Einer der ärgerlichsten Aspekte beim iPhone ist Multitasking. Wer zum Beispiel mit dem EDGE-Netz verbunden ist und versehentlich den Mail-Knopf drückt, kann für eine Weile das Telefon nicht benutzen. Und häufig genug hat eine Warnmeldung schon ein Telefongespräch abgebrochen. Das iPhone beherrscht einfach kein Multitasking.
Android-Handys und der Palm Pre können das. Beim Pre lassen sich problemlos mehr als eine Applikation gleichzeitig öffnen. Das Betriebssystem, unter dem der Pre und Android-Handys laufen, ist Linux, und Linux wurde für Multitasking und Netzwerke geschaffen.
Push-Mail
Die meisten Google-Applikationen sind gleich in das Pre-Betriebssystem eingebaut. Daher ist nicht nur die Integration nahtlos, sondern man erhält auch seine Google-Mails auf das Handy zugestellt, ohne etwas tun zu müssen. Man braucht nicht mehr den Mail-Client zu öffnen und zu warten, bis die E-Mails heruntergeladen sind. Das Feature funktioniert auch bei den Android-Handys. Natürlich kann das iPhone so eingestellt werden, dass es das Google-Mail-Konto häufig auf neue Nachrichten überprüft, sodass es wie Push wirkt. Aber das ist eben kein echtes Push. Außerdem werden der Pre und Android-Handys eine viel umfassendere Integration mit Google-Mail bieten, da eine Open-Source-Google-Mail-API (Web Storage Portability Layer) bereits entwickelt wurde. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis eines (oder beide) dieser Handys nahtlos in Tools wie eGroupware und Zimbra integriert ist.
Entwickler
Die Gesamtzahl von Open-Source-Entwicklern rund um die Welt ist nicht unbeträchtlich. Nun stelle man sich vor, sie alle würden daran arbeiten, interessante und praktische Applikationen zu entwickeln um das Gesamterlebnis mit dem Telefon zu verbessern. Genau dies steht dem Smartphone auf Basis der Open-Source-Technologie bevor. Dieses Modell hat sich schon beim Linux-Betriebssystem für PCs als effektiv erwiesen. Sobald ein Bug gefunden ist, wird er schnell und wirkungsvoll korrigiert. Das dürfte auch beim Pre und bei Android-Handys so sein. Wenn so viele Leute an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, wird es auch rasch erreicht.
Kreativität
Die Open-Source-Gemeinschaft wird viele kreative Möglichkeiten finden, um den Palm Pre zu nutzen. Mail-Server, Content-Management-Systeme, Netzwerksicherheitstools - es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Wie lange wohl die Open-Source-Gemeinschaft braucht, um eine Superleichtversion von Apache zu schaffen, die auf dem Pre oder einem Android-Gerät läuft? Man stelle sich vor, man könnte seinen eigenen Web-Server mit sich herumtragen. Oder vielleicht gelingt es schon bald, den Standard-Linux-Desktop auf die mobilen Geräte zu portieren - nichts scheint unmöglich.
Stimmen Sie mit der Meinung des Autors überein, dass Open-Source-Geräte die besseren Smartphones sind? Oder wird Apple, vielleicht sogar Microsoft mit Windows Mobile 7, den Kampf um die Markanteile gewinnen? Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel.


Lesermeinungen zum Artikel
Aber genau da liegt er falsch. Die Facebook Generation will überhaupt nicht individualisieren, facbook selbst lässt sich selbst überhaupt nicht anpassen nur um Funktionen erweitern und genau das gleich gilt für das iPhone. Apple bietet die Platform (ein sehr sehr gute Platform) und durch eine rege Entwicklergemeinde wird die Funktionalität durch Anwendungen erweitert. Ich stimme zu das dei Politik von Apple z.B.kein Firefox oder Google Voice zuzulassen mich etwas stört aber diese wird sich, wenn der Druck zu groß wird ,auch ändern (s. Matte Displays für Notebooks bei Apple). Und Apple hört auf sine Kunden auch wenn sie manchmal etwas schwerhörig sind.
Grundsätzlich bin ich auch für offene Standards und ich sezte viel OpenSource Software selbst ein, allerdings will ich bei einem Telefon, dass es reibungslos funktioniert und da happert es in meinen Augen bei der OpenSource Bewegung. Wenn sich die Applikationsvielfalt / Installtionsprozess so darstellt wie bei den vielen Desktop Linux Distributionen dann gute Nacht. Solange es kein "aufgeräumtes" Paketzentrum für Linux gibt, wird sich keine 0815 Anwender darauf einlassen, denn das Risiko sich durch inkompatible Pakete das System zuzerstören ist doch relativ hoch.
Um noch mal zu meinem Ansatzpunkt zukommen, die facebook Generation will kein OpenSource, die wollen etwas das sich immer und überall gleich bedienen lässt und auch aussieht (s. Facebook vs. MySpace). Wenn ich das Handy von jmd anderen benutzen will, dann will ich mich nicht erst noch 10 min mit einer mir vollkommen anderen Benutzeroberfläche vertraut machen müssen.
Somit lässt sich abschliessen sagen, dass sich aus meiner Sicht im Bereich der Mobilendgeräte erstmal kein OpenSource Platformen durchsetzen werden (sie haben es in den letzten 10 Jahren noch nichtmal im Desktop bereich gepackt). Es seidenn die Hersteller programmieren ihr eigene persönliche GUI auf ein Linux System aber dann sind wir auch schon wieder bei Apple.
- Sicherheit: Diese muss man immerwährend beweisen. Einfach mal zu behaupten, dass Open Source perse immer sicherer ist, ist mir da viel zu wenig und geht an der Realität vorbei. Der Autor kann ohne Belege dies nur glauben, er weiß es aber nicht.
- Anpassbare Smartphones: Will der Kunde das wirklich? Warum nur werden so viele iPhones verkauft, die das angeblich nicht können? Der Kunde spricht hier eine ganz eindeutige nämlich andere Sprache.
- Basiert nicht das iPhone auch auf einem Linux-Derivat wie OSX?
Es gibt oft mehr Gründe als die hier aufgeführten, die für oder gegen ein Smartphone durch den Konsumenten führen. Vor allen Dingen wurden wichtige Argumente einfach weggelassen: Das iPhone deckt nur den hochpreisigen Markt ab. Das Konzept funktioniert auch nur dort. Mobile und Linux decken dagegen einen breiteren Kundenkreis ab.
Seltsamerweise konnte Open Source sich nie auf ein einheitliches eingängiges Interface festlegen. Zum Einen ist das zwar eine Stärke (Vielfalt), in meinen Augen aber auch eine Schwäche. Denn der gewöhnliche Kunde will sich nur selten entscheiden müssen. Er will ein Gerät einschalten und einfach nur benutzen und nicht stundenlang rumfummeln, bis alles genau so drauf ist, wie er es haben möchte. Genau das macht das iPhone besser als alle anderen Geräte.
Solange die Verkaufszahlen von OS-betriebenen Mobiltelefonen einen nennenswerten Marktanteil erreict und Apple allen davongallopiert, können die Thesen des Autors einfach nicht stimmig sein.
Was bitteschön ist das denn für eine Aussage? Linux sicher einfach nur weil es Linux ist? De fakto ist ein labrig konfiguriertes Linux was nie ein update bekommt genauso unsicher wie ein windows. Des weiteren ist keine Sicherheitslücke bekannt die vom System kommt. Nur von IE.
Ich warte gespannt auf die kommenden Entwicklungen in diesem Bereich, auch denen von Apple.
Werde künftige Berichte darüber mit großen Interesse verfolgen.
Werde künftige Berichte darüber mit großen Interesse verfolgen.
Das iPhone schränkt einfach zu sehr ein.
Dinge, die für ältere Smartphones selbstverständlich waren, beherrscht das iPhone erst seit der jüngsten Generation.
Auf Apple angewiesen zu sein hat mir in der Beziehung Smartphone noch nie gefallen.
Ich fand mein iPhone echt toll - aber im Vergleich zu meinem jetzigen HTC sieht's einfach alt aus.