Microsoft will seine Datenbank SQL Server 2008 verstärkt als Plattform für Business Intelligence und Master Data Management ausbauen. Auch für Data Warehousing hat der Konzern neue Pläne.
Microsoft[1] gibt[2] mit dem Community Technology Preview 2 des Microsoft SQL Server 2008 R2[3] einen Ausblick auf die im nächsten Jahr zu erwartenden Funktionserweiterungen seiner Datenbank. Drei Themen stehen dabei im Mittelpunkt: Business Intelligence[4], Master Data Management[5](Stammdatenverwaltung), und Data Warehousing[6].
Dass in vielen Unternehmen die Tabellenkalkulation Excel für Business Intelligence eingesetzt wird, ist altbekannt. Das galt aber bisher als wenig professionell und nicht mit dem Einsatz "richtiger" Business-Intelligence-Werkzeuge vergleichbar. Microsoft ist jetzt angetreten, um Excel in Verbindung mit dem SQL-Server 2008 R2 und dem Sharepoint Server 2010 zu einem "Self Service Business Intelligence Tool" auszubauen.

Tobias Schmidt, Product Manager SQL Server & Business Intelligence bei Microsoft Deutschland (Bild: Microsoft).
Erfahrene Excel-User können ihre Abfragen damit selbst definieren , ohne auf die Dienste der IT-Kollegen zurückgreifen zu müssen. Ermöglicht wird dies durch eine neue, zentralisierte Management-Konsole des SQL Server 2008 R2 und das "Gemini[7]"-Add-In für Excel.
"Das Ganze läuft bereits auf einem Notebook mit 4 Gigabyte Speicher. Der Fachanwender kann so Daten etwa aus einem SAP-System per Knopfdruck laden und über Sharepoint an die Kollegen weitergeben, die sie dann bearbeiten können", sagt Tobias Schmidt, Product Manager SQL Server & Business Intelligence bei Microsoft Deutschland. Die neuen Werkzeuge seien leicht zu bedienen und für die deutschen Fachanwender, die zum größten Teil extrem fit im Umgang mit Excel seien, gar kein Problem, ist sich Schmidt sicher.Ein zweites neues Thema ist Stammdatenverwaltung. Mit den SQL Master Data Services[8] führt Microsoft eine Technologie ein, die auf den Produkten der vor fast genau einem Jahr zugekauften[9] zugekauften Firma Stratature beruht. Mit ihnen soll der sichere und problemlose Zugriff auf Stammdaten ermöglicht werden. Im Gegensatz zu den Produkten anderer Hersteller von Systemen für Master Data Management, die komplex und teuer sind, erhalten Microsoft-Kunden, die einen Software-Assurance-Vertrag abgeschlossen haben, die neuen Funktionen kostenlos.
Ein komplett neues Produkt einschließlich Hardware ist dagegen das Data Warehouse mit dem Projektnamen "Madison[7]“. Microsoft lässt der Erfolg von Oracle nicht ruhen, das mit dem gemeinsam mit HP entwickelten Data Warehouse "Exadata[10]" laut Larry Ellison das erfolgreichste Produkt der Unternehmensgeschichte auf den Markt gebracht hat. "Madison" soll sehr viel preisgünstiger werden als Exadata und dabei ähnliche Leistungen bieten. Als Hardware-Partner hat Microsoft Bull, Dell und HP gewonnen. Als Einstiegsmodelle sollen Geräte mit 128 Terabyte dienen. "Weil Madison auf Standardhardware läuft, können wir wesentlich günstiger sein als die Konkurrenz", sagt Schmidt.

Mit Hilfe der neuen, zentralisierten Management-Konsole des SQL Server 2008 R2 und des Gemini-Add-Ins für Excel sollen erfahrene User ihre Abfragen selbst definieren können und die Tabellenkalkulation damit zum echten Business-Intelligence-Tool werden (Bild: Microsoft).
URLs in diesem Artikel:
[1] = http:/
[2] = http:/
[3] = http:/
[4] = http:/
[5] = http:/
[6] = http:/
[7] = http:/
[8] = http:/
[9] = http:/
[10] = http:/