Diese Anwendungen müssen auf jedes Android-Smartphone

(http://www.zdnet.de/magazin/41005336/diese-anwendungen-muessen-auf-jedes-android-smartphone.htm)

von Yvonne Göpfert, 16. Juni 2009

Der Android Market bietet nicht nur Spiele und Tools zur Unterhaltung, sondern auch Nützliches für den Alltag. ZDNet hat den Software-Shop durchforstet und Programme gefunden, die auf keinem Android-Smartphone fehlen dürfen.

Android
Mit der Eröffnung des App Store[1] haben zusätzliche Programme für Mobiltelefone stark an Bedeutung gewonnen. Es gibt zwar schon lange die Möglichkeit, sich Anwendungen für Symbian-Smartphones oder Windows-Mobile-Geräte herunterzuladen. Doch die Tools liegen oft verstreut im Internet, sind kostenpflichtig und können nicht ohne weiteres mit nur einem Knopfdruck auf das Telefon geladen werden. Der Installationsprozess ist also nicht so intuitiv wie auf dem iPhone.



Das haben selbst die Mitbewerber wahrgenommen, und mittlerweile gibt es nach dem Vorbild des App Store auch Shops für die meisten Handy-Betriebssysteme. Allen voran der Android Market[2]. Wer ein G1 von T-Mobile, ein Magic von Vodafone oder ein Samsung I7500 von O2 besitzt, kann sich jederzeit direkt über das Internet neue Tools, Büro-Software oder Spiele auf sein Smartphone laden.

Beim Download der Software sollte beachtet werden, dass dies direkt über den Android Market geschieht. Denn nur so ist gewährleistet, dass keine Schadsoftware auf das Android-Smartphone kommt. Die Open-Source-Gemeinde und das Konsortium um Google wachen darüber - so wie Apple die Software im App Store prüft.

Um die Auswahl der inzwischen zahlreichen Anwendungen zu erleichtern, hat ZDNet hilfreiche Tools für den Alltag und die Arbeit ausgesucht. Die Software Locale beispielsweise kann der Nutzer so konfigurieren, dass sie sich dem Tagesablauf anpasst und verschiedenste Einstellungen von selbst vornimmt, ohne dass der Anwender Hand anlegen muss. Take Note behält Notizen im Auge und Fahrplan DE sagt, wie man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am schnellsten ans Ziel kommt - selbst auf dem Lande.Locale sorgt dafür, dass das Handy unterschiedliche Profile an jeweils vorher definierten Orten abruft. Geht der Android-Besitzer ins Büro, erscheint zum Beispiel ein anderer Hintergrund auf dem Handy, WLAN wird deaktiviert und wenn Freunde anrufen, vibriert das Handy nur, statt zu Klingeln. Meldet sich dagegen der Chef, hört man es in voller Lautstärke. Wenn der Nutzer nach Hause kommt, verschwindet der Kalender aus dem Display, WLAN wird aktiviert und ein Anruf des Chefs vibriert jetzt nur noch.

Android-Software: Locale
Mit der Software können verschiedene Profile festgelegt und hierfür Einstellungen auf dem Handy vorgenommen werden. Zum Beispiel die Profile Arbeit, Zu Hause oder Sportverein. Anhand von einmal eingestellten GPS-Daten für Büro oder Wohnung erkennt das Handy, wann es Klingeltöne für ausgewählte Kontakte, Kalenderanzeige, WLAN- oder Bluetooth-Einstellungen ändern muss. Auch die Helligkeit des Display lässt sich festlegen oder eine Benachrichtigungen setzen. Das Ganze funktioniert nicht nur Ortsabhängig, sonder auch bei mit voreingestellten Uhrzeiten.

ZDNet meint:

Das Programm spart eine Menge Zeit. Schließlich weiß das Handy von alleine, wann welche Funktionen gebraucht werden und stellt sie bereit. Verschieden Orte und die damit verbundenen Profile erkennt die Software zuverlässig. Minuspunkte kassiert das Tool allerdings bei der Umsetzung aller definierten Parameter. So hat es im Test den Kalender beispielsweise nicht angezeigt und auch bei ausgewählten Klingeltönen für bestimmte Kontakte funktioniert es nicht hundertprozentig zuverlässig.

Preis: kostenlos
Weitere Infos: www.twofortyfouram.com/notes.html[3]

Wer bei diesem Titel eine einfache Notizverwaltung erwartet, der irrt. Das Programm sorgt dafür, dass Notizen mit einem bunten Icon gekennzeichnet und in der Statusleiste oben im Display abgelegt werden. Die kleinen Zeichen gibt es für acht Bereiche, darunter Freizeit und Vergnügen oder Schule und Büro. Die verschiedenen Kategorien lassen sich mit bis zu zehn unterschiedlichen Symbolen kennzeichnen.



Das Icon bleibt jederzeit sichtbar, auch wenn der Nutzer andere Anwendungen wie den Browser oder das E-Mail-Programm aufruft. Der Notizzettel wird sichtbar, sobald der Nutzer die Statusleiste nach unten zieht. Ist der Text sehr lang, wird nur der Anfang der Nachricht dargestellt. Wenn der Anwender die Notiz antippt, wird sie komplett dargestellt.

ZDNet meint:

Schneller geht es kaum, sich eine Erinnerung zu setzen und sie nicht aus den Augen zu verlieren. Die Meldung kann jederzeit aus jedem Programm heraus geändert oder gelöscht werden. Schade nur, dass es nicht möglich ist, in jeder laufenden Applikation auch eine neue Notiz zu erstellen.

Preis: kostenlose Trial-Version, Vollversion 1,99 Dollar
Weitere Infos: notyouraverageapp@gmail.com Fahrplan DE bietet eine umfangreiche Fahrplanauskunft für Deutschland. Neben den großen ICE-, EC- und IC-Strecken der Bahn wird auch der Nahverkehr berücksichtigt. S- und U-Bahn, Busse und Straßenbahnen und sogar Schiffslinien sind für ganz Deutschland hinterlegt.

Android-Software: Fahrplan DE
Um eine Strecke berechnen zu lassen, müssen Abfahrtsort und Ziel eingeben werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Man kann entweder Ort und Straße über die Tastatur eintippen, die Heimatadresse abspeichern und als Start- beziehungsweise Zielpunkt nutzen oder die nächstgelegene Haltestelle per GPS suchen lassen. Sogar Sehenswürdigkeiten erkennt das Programm und leitet dorthin. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit sich Haltestellen per Google Maps anzeigen lassen.

ZDNet meint:

Das Programm ist ein Muss für alle, die viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Es bietet umfassende Funktionen, hilft bei der Suche nach der richtigen Haltestelle und kennt praktisch keine weißen Flecken auf der Deutschlandkarte. Selbst im ländlichen Raum hilft das Programm weiter. Fahrplan DE gibt es auch für Österreich (Fahrplan AT) und die Schweiz (Fahrplan CH).

Preis: kostenlos
Weitere Infos: www.elui.ch/mobile-strategy/[4] Wer eine ungewöhnliche Einleitung für die nächste Powerpoint-Präsentation braucht, sollte sich die Textsuche für Liedertexte ansehen. Die Software greift auf die Datenbank von Lyric Wiki zu und fahndet dort nach Liedtexten. Die Bedienung ist dabei so einfach wie bei Google.

Android-Software: Lyrci Search 2.2
Sobald Lyric Search aufgerufen wird, erscheint ein Eingabefeld, in das der Interpret eingegeben werden kann. Will der Nutzer nach einem Liedtitel suchen, muss er auf den Reiter rechts daneben klicken und gibt den Titel in das Suchfeld eingeben.

Es dauert etwa drei Sekunden, dann erscheint auf dem Display der komplette Songtext. Der gesamte Test lässt sich nun auf dem Mobiltelefon speichern oder in eine E-Mail kopieren. Allerdings muss dazu das Handy den Zugriff auf den MP3-Store von Amazon erlauben, sonst wird der Text nicht zwischengespeichert. Schön ist, dass man die passende Musik gleich online bei Amazon kaufen und herunterzuladen kann.

ZDNet meint:

Eine gute Idee, um Musiktexte in Ruhe lesen zu können. Doch die Güte der Textabfrage steht und fällt mit der Datenbank. Sie hält Songs des englischen Mainstreams bereit, auch ein paar deutsche Titel, beispielsweise von Herbert Grönemeyer sind zu finden. Mit französischen Chansons dagegen wird der Suchende weniger Glück haben.

Preis: kostenlos
Weitere Infos: www.cyrket.com/package/sch.dan.LyricSearch2_2[5] Die Fitness-Software für Jogger oder Walker protokolliert die zurückgelegte Strecke. Sie zeichnet Länge, Zeit und Geschwindigkeit des eigenen Laufs auf und lädt die Daten anschließend auf eine entsprechende Webseite, die als "Dashboard" bezeichnet wird. Der Anwender muss dazu lediglich die Dashboard-Synchronisierung in den Einstellungen aktiviert haben. Der Upload erfolgt automatisch und ohne manuellen Eingriff. Im Dashboard hat der Läufer die Möglichkeit, seine Strecken auf einer Landkarte anzusehen, denn sämtliche Trainingseinheiten werden in einem Verlauf gespeichert.

Android-Software: Buddy Runner
Der Buddy Runner sagt nicht nur, wo es lang geht. Die Software soll auch motivieren: Die Anwendung verrät zum Beispiel, wie viele Kalorien bei jedem Lauf verbrannt werden. Und in den Einstellungen kann sich der Nutzer alle 500 oder 1000 Meter beziehungsweise alle paar Minuten Zeit, zurückgelegte Kilometer und Geschwindigkeit ansagen lassen. Kleines Manko: Derzeit gibt es die Ansagen nur in Englisch.

ZDNet meint:

Der Buddy Runner ist ein gelungener Personal Trainer, den es zudem noch kostenlos gibt. Er zeigt alle wesentlichen Parameter beim Laufen mit großer Schrift an. So lassen sich die Infos auch während des Trainings gut ablesen. Lediglich eine Höhenangabe fehlt. Zum Wandern ist das Tool damit nicht geeignet.

Verbesserungswürdig ist der Schutz der Privatsphäre. Die Laufdaten, die der Anwender auf das Dashboard hochlädt, sind öffentlich. Vergleichbare Lösungen wie der Sportstracker von Nokia (nur für Symbian-Smartphones) sind da schon eine Stufe weiter: Der Nutzer darf nämlich wählen, ob er die Route öffentlich freigeben oder nur Freunden zugänglich machen will. Weiteres Problem: Wie alle Anwendungen, die GPS-Daten länger nutzen, saugt auch Buddy Runner kräftig am Akku.

Preis: kostenlos; der Upload auf die Dashboard-Webseite verursacht Datentraffic und somit kosten
Weitere Infos: www.buddyrunner.com[6]

URLs in diesem Artikel:
[1] = http://www.apple.com/de/iphone/appstore/
[2] = target=
[3] = http://www.twofortyfouram.com/notes.html
[4] = http://elui.ch/mobile-strategy/
[5] = http://www.cyrket.com/package/sch.dan.LyricSearch2_2
[6] = http://www.buddyrunner.com/