtung stromsparend herunter, leidet die Lesbarkeit eines Spiegeldisplays erheblich. Auf einem matten Screen kann man dagegen deutlich mehr erkennen.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Extensa
am 24. Oktober 2009, 07:31 Uhr
Acer Extensa
Habe seit 3 Tagen einen Acer Extensa 5630EZ mit mattem Display. Es ist mittlerweile das 4 Acer NB, aber trotz Einsteiger Prozessor (Intel Pentium Dual Core T4300 Penryn)macht es einen guten Eindruck bei unschlagbarem Preis von ca. 395,-? inkl. Versand.Tastatur +++, Display +++, Schnittstellen+, Festplatte Western Digital WD1600BEVE Scorpio Blue 160GB - (zu klein), Vista Home Premium --- (Upgrade auf Win7 14,90? ++), Treiber für XP online +,
 
von Günter Strickhausen
am 24. Oktober 2009, 15:21 Uhr
Notebooks mt eingebauten SPIEGEL
Ich bin Anwender. Ich kann es nicht glauben, dass die Industrie SOLANGE gebraucht hat, um die Kundenwünsche zu realisieren. Aber das könnt ihr ja nochmal recherchieren.
 
von Momilo
am 15. November 2009, 11:02 Uhr
Auch Bildschirmformat ist untauglich geworden
Die Spiegelungen sind das eine Problem.

Das zweite ist das mittlerweile verwendete Format 16:9. Bei Filmen von DVD ist das ganz passend. Aber insbesondere für textlastige Anwendungen wie z.B. Programmierung, Surfen oder Textverarbeitung ist es ungünstig. Denn mit den Übergängen von 4:3 zu 16:10 und zu 16:9 war jedes Mal ein Verlust an sichtbaren Textzeilen auf dem Bildschirm verbunden. Stattdessen darf man nun die Anzeige hoch- oder herunterrollen.

Es wäre gut, wenn die Presse neben den verspiegelten Bildschirmen auch das mittlerweile untaugliche Bildschirmformat 16:9 problematisieren würde.
 
von Diddmaster
am 1. Januar 2010, 06:59 Uhr
Ja, bitte auch die 16:9-Problematik in einem weiteren Artikel behandeln.
Dafür wäre ich der Redaktion sehr dankbar. Man versucht das zwar mit dem Argument zu verkaufen, es entspräche dem menschlichen Sichtfeld, aber ich denke der wahre Grund für die Beliebtheit bei Herstellern/Verkäufern ist der Flächenverlust(= billiger) bei gleicher Diagonale. Hmpf, 16:10 sollte das äußerste sein, da es dem goldenen Schnitt nahe liegt. Lustig finde ich, dass zwei 16:10 hochkant nebeneinander ja 20:16 und damit wieder 5:4 ergeben. Ist das bei Entwicklung dieser Formate (sowie 16:9 auch 4^2:3^2 ergibt) bewusst so gemacht worden?

Naja, ich glaube leider nicht, dass noch irgendjemand diesen Post zu lesen bekommt, wohl auch aus der Redaktion nicht :(
 
von Diddmaster
am 10. Januar 2010, 00:17 Uhr
ZDNet-Redaktion
Ich erlaube mir den Kommentar einmal zu pushen, in der Hoffnung jemanden, der sich der Sache annehmen will und vor allem kann zu erreichen. Es wäre schon ein i-Tüpfelchen.
 
von Michael H.
am 21. September 2010, 13:53 Uhr
16:9 und matt
Ich habe ein 15" Notebook von 2003 mit mattem Bildschirm im 4:3-Format, ein 14" Notebook mit Glanzbildschirm im 16:9-Format sowie ein 17,3" Notebook ebenfalls Glanz/16:9. Ich stelle fest, dass mein ältestes Nobtebook für die Schreibarbeit sowie das Verwenden im Freien am geeignetsten ist, weshalb ich es auch nicht verkaufe. Ganz zu schweigen von dem Lautstärkeregler, der es einem schon beim BS-Ladevorgang erlaubt das NB stumm oder leiser/lauter zu stellen.

Nicht alle Neuerungen sind meines Erachtens von Vorteil. Häufig bleiben sinnvolle und nützliche Dinge auf der Strecke. Schade!
 
von Pavel
am 29. Juni 2010, 20:19 Uhr
AW: Ja, bitte auch die 16:9-Problematik in einem weiteren Artikel behandeln.
Ich bin gerade erst auf diese Diskussion gestoßen und stimme dem Vorkommentar voll zu. Leider verschärft sich die Situation immer mehr; selbst bisher angebotene Business-Modelle mit wenigstens 16:10 wurden auf 16:9 umgestellt (Dell Vostro). Ich habe dazu einmal meine Argumente formuliert; würde hier den Rahmen sprengen, darf aber gern kopiert, weitergegeben und (auch redaktionell) verwendet werden: www.wpavel.de/... oder direkt www.wpavel.de/...
 
von Ingolf
am 22. Oktober 2010, 08:25 Uhr
AW: Ja, bitte auch die 16:9-Problematik in einem weiteren Artikel behandeln.
Ich sehe dass ganz genauso und habe auch eine passende Bezeichnung
für das unsäglich schlechte 16:9-Format:

"Kellerfenster-Display".

Wenn sich das durchsetzt, verkaufen sich die Teile vielleicht nicht mehr
ganz so gut....
 
von Dirk W. N.
am 8. Dezember 2010, 17:37 Uhr
AW: Ja, bitte auch die 16:9-Problematik in einem weiteren Artikel behandeln.
Sie sprechen mir aus der Seele, was soll ich mit einem 16:9 Format? Selbst im Business-Bereich finden Sie immer mehr dieses schwachsinnige 16:9 wird ja von vielen Herstellern gerne auch mit 1366 x 768 Pixel angeboten. Okay, wenn ein Heimanwneder Filme auf der Kiste sehen möchte, lasse ich das noch gelten, aber auch immer mehr Business Notebooks kommen mit 15,6" und diesen obigen Auflösungen daher.Und ich schaue keine Filme auf dem Notebook, ist mir zu klein, dafür habe ich einen großen Fernseher!! Mir scheint, dass die ganze Hardware-Industrie überhaupt die Wünsche einiger Zielgruppen überhaupt nicht berücksichtigt.

Deswegen, bitte dranbleiben.
 
von Hajo
am 21. September 2010, 19:46 Uhr
Shavebooks
Nachdem ich bei Saturn, Mediamarkt & Co durch endlose Regalgassen mit durchgehend spiegelnden Displays getigert bin, habe ich über das Internet einen Lenovo Thinkpad erstanden. Sogar noch mit Trackpoint wie in alten Zeiten. Habe dabei auch noch 80 ? gespart.
Der Arbeitsschutz verbietet Spiegeldisplays im Büro und Labor, aber den vielen DAUs unter den Käufern drückt Ihr diesen Mist aufs Auge. Macht nur weiter so und produziert an den Wünschen der Endkunden vorbei.
Nicht nur am Display wird gespart, auch wichtige Schnittstellen werden einfach gestrichen. Ohne Firewire kann ich meinen miniDV-Camcorder vergessen, ohne SPDIF den Anschluß an die Surroundanlage. Diese Computer werden dann auch noch als Multimedia- Geräte verkauft. Ein Hohn! Das alles nur, um einen niedrigen Kaufpreis vorzutäuschen. Anschließend darf ich externe Schnittstellen teuer nachkaufen. Nein, danke. Mein 7 Jahre alter Vaio-Desktop hat das alles. Neukauf auf unbestimmte Zeit verschoben.