Was würden Sie davon halten, wenn Ihre persönlichen Dokumente plötzlich für jeden frei zugänglich im Internet stünden? Genau das ist am Wochenende Nutzern von Google Text & Tabellen passiert. Aber welche Konsequenzen zieht man daraus?
In der Diskussion geht es nicht in erster Linie um Google Text & Tabellen. Ich bin sicher, dass ähnliche Pannen auch bei anderen Diensten und Anbietern auftreten können. Schon morgen könnte Ihr Google-Mail- oder Hotmail-Postfach für jeden einsehbar sein. Regelmäßig hat man schon von ähnlichen Problemen gehört. Ich habe auch wenig Hoffnung, dass sich die Situation in Zukunft verbessert.
Es stellt sich grundsätzlich die Frage, wie sicher die schöne neue Welt des Cloud-Computing tatsächlich ist. Natürlich finde auch ich es unglaublich komfortabel, per Browser von überall auf meine Daten, Anwendungen und Einstellungen zugreifen zu können, nach solchen Vorfällen stellt sich aber eben doch ein ungutes Gefühl ein. Reicht das ungute Gefühl, um die Nutzung solcher Dienste einzuschränken oder ganz einzustellen, oder bleiben Sie aus Gründen der Bequemlichkeit dabei?


Lesermeinungen zum Artikel
Es gibt immer wieder Seilbahn-Unglücke, Flugzeug-Katastrophen, Meerschiffe sinken, ... - niemand kommt aber auf die Idee, dann auf bestimmte Technik ganz zu verzichten. Die Atomtechnik ist für mich eine Ausnahme, da die Dimensionen und Auswirkungen qualitativ anders sind, als bei konventionellen Lösungen. Klingt zinisch, aber die Unglücke/ Pannen tragen dazu bei, die technische Lösungen zu verbessern, weisen auf Verbesserungsbedarf hin.
Das war etwas fies, aber die Frage ist, sind andere Lösungen wirklich sicherer? Ich gehe davon aus, dass die google-Server deutlich sicherer sind als die meißten Privat-PCs. Outlook ist auch nicht die Sicherheitsfestung. Keine Technik ist 100% sicher. Wenn man sachlich diskutieren möchte, dann bitte mit Zahlen, Verfügbarkeit, Anzahl der Lücken, Reaktionszeiten etc. Hier fehlt wahrscheinlich auch noch die Methodik um SaaS mit lokaler Software zu vergleichen. Das wäre mal ein interessantes Thema. Ein bisschen tiefer gehend, als Artikel, die einzelne Pannen genüsslich zerlegen.
"Google: Keine Sicherheitslücke in Text & Tabellen" ;-)
Auch sollte man immer ganau überlegen welche der vielen "kostenlosen" Softwarepakete man nutzt.
Wenn es nichts daran zu verdienen gäbe würde man sie nicht veröffentlichen. Nur Universitäten verbreiten echte kostenlose Software, da sie von bezahlten Kräften oder Studenten geschrieben wird.
Alles andere ist durch Werbung oder Vermarktung der Nutzerinformationen finanziert. Da kann man schnell ohne Hose da stehen.