ZDNet bietet in diesem Special alle wichtigen Informationen rund um das Thema iPhone.

Das iPhone 3G S im Test: Ist es wirklich schneller und besser?

Hersteller: Apple
Listenpreis: 250 Euro mit günstigstem 2-Jahresvertrag bei T-Mobile
Fazit:

Das iPhone 3G S ist zwar keine Revolution wie die beiden Vorgängermodelle, aber die Neuerungen sind angebracht und bringen das Apple-Smartphone wieder auf die Höhe der Zeit. Es ist schneller, bietet eine längere Akkulaufzeit, und die neuen Ausstattungsmerkmale können überzeugen. Leider hat sich die Sprachqualität nicht verbessert.

Pro
  • verlängerte Akkulaufzeit
  • GPS jetzt mit Kompass
  • Kamera mit Autofokus und Videofunktion
  • Turn-by-Turn-Navigation
  • innovative Sprachsteuerung
  • schnellere Reaktionen
  • endlich MMS und Copy & Paste
Contra
  • kein austauschbarer Akku
  • keine Speichererweiterung mittels MicroSD-Karten
  • keine Flash-Unterstützung
  • keine Foto-LED
  • kein Multitasking
  • Sprachqualität nur durchschnittlich
  • teuer
SEHR GUT
8,4
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
8 Punkte
Ausstattung:
8 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
9 Punkte
Design:
9 Punkte
Leistung:
8 Punkte

Testbericht Apple iPhone 3G S

Glücklicherweise wird die Liste mit wünschenswerten Features mit jeder neuen Version des iPhones kürzer. Multitasking gibt es aber immer noch nicht. Manch einer bezweifelt vielleicht auch den Nutzen von mehreren gleichzeitig laufenden Applikationen, aber wer einmal gesehen hat, wie elegant der Palm Pre das Multitasking handhabt, wird feststellen, dass Apple da dringend nachziehen muss. Es ist schon frustrierend, wenn man bei einem Smartphone, das so viel kann, eine Anwendung schließen und ins Hauptmenü zurückgehen muss, um eine andere zu öffnen.

Wie schon erwähnt, lässt sich die Optik der Nutzeroberfläche nicht verändern. Obwohl es sehr gut ist, sich nicht durch etliche Menüs und Unterpunkte quälen zu müssen, wäre es sehr schön, wenn es mehr Möglichkeiten zur Individualisierung gäbe. Das gleiche gilt für das Überspielen von Dateien per Drag & Drop. Obwohl der Nutzer über das USB-Kabel Zugriff auf die Ordner der Kamera bekommt, lassen sich Bilder und Videos nur vom iPhone auf den PC kopieren. Wer Bilder, Videos und andere Dateien vom PC auf das iPhone übertragen will, muss dafür auf iTunes zurückgreifen. Und auch dann gibt iTunes vor, welche Dateien wohin verschoben werden können. Viele Telefone, darunter einfachen Handys und Highend-Smartphones, geben sich über USB als Massenspeicher aus. Es wird Zeit, dass Apple das auch einführt.

Noch ein Manko: Der Safari-Browser unterstützt immer noch kein Flash. Immerhin: Apple kennt diese Schwachstelle und es besteht Hoffnung, dass sie geschlossen wird. Aber in der Zwischenzeit hätte man doch zumindest Flash Lite integrieren können, um ein perfektes Web-Erlebnis zu garantieren. Apple hat sich lange gerühmt, mit dem iPhone das Internet mobil zu machen, aber überlässt das Feld der Browser mit Flash-Unterstützung nun der Konkurrenz.

Ob folgende Features jemals den Weg auf das iPhone finden werden, bleibt zweifelhaft. Erwähnen sollte man sie dennoch. So wäre ein Radio oder ein integrierter UKW-Transmitter wünschenswert. Aber selbst simple Dinge wie die Möglichkeit, Nachrichten als ungelesen markieren zu können, wäre eine schöne Sache. Dass man den Akku nicht selbst wechseln kann, ist noch so ein Unding. Welches Mobiltelefon soll man eigentlich verwenden, wenn das iPhone zum Akku-Tausch eingeschickt werden muss? Und nicht zu vergessen: Dieser Service kostet Geld!

Sprachqualität

Der Test des Quad-Band-fähigen (GSM 850/900/1800/1900) iPhone 3G S findet in San Francisco statt. Die Sprachqualität unterscheidet sich nicht merklich vom Vorgänger iPhone 3G. Wenn die Verbindung einmal steht, ist die Qualität gut. Stimmen klingen natürlich, und es ist nur wenig Echo zu hören. Manchmal sind allerdings Windgeräusche zu vernehmen. Für Telefonate in der Disco ist das iPhone 3G S nicht geeignet: Die Lautstärke könnte etwas höher sein.

Die Gesprächspartner stellen beim iPhone 3G S keinen Unterschied zum Vorgänger fest. Gelegentlich treten Hintergrundgeräusche auf. Die Nutzung sprachgeführter automatischer Hotlines stellt mit dem Gerät kein Problem dar.

Das Freisprechen funktioniert gut, aber nicht ausgezeichnet. Der externe Lautsprecher klingt eher weich, die Stimmen wirken aber nicht verzerrt – außer bei höchster Lautstärke. Die ist bei geringem Umgebungslärm allerdings auch nicht erforderlich. Die Verbindung zu dem Bluetooth-Headset BlueAnt Q1 klappt ohne Schwierigkeiten. Die Qualität ist zufriedenstellend.

Bei der Signalstärke ist leider keine Veränderung zum Vorgänger festzustellen. Der Handover zwischen EDGE und 3G bleibt wackelig. Das iPhone versucht nach wie vor, immer eine Verbindung zum 3G-Netz herzustellen – auch wenn das Signal sehr schwach ist. Wie beim iPhone 3G verbessert sich der Empfang, wenn man das 3G-Modul abschaltet. Mit der Zeit nervt das aber.

In schlecht ausgebauten Gebieten gibt es keine Unterschiede zum iPhone 3G. Empfangsstärke und Häufigkeit der Verbindungsabbrüche liegen auf demselben Niveau des Vorgängers.

Nach den Tests der FCC beträgt der SAR-Wert bei Gesprächen am Ohr 0,79 Watt. Damit stellt das iPhone 3G einen Negativrekord auf.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
49 von 58 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

Videos

Rechenzentren: PUE-Wert von 1,2 dank eigenem Brunnen

Stromkosten sind für Betreiber von Rechenzentren eine immer größere Last. Besonders die zur Kühlung aufgewendete Energie fällt ins Gewicht. Die Münchener Firma IGN hat einen eleganten Ausweg gefunden. ZDNet stellt ...