Gutes Geschäftshandy mit schwachem Akku: Nokia E75 im Test

Hersteller: Nokia
Listenpreis: 469 Euro
Fazit:

Beim Nokia E75 handelt es sich um ein attraktives Arbeitshandy mit allem, was man braucht und einem extrem schnellen Interface, das man nach kurzer Zeit nicht missen möchte. Der schwache Akku trübt leider den Gesamteindruck. Er hält bei starker Nutzung nicht einmal einen Tag durch.

Pro
  • attraktives Design
  • hochwertige Materialien
  • gute Tastatur
  • hervorragender E-Mail-Client
Contra
  • schwache Akkuleistung
  • Slide-Mechanismus fühlt sich wenig solide an
  • Display könnte größer sein
  • vergleichsweise teuer
GUT
7,2
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
6 Punkte
Ausstattung:
8 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
7 Punkte
Design:
8 Punkte
Leistung:
7 Punkte

Testbericht Nokia E75

Die Ausstattung von Nokias neuem E-Serie-Handy E75 lässt keine Wünsche offen. HSDPA, WLAN, GPS, 3,2-Megapixel-Kamera und ausziehbare QWERTZ-Tastatur versprechen ein tolles Mobiltelefon. Ob das Handy die Erwartungen erfüllt, zeigt der Test.

Dass Nokia gute Geschäftshandys bauen kann, haben die Finnen mit dem schon fast legendären Nokia E90 Communicator bewiesen. Neu im Programm ist das E75 - ein Business-Smartphone mit Vollausstattung.

Design

In Sachen Design lasst Nokia keine Zweifel aufkommen: Die aktuelle E-Serie sieht gut aus. Gelegentlich wirken die Handys zwar etwas altbacken, aber das gilt nicht für das E75. Seine reflektierende Oberfläche, der rostfreie Stahl und das Klavierlack-Finish setzen interessante Kontraste.

Wer das E75 aus seiner Verpackung nimmt, bemerkt sofort das unerwartet hohe Gewicht des Smartphones. Es bringt 139 Gramm auf die Waage - klingt nach nicht viel, aber der Unterschied zu Konkurrenzmodellen ist doch deutlich spürbar. Selbst das iPhone wiegt weniger.

Gesteuert wird das Handy über die Nokia-typischen Vier-Wege-Navigationstasten mit OK-Knopf in der Mitte. Dazu gibt es noch die übliche - wenn auch etwas klein ausgefallene - Telefontastatur mit Zifferntasten von 0 bis 9, Stern, Raute sowie diverse Soft- und Zugriffstasten. Das wahre Highlight des E75 ist allerdings seine seitlich herausschiebbare QWERTZ-Tastatur.

Ihr großes Tastenfeld ist deutlich praxisgerechter als der kleine Partner mit T9-Texteingabehilfe. Allerdings sind die Tasten nicht besonders erhaben und deshalb nicht immer ideal zu spüren. Doch dieses Manko macht die vergleichsweise große Breite jeder einzelnen Taste wieder wett. Man muss seine Finger aber daran gewöhnen, einen weiteren Weg beim Tippen zurück zu legen, als das bei anderen Smartphones mit kleineren Tasten der Fall ist. Nicht so ganz zum Premium-Anspruch des sonst hervorragend verarbeiteten Handys passt der Schiebemechanismus der Tastatur. Die Scharniere und Gelenke wackeln leicht und wirken anfällig - selbst, wenn das Handy zusammengeschoben ist.

Das Gerät ist mit einem Nokia-Ladeanschluss, einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse sowie einem USB-Port ausgestattet. Dazu gesellt sich noch ein Kartenleser für Micro-SD-Speicherkarten. Die Linse der 3,2-Megapixel-Kamera befindet sich samt LED-Fotolicht und Spiegel für Selbstporträts auf der Rückseite des Handys.

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