Mit dem Internet Explorer 8 hat Microsoft seinen Browser auf eine deutlich robustere Basis gestellt: Ein gecrashter Tab oder ein fehlerhaftes Plug-in bringen nicht gleich den gesamten Browser zum Absturz.
Welche Probleme sich durch die neue Rendering Engine ergeben, hängt von den besuchten Websites des Anwenders ab. Früher oder später wird man aber nicht darum herumkommen, mit dem Kompatibilitäsmodus zu interagieren.
Zwar wirkt sich die schwache Java-Script-Performance im Alltagsbetrieb nicht so drastisch aus, wie es die Benchmarks suggerieren. Warum Microsoft in dieser Disziplin aber derart weit zurückfällt, ist nur schwer zu begreifen. Die Zahl AJAX-basierter Websites und Webanwendungen steigt ständig an, auch ihre Komplexität.
Web Slices und Schnellinfos sind ganz praktische Funktionen. Da sie standardmäßig im Browser implementiert sind, werden sie sicherlich schnell Verbreitung finden. Letztendlich bietet der Internet Explorer 8 aber nichts, was Nutzer von Chrome, Firefox, Opera oder Safari zum Umstieg bewegen könnte. Der Verlust weiterer Marktanteile ist damit quasi vorprogrammiert.
Obwohl der Internet Explorer in Windows integriert ist, haben sich Poweruser ohnehin längst um Firefox versammelt. Wer sich die tägliche Arbeit beispielsweise mit einem Greasemonkey-Script vereinfacht, wird sich nicht so schnell für einen anderen Browser entscheiden. Den Wert einer leistungsfähigen Plattform kennt Microsoft von Windows. Der hauseigene Browser hat diesen Status längst nicht erreicht.


Lesermeinungen zum Artikel
Wer es nicht glaubt kann den Test mal selbst ausprobieren:
service.futuremark.com/...
Antwort der Redaktion:
Die Mühe kann man sich auch sparen, indem man sich die Performance-Grafik von ZDNet ansieht. Grafik: Futuremark Peacekeeper
So langsam seh ich schon die ersten Schweissperlen auf SteveB's Stirn.
danke für das kurzweilige video an ZDnet, es hat mal wieder sehr anschaulich vor augen geführt was für ein ressourcen-fresser der IE8 ist.
Ich benutze den IE aus anderen Gründen nicht, finde Firefox einfach besser.
Was bringt es mir wenn ich so schnell über Bilder im Netz gehe.. und auf dem ersten Diashow war der IE schneller da.. ;)
Also ich erspare mir immer die installation von zusätzlicher Software.
ZDnet Team, macht mal einen Business Test. Will mal sehen wie schnell die Browser bei SAP Netviewer oder Ajax Anwendungen sind.
Das wäre mal ein lohnenswerter Test.. ich für meinen Fall mag den IE8 finde die neuen funktionen "out of the box" seh nützlich und muss mir nicht extra installieren. Aber hier unterscheidet sich wahrscheinlich die spielerei zum einsatz.
Grundsätzlich hat er durchaus sehr gute Funktionen, aber der Eingriff in das Gesamtsystem ist mir zu gross.
Worauf das Ganze hinaus geht, ist erkennbar. Cloud computing in den Anfängen,
ohne mich, da gerät man total in die Abhängigkeit.
Viele Grüsse
Dieter
Und dass der IE auf dem Netbook für den Fade-Effekt länger benötigt als die Anzeigedauer des Bilds dauert, spricht ja wohl für sich.
Auf einem perfekt eingerichteten und ausgemisteten XPprof SP3 läßt sich dieses Kunstwerk von IE8 gar nicht erst installieren - Firefox geht prima. Geht man abends auf die Site vom Billy darf man Deutschland und als BS XP auswählen doch was man dann als IE8 final bekommt hat die deutliche Kennzeichnung ENU. Das passiert auch bei Österreich - na, von Kollege-Amis kann man nicht erwarten daß sie wissen daß es keine Österreichische Nationalität gibt, und Deutsche und Ösis eben Brüder sind.
Weiter so Billy dann hat sich bald ein weiteres Monopol in Wohlgefallen aufgelöst.