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HTC Magic: Vodafones Android-Smartphone im Test

Hersteller: HTC
Listenpreis: 570
Fazit:

Das HTC Magic überzeugt im Vergleich zum ersten Android-Handy G1 mit einem deutlich schmaleren Formfaktor. Die Vollausstattung haben beide Smartphones gemein, bis auf eine Foto-LED vermisst man höchstens noch eine Klinkenbuchse für den Kopfhörer. Schön ist das gute Betriebssystem und ein umfangreicher Softwaremarkt. Wenn es nicht stört, dass der Akku bei intensiver Nutzung bereits nach einem guten Tag schlapp macht, ist das Magic ein guter Kauf.

Pro
  • erstklassige Ausstattung inklusive HSPA, WLAN, Bluetooth und GPS
  • tolles Softwareangebot
  • reaktionsfreudige Oberfläche
Contra
  • bei intensiver Nutzung kurze Akkulaufzeit
  • Gehäuse wird schnell schmierig
  • keine Foto-LED
SEHR GUT
8,3
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
6 Punkte
Ausstattung:
9 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
9 Punkte
Bildqualität:
8 Punkte
Leistung:
9 Punkte
Software und Zubehör:
9 Punkte

Testbericht HTC Magic

Mit 3,2-Megapixel-Kamera, WLAN, GPS und HSPA bietet das HTC Magic fast die gleichen Ausstattungsmerkmale wie das T-Mobile G1. ZDNet zeigt, wo die Unterschiede liegen und wie sich das Android-Smartphone in der Praxis schlägt.

Vodafone hat mit dem Magic nach dem G1 das zweite Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android vorgestellt. Bis auf die QWERTZ-Tastatur des bei T-Mobile erhältlichen großen Bruders ist das neue HTC-Smartphone nahezu identisch ausgestattet. Seit Anfang Mai ist es in den Vodafone-Shops ab einem Euro zu haben - mit Vertrag, versteht sich. Ohne Vertrag verlangt Vodafone 569,90 Euro für das neue Android-Handy.

Design

Im Gegensatz zum T-Mobile G1 wirkt das Magic, besonders in Weiß, relativ elegant und handlich. Ihm fehlt die unter dem Display verborgene QWERTZ-Tastatur, und damit ist es deutlich flacher und attraktiver als das Gerät von T-Mobile - es hat mehr von einem schlanken Handy. Wie sein "Bruder" ist das Smartphone in Weiß und Schwarz erhältlich. In beiden Farben ist der Kunststoff glänzend, zumindest, wenn man das Smartphone aus seiner Verpackung nimmt. Denn binnen kürzester Zeit ist es übersät von Fingerabdrücken, wirkt schmierig und klebrig. Immerhin liegt eine Kunststoffhülle in Lederoptik bei, die das Gerät schützen soll. Sie ist aber eine reine Transporthülle - Bedienen und Telefonieren ist nicht möglich, solange das Magic in ihr steckt.

Am Rand gibt es bei beiden Farbvarianten einen silbergrauen, etwa einen halben Zentimeter dicken Streifen. Er wirkt, als wäre er aus Metall - ein erster kleiner Kratzer, der offensichtlich durch intensiven Kontakt mit einem Schlüssel oder Kleingeld in der Hosentasche entstanden ist, verrät aber: Das ist lackierter Kunststoff. In der weißen Ausführung wertet der Streifen das Design des Geräts etwas auf.

Die Rückseite ist völlig glatt. Es finden sich hier lediglich ein in Grau gehaltener Aufdruck "with Google" sowie die Linse der Kamera, die wie beim aktuellen HTC Touch Diamond 2 in einem Bereich aus geschliffenem Aluminium sitzt. Einen Blitz oder eine Foto-LED gibt es nicht. Oberhalb der Kamera befindet sich eine dünne Aussparung. Unter ihr sitzt der Lautsprecher des Smartphones.

Das zentrale Element auf der Oberseite ist der 3,2 Zoll große Touchscreen. Er löst 320 mal 480 Pixel auf - das ist zwar kein neuer Rekord, aber ordentlich. Inhalte wirken gestochen scharf, Farben realistisch, und auch beim Blickwinkel gibt es nichts zu bemängeln. Wie iPhone und G1 setzt auch das Magic auf einen kapazitiven Touchscreen. Dadurch kommt anstelle einer billig wirkenden und empfindlichen Oberfläche aus Kunststoff eine Glasscheibe zum Einsatz. Eine etwas bessere Antireflexionsschicht wäre ihr zwar gut bekommen, doch wenn die Sonne nicht direkt in die Anzeige spiegelt, ist sie auch im Freien problemlos ablesbar.

Unterhalb der Anzeige gibt es sechs mechanische Tasten. Darunter sind - klassisch - der grüne und der rote Telefonhörer. Etwas gewöhnungsbedürftig an dieser Stelle ist die Tatsache, dass ein Druck auf die rote Taste das Gerät in den Standby-Modus versetzt beziehungsweise wieder aufweckt - zurück ins Hauptmenü, wie bei anderen Handys, kommt man so nicht. Android-Neulinge werden ihr Smartphone also in den ersten Tagen diverse Male unbeabsichtigt abschalten, bis sie sich an die explizite Home-Taste oben rechts gewöhnt haben. Direkt daneben befindet sich eine Menü-Taste, die die aktuell verfügbaren Optionen einblendet. Im Home-Screen ermöglicht ein Druck darauf das Hinzufügen von Widgets oder das Austauschen des Hintergrundbildes, wer hingegen bei Google Maps auf Menü drückt, kann die Kartenansicht wählen, Verkehr ein- und ausblenden oder eine Routenberechnung starten. Dazu kommen noch zwei weitere Tasten: Zurück und Suche.

Die Zurück-Funktion ist vorbildlich implementiert und funktioniert anwendungsübergreifend. Wer sich also beispielsweise von Qype ein Restaurant in seiner Umgebung empfehlen lässt, aus dem Programm heraus die aktuelle Umgebungskarte in Google Maps abruft und von Google Maps aus in den Browser auf die Webseite des Lokals wechselt, kommt mit dem Zurück-Button immer den richtigen Schritt zurück. Das ist nicht selbstverständlich. Die letzte Taste - die Suche - ist nicht ganz so intuitiv. Im Android-Marketplace ermöglicht sie das Recherchieren nach Software. Im Browser hingegen öffnet sie die Navigationszeile zum Eintippen von Internet-Adressen.

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