Erschwingliches Touchscreen-Handy: Samsung S5600

Hersteller: Samsung
Listenpreis: 200 Euro
Fazit:

Bei einem Preis von 200 Euro kann man dem Samsung S5600 einige seiner Schwächen durchaus nachsehen - zumal das Gerät einen guten Mediaplayer mitbringt. Eine Schwäche darf sich ein Handy allerdings nicht leisten: Die schlechte Sprachqualität führt zur Abwertung.

Pro
  • hervorragendes Touchscreen-Display
  • reagiert gut
  • guter MP3- und Videoplayer
  • günstig
Contra
  • schlechte Sprachqualität
  • keine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse
  • keine Speicherkarte im Lieferumfang
MITTELMÄSSIG
6,0
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
6 Punkte
Ausstattung:
6 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
7 Punkte
Design:
7 Punkte
Leistung:
4 Punkte

Testbericht Samsung S5600

Das Samsung S5600 ist ein preiswertes Touchscreen-Handy mit AMOLED-Display. Es bietet neben MP3- und Videoplayer eine 3,2-Megapixel-Kamera sowie ein UKW-Radio. Sogar HSDPA unterstützt das Handy. ZDNet hat getestet, wie gut das günstige Mobiltelefon ist.

Mobiltelefone mit Touchscreen sind preislich eher in höheren Regionen angesiedelt. Eine Ausnahme macht Samsung mit dem S5600. Es kostet circa 200 Euro und bietet dafür sogar ein berührungsempfindliches AMOLED-Display. Mit einer Diagonalen von 2,8 Zoll ist die Anzeige zwar nicht so groß wie beim iPhone 3G S (3,5 Zoll) oder dem Samsung i8910 HD (3,7 Zoll), aber für den Preis ist das Display des Mittelklassehandys dennoch relativ groß.

Ausstattung

Käufer eines so günstigen Touchscreen-Handys dürfen nicht dieselben Ausstattungsmerkmale erwarten, die sie bei den aktuellen High-End-Geräten bekommen. Schließlich kosten die meisten Mobiltelefone mit berührungsempfindlichem Display das Doppelte und iPhone sowie i8910 auch noch ein gutes Stück mehr. Das S5600 ist ein Mittelklassehandy mit einem Highlight: dem Display. Wer sich bislang noch mit einem alten Telefon mit Zifferntastatur herumschlägt, hat die Möglichkeit für einen vergleichsweise günstigen Preis ein fast tastenloses Mobiltelefon zu ergattern. Wer hingegen sicher ist, dass er die nächsten zwei Jahre mit einem Touchscreen-Modell verbringen möchte, bekommt bei etwas teureren Alternativen mehr Ausstattung für sein Geld.

Das fängt etwa bei der integrierten Kamera an. Das S5600 ist mit einer 3,2-Megapixel-Kamera ausgestattet. Die Kamera reicht für den einen oder anderen Schnappschuss problemlos aus, und dank einer Foto-LED gelingen sogar Aufnahmen in schummrigen Kneipen. Wer die Bilder nur auf dem Handy betrachten möchte, oder wer sie in seinen Facebook- oder Lokalisten-Account hochlädt, braucht gar nicht mehr. Doch wer die Fotos auch mal zu Papier bringen möchte, sollte sich nach Alternativen mit 5, 8 oder gar 12 Megapixeln umsehen, da diese Handys oft bessere CMOS-Sensoren verwenden.

Beim Surfen im Web überzeugt das S5600. Der Browser erledigt seinen Job gut und zeigt Seiten so, wie sie aussehen sollen. Dank UMTS-Turbo HSDPA klappt auch die Übertragung angenehm schnell, Wartezeiten sind auf ein Minimum reduziert. In diesem Punkt steht das günstige Handy deutlich teureren Alternativen kaum nach. Lediglich mobile Dauersurfer dürften das 2,8 Zoll große Display zu klein finden. Für eine kurze Fahrplanauskunft reicht die Anzeige aber aus.

Die weitere Software-Ausstattung ist eher rudimentär. Eine Ausnahme sind ein paar Touchscreen-Spiele. Einen App Store gibt es nicht, aber das S5600 unterstützt das Nachinstallieren von Java-Programmen - nur finden muss sie der Anwender eben selbst. Der Media Player ist nicht ganz so gut wie der auf den hochwertigeren Samsung-Touchscreen-Handys. So gibt er keine DivX- oder Xvid-Videos wieder. Immerhin kommt er mit Bewegtbildern in den Formaten MP4, H.264 und WMV zurecht. Außerdem spielt er MP3-, AAC- und WMV-Dateien ab.

Wie bei Samsung fast schon sind auch beim S5600 ein paar beondere Gimmicks integriert. So gibt es den bekannten Fake Call - ein unauffälliger, langer Druck auf eine Taste lässt das Handy kurze Zeit später klingeln. Das ist praktisch, um unliebsame Zeitgenossen abzuwimmeln. Außerdem verfügt das Gerät über Smart Unlock: Wer einen Buchstaben auf das gesperrte Display schreibt, startet direkt die zugewiesene Applikation. So könnte ein B den Browser starten, ein M den Media Player oder ein C die Kontakte in den Vordergrund holen. Das ist praktisch, allerdings kommt das S5600 lediglich mit sechs Zeichen klar. Schade - andere Samsung-Handys können mehr. Sie sind aber eben auch teurer.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
4 von 6 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

Videos

Rechenzentren: PUE-Wert von 1,2 dank eigenem Brunnen

Stromkosten sind für Betreiber von Rechenzentren eine immer größere Last. Besonders die zur Kühlung aufgewendete Energie fällt ins Gewicht. Die Münchener Firma IGN hat einen eleganten Ausweg gefunden. ZDNet stellt ...