Die wichtigsten Windows-7-Funktionen auf dem Prüfstand

(http://www.zdnet.de/magazin/41000280/die-wichtigsten-windows-7-funktionen-auf-dem-pruefstand.htm)

von Joachim Kaufmann, 5. Mai 2009

Ob Taskleiste, Desktop, Explorer, Media Center oder Heimvernetzung - Windows 7 wartet mit einer ganzen Reihe neuer und überarbeiteter Features auf. ZDNet hat die wichtigsten einzeln getestet und bewertet.

Spötter bezeichnen Windows 7[1] als das dritte Service Pack für Vista[2]. Technisch gesehen ist das nicht ganz falsch, denn an der Architektur hat Microsoft[3] nur geringfügig gerarbeitet. Mission der Entwickler ist es, die größten Vista-Macken auszumerzen und die Oberfläche etwas aufzupolieren.

Sieht man genau hin, entdeckt man im Vergleich zu Vista viele Neuerungen. Oft sind es die scheinbar banalen Änderungen, die die Arbeit in der Praxis deutlich erleichtern. ZDNet stellt die wichtigsten Windows-7-Features einzeln auf den Prüfstand.

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Windows 7: die Top-Features in Bildern[4]

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Die Superbar ersetzt unter Windows 7 die in Windows 95 eingeführte Taskleiste. Sie beherbergt frei wählbare Icons, die nicht nur zum Wechsel, sondern auch zum Start von Applikationen dienen.

Preview-Thumbnails geöffneter Programme werden etwas größer dargestellt. Sie bieten einen Schließen-Button und blenden das Fenster beim Darüberbewegen der Maus in voller Größe ein.

Der Rechtsklick auf ein Icon öffnet eine Sprungliste. Sie gibt Zugriff auf die zuletzt geöffneten Dateien oder – eine Anpassung durch den ISV vorausgesetzt – auf die wichtigsten Funktionen.

Pro
  • umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten bis hin zur alten Funktionsweise
  • alle Internet-Explorer-Tabs sind einzeln anwählbar
  • Anwender kontrolliert, welche Icons Platz finden
  • Anwendungen können durch Veränderung des Icons Nachrichten (neue E-Mail) signalisieren
Contra
  • Umgewöhnungsphase
  • Unterscheidung zwischen mehreren Instanzen einer Anwendung nicht möglich
  • weitere Instanzen eines Programms müssen über die Sprungliste geöffnet werden
Fazit
Die Superbar bietet Windows-Anwendern bislang nicht gekannten Komfort beim Zugriff auf Funktionen und Dateien. Man muss sich allerdings ein wenig umgewöhnen. Wer das nicht möchte, kann auf die alte Funktionsweise der Taskleiste zurückgehen.

Bewertung: gut 4 von 5 Sternen

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Windows 7 Superbar[5]

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Der Infobereich am rechten Rand der Taskleiste wurde im Rahmen der Umstellung auf die Superbar ebenfalls überarbeitet. Bislang ein Sammelbecken für Icons aller Art mit teils nervigen Benachrichtigungen, zeigt er künftig standardmäßig nur noch Icons für Lautstärkeregelung, Netzwerk, Akku (nur Notebooks) und Action Center an.

Über ein Drop-Down-Menü lassen sich weitere Icons gezielt hinzufügen. Der Anwender hat immer die volle Kontrolle. Auch Benachrichtigungen werden unterdrückt.

Pro
  • aufgeräumter
  • einfacheres Festpinnen von Anwendungen
Contra
  • keine Nachteile im Vergleich zum bisherigen Konzept
Fazit
Der neue Infobereich sorgt für mehr Ordnung auf dem Bildschirm. Man kann besser kontrollieren, was dort zu sehen ist. Störende Benachrichtigungen werden reduziert.

Bewertung: super 5 von 5 Sternen

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Windows 7 Release Candidate[6]

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Das Startmenü hat nur geringfügige Neuerungen erfahren. Anwendungen lassen sich per Mausklick jetzt einfacher festpinnen. Die von der Superbar bekannte Sprungliste wird in der rechten Spalte eingeblendet.

Statt zwei gibt es nur noch einen Button zum Beenden oder Zustandswechsel (Sperren, Standby) des Systems. Suchergebnisse spannen sich über die gesamte Breite.

Pro
  • aufgeräumter
  • einfacheres Festpinnen von Anwendungen
Contra
  • keine Nachteile im Vergleich zum bisherigen Konzept
Fazit
Da die wichtigsten Anwendungen jetzt in der Superbar unterkommen, verliert das Startmenü an Bedeutung. Kleine Änderungen verbessern die Bedienung.

Bewertung: befriedigend 3 von 5 Sternen
Die Funktion des Desktops hat sich leicht geändert: Nach dem Wegfall der viel kritisierten Sidebar werden Minianwendungen ausschließlich dort abgelegt.

Das Kontextmenü macht die Option zu Änderung von Bildschirmauflösung und Optik jetzt über separate Einträge schneller zugänglich. Unter Vista muss man erst den Umweg über den unübersichtlichen Dialog Anpassen gehen.

Pro
  • Kontextmenü bietet schnelleren Zugriff auf Funktionen
Contra
  • Desktop wirkt mit einigen Minianwendungen chaotisch
  • Laden der Minianwendungen kann den Systemstart verzögern
Fazit
Dass der Desktop jetzt als Sammelbecken für Mini-Anwendungen herhalten muss, ist eher negativ zu bewerten. Er sieht dadurch nämlich ständig ein wenig chaotisch aus. Auch der Start verlangsamt sich, da sie jedes Mal automatisch geladen werden.

Bewertung: befriedigend 3 von 5 Sternen
Fenster sind die Grundlage der Arbeit mit Windows. Windows 7 bietet einige Features, die den Umgang mit ihnen vereinfachen.

Aero Snap sorgt dafür, dass ein Fenster auf die Hälfte des Bildschirms skaliert wird, wenn man beim Verschieben mit der Maus den rechten oder linken Bildschirmrand berührt. Bei einer Berührung des oberen Bildschirmrandes wird das Fenster auf volle Größe maximiert. Bei jeder der drei Varianten nimmt es wieder die Ursprungsgröße ein, wenn man es abzieht.

Aero Peek macht Fenster transparent, wenn man den Mauszeiger auf eine kleinen Fläche rechts neben der Uhr bewegt. So hat man freie Sicht auf den Desktop, der jetzt die Minianwendungen beherbergt. Ein Klick auf die Fläche minimiert alle Fenster.

Aero Shake ist dagegen eher eine Spielerei: Schüttelt man ein Fenster mit der Maus, verschwinden alle anderen geöffneten Fenster in der Taskleiste. Eine Wiederholung des Vorgangs bringt sie wieder in die ursprüngliche Position.

Pro
  • Umgang mit Fenstern wird insbesondere auf größeren Monitoren wesentlich vereinfacht
Contra
  • Aero Snap funktioniert bislang nicht richtig im Multi-Monitor-Setup
Fazit
Aero Snap ist eines der Features, die man nicht mehr missen möchte. Die Platzierung von Fenstern, beispielsweise um etwas zu vergleichen oder abzuschreiben, ist damit wesentlich einfacher.

Bewertung: super 5 von 5 Sternen

Die Windows-Systemsteuerung wurde unter Windows 7 nur leicht modifiziert: In der Standardansicht zeigt sie wie unter Vista gruppierte Links, die einem in Klartext („Bildschirmauflösung anpassen“) die dahinterliegende Funktion signalisieren. Einige der ganz alten Dialoge, beispielsweise Schriften, wurden modernisiert.

Nach wie vor kommt jedoch die vom Server übernommene Microsoft Management Console zum Einsatz (Festplattenverwaltung), die aufgrund einer eher komplexen Oberfläche besser dort geblieben wäre. Die einfachste Möglichkeit, eine Einstellung zu finden, ist nach wie vor die Suche.

Pro
  • modernisierte Dialoge
Contra
  • nach wie vor unterschiedliche Bedienkonzepte
  • Anwender müssen sich erneut umstellen
Fazit
Von der Klarheit der OS-X-Pendants ist die Windows-Systemsteuerung weit entfernt. Zwar sorgen modernisierte Dialoge für mehr Einheitlichkeit, besser zu finden sind die Einstellungen deswegen aber nicht.

Bewertung: befriedigend 3 von 5 Sternen
Am linken Rand des Windows-7-Explorers sind wie unter Mac OS X die wichtigsten Orte auf dem Rechner verknüpft: Favoriten (frei definierbar), Libraries (Ersatz für "Eigene Dateien"), Homegroups (Heimnetzwerke), Laufwerke sowie vernetzte Computer. Eine Kategorisierung sorgt im Vergleich zu Vista für eine deutlich bessere Übersichtlichkeit.

In der jetzt weißen Symbolleiste sind überwiegend Textlinks ohne Icon zu finden. So will Microsoft den Blick des Nutzers mehr auf die Inhalte lenken. Der Button für das Umschalten der Ansichten ist an den rechten Rand gerückt. Dort befindet sich auch der unter Vista im Menü Organisieren versteckte Preview-Button.

Pro
  • Oberfläche wirkt aufgeräumter
  • Button für Preview-Funktion schnell erreichbar
  • Favoriten werden nicht mehr durcheinandergewirbelt
Contra
  • Preview-Fenster funktioniert nicht so elegant wie die Schnellansicht unter OS X
  • zeigt veränderte Netzwerkressourcen stark verzögert an
Fazit
Die kleinen Änderungen am Windows-Explorer machen in der Praxis einen großen Unterschied. Besonders der neue Favoriten-Bereich sorgt für mehr Übersichtlichkeit.

Bewertung: befriedigend 3 von 5 Sternen

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Windows 7 Explorer[7]

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Die Arbeit mit mehreren Monitoren ist heute mehr die Regel als die Ausnahme. Unter Windows Vista macht dies mitunter Probleme: Die Konfiguration ist relativ kompliziert, und Einstellungen verschwinden immer wieder.

Windows 7 bietet mit der Tastenkombination Windows + P die Möglichkeit, bei einem angeschlossenen Bildschirm zwischen verschiedenen Modi zu wechseln: gespiegelt, erweitert oder nur auf dem Beamer anzeigen.

Das Desktop-Kontextmenü ruft den neu gestalteten Dialog Bildschirmauflösung auf, der die Verwaltung mehrerer Monitore erheblich vereinfacht. Auch scheint Windows 7 die vorgenommenen Einstellungen nicht mehr zu verlieren.

Pro
  • modernisierte Dialoge vereinfachen die Konfiguration
  • Einstellungen bleiben erhalten
Contra
  • Zusammenspiel mit Grafikkartentreibern noch unklar
Fazit
Die Arbeit mit mehreren Monitoren unter Vista kann für viel Frust sorgen. Wenn man Glück hat, findet man einen guten Grafikkartentreiber, der zumindest die Einstellungen erhält. Windows 7 verspricht in dieser Disziplin Fortschritte.

Bewertung: gut 4 von 5 Sternen
Einer der größten Kritikpunkte an Windows Vista ist die Benutzerkontensteuerung, auch bekannt als UAC (User Access Control). Vielen Anwendern tritt sie viel zu häufig in Aktion. Als Alternative bleibt nur die komplette Abschaltung, was jedoch die Sicherheit des Systems gefährdet. In Windows 7 hat Microsoft dieses Manko beseitigt.

Zwischen den beiden Extremen Immer benachrichtigen und Nie benachrichtigen gibt es jetzt zwei weitere Stufen: bei Änderung von Windows-Einstellungen durch Programme sowie bei Änderung von Windows-Einstellungen durch Programme oder den Anwender. Erstere schlägt nur dann Alarm, wenn eine Software Administratorrechte benötigt. Der Aufruf von Funktionen wie Systemsteuerung durch den Anwender muss nicht mehr bestätigt werden. Das UAC-Problem wird auch dadurch entschärft, dass viele Programme seltener Administratorrechte benötigen.

Pro
  • weniger störend
  • kann individueller konfiguriert werden
Contra
  • noch ist unsicher, ob der höhere Komfort nicht auf Kosten der Sicherheit geht
Fazit
Viele Vista-Anwender werden die Änderungen an der Benutzerkontensteuerung begrüßen, da das Tool jetzt weniger aggressiv auftritt. Ob dadurch nicht die Sicherheit in Mitleidenschaft gezogen wird, muss sich aber erst noch zeigen. Erste Nachbesserungen hat Microsoft bereits vorgenommen.

Bewertung: gut 4 von 5 Sternen
Mit Windows 7 geht auch der Media Player in eine neue Runde. Version 12 bietet ein vereinfachtes Layout, das die Medientypen Bilder, Musik, Videos und TV-Aufzeichnungen nicht mehr in verschiedenen Bereichen organisiert. Auch die standardmäßig angezeigten Metadaten wurden auf ein sinnvolles Maß zurückgestuft.

Der Media Player 12 unterstützt neben WMV und WMA künftig auch die Formate AAC und H.264. DRM-geschützte Titel aus dem iTunes Music Store kann die Software aber nicht wiedergeben, da Apple die Fairplay-Technologie nicht freigibt.

Die Software beliefert von Haus aus auch Streaming-Adapter, die den DLNA-1.5-Standard (Digital Living Network Alliance) unterstützen. Beim Doppelklick auf Mediendateien startet Windows Media Player im Lightweight Playback Mode. Dabei werden nur die wichtigsten Bedienelemente angezeigt.

Pro
  • unterstützt mehr Formate von Haus aus
  • startet schneller
Contra
  • kein Podcast-Support
  • Formatunterstützung im Vergleich zu anderen noch immer relativ gering
Fazit
Der Media Player 12 übertrifft seinen Vorgänger in fast allen Bereichen. Er erreicht aber nicht den Leistungsumfang von Winamp und vergleichbaren Lösungen. Auch das Layout – insbesondere die Anzeige der Titelinformationen – könnte etwas klarer sein.

Bewertung: gut 4 von 5 Sternen

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Multimedia in Windows 7 [8]

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Libraries führen die Inhalte beliebiger Ordner zusammen. Sie müssen lediglich auf der lokalen Festplatte des Rechners gespeichert sein. Netzlaufwerke werden derzeit nicht unterstützt.

Windows 7 wird mit den Libraries Dokumente, Musik, Bilder und Videos ausgeliefert. Sie sind prominent im neuen Explorer platziert und haben einen persönlichen sowie einen öffentlichen Ordner. Dabei handelt es sich um die im Benutzerprofil (Name\Dokumente) beziehungsweise im öffentlichen Profil (Öffentlich\Dokumente) hinterlegten Pfade.

Jede Library bietet die Option, die darin gesammelten Dateien auf der Basis von Metadaten wie Aufnahmedatum oder Künstler zu organisieren. Windows 7 ermöglicht es, eigene Libraries anzulegen. Nach der Vergabe eines Namens muss man die gewünschten Verzeichnisse auswählen.

Pro
  • mehr Übersichtlichkeit durch Zusammenführung verschiedener Speicherorte
  • komfortable Dateiorganisation auf der Basis von Metadaten
Contra
  • funktioniert nur mit Ordnern auf lokalen Datenträgern
  • künftig hat man es mit Ordnern und Libraries zu tun
  • das bislang verfolgte Konzept Eigene Dateien geht darin nur teilweise auf
  • ohne Anpassung können nur Programme mit Libraries etwas anfangen, die den Standard-Windows-Dialog zum Öffnen und Speichern verwenden
Fazit
Libraries sind eine komfortable Möglichkeit, seine an unterschiedlichen Speicherorten abgelegten Dateien zusammenzuführen. Negativ ist, dass das Konzept bei Netzlaufwerken nicht greift und Eigene Dateien nur teilweise integriert sind.

Bewertung: befriedigend 3 von 5 Sternen

Die in Windows Vista eingeführte Navigation bleibt erhalten, eine überarbeitete Typografie macht sie ein wenig besser lesbar. Ansonsten hat sich Microsoft auf Feintuning konzentriert: Leicht geänderte Menüstrukturen erleichtern den Zugriff auf Funktionen wie Details, die bislang nur über ein Kontextmenü zugänglich sind.

Medieninhalte können jetzt durch einen Druck auf die Zifferntasten eins bis fünf der Fernbedienung bewertet werden. Bei der Wiedergabe von Musik blendet Media Center andere Alben als sich langsam bewegende Wand im Hintergrund ein.

Per Fernbedienung können Slideshows erstellt werden. Sie lassen sich mit Musik unterlegen und auf CD oder DVD brennen.

Turbo Scoll hilft dabei, schnell durch große Bild- oder Musikbestände zu navigieren. Dabei wird jedes 30. Element groß angezeigt, während die anderen Inhalte im Hintergrund unscharf vorbeifliegen.

Pro
  • weiter vereinfachte Bedienung
  • Oberfläche zeigt Akkustand
Contra
  • keine Bild-in-Bild-Funktion
  • keine Anzeige der Signalstärke bei DVB-T
Fazit
Neue Funktionen wie Turbo Scroll machen die Bedienung von Media Center komfortabler. Im TV-Bereich hätte Microsoft aber noch ein wenig nachlegen müssen.

Bewertung: gut 4 von 5 Sternen

Die Suche in Windows 7 arbeitet ersten Tests zufolge schneller als unter Vista und liefert bessere Ergebnisse. Trotzdem ist deren Qualität noch verbesserungswürdig. Wie Outlook markiert das neue OS die Suchbegriffe in den Ergebnissen gelb.

Das in der Breite veränderbare Suchfeld unterstützt den Anwender bei der Formulierung präziser Suchabfragen. Windows 7 zeigt nach einem Mausklick eine Auswahl relevanter Metadaten. In der Bild-Library kann man so beispielsweise schnell nach Bildern suchen, die in einem bestimmten Zeitraum aufgenommen wurden. Unter Vista muss man dazu die Syntax kennen.

Nach der Installation eines Searchproviders kann man über das Suchfeld andere Speicherorte wie einen Sharepoint-Server oder den Bilderdienst Flickr durchsuchen. Ergebnisse zeigt Windows 7 im Explorer.

Pro
  • einfachere Erstellung komplexer Suchabfragen
  • schneller
Contra
  • Qualität der Ergebnisse könnte besser sein
Fazit
Mit der Windows-7-Suche kann man seinen Dateibestand auf der Festplatte auch ohne Kenntnis der Syntax gezielt durchsuchen. Die Qualität der Ergebnisse könnte aber besser sein.

Bewertung: befriedigend 3 von 5 Sternen
Windows 7 bringt ein deutlich verbessertes Backup-Programm mit. Während man unter Vista nur entscheiden kann, welche Dateitypen (Bilder, Dokumente, TV-Aufzeichnungen) gesichert werden sollen, kann man jetzt auf Basis von Verzeichnissen arbeiten.

Die neue Software fügt Profile von erst später angelegten Nutzern dem Backup hinzu. Zudem wird automatisch ein Image des Rechners mit abgespeichert. Die Wiederherstellung eines Rechners fällt damit deutlich leichter.

Pro
  • Dateien von erst später angelegten Nutzern werden automatisch mitgesichert
  • Konfiguration auf Basis von Verzeichnissen
Contra
  • keine Negativpunkte
Fazit
Das Backup-Programm in Windows 7 ist im Vergleich zum Vista-Pendant ein deutlicher Fortschritt, da es endlich eine präzise Auswahl der Verzeichnisse ermöglicht. Allerdings ist das Interface bei weitem nicht so ausgeklügelt wie das von Apples Time Machine.

Bewertung: gut 4 von 5 Sternen

Computerprobleme lassen sich aus der Ferne deutlich einfacher lösen, wenn man die Anzeige auf dem Bildschirm sieht. Sind die beiden Rechner nur per Internet vernetzt, ist das unter Vista ein wenig kompliziert, da es den Versand von Konfigurationsdateien per E-Mail erfordert.

Mit Easy Connect vereinfacht Windows 7 diesen Prozess: Auf Basis des Peer Name Resolution Protocol mit seiner dynamische DNS-Namensveröffentlichung und -Auflösung finden sich die Rechner automatisch.

Fordert man Unterstützung an, muss man dem Helfer ein zwölfstelliges Passwort mitteilen. Daraus berechnet Windows 7 den Namen, unter dem der Rechner im Netz erreichbar ist. Der Verbindung ist schnell hergestellt.

Pro
  • einfache Erstellung einer Verbindung ohne Versand von Konfigurationsdateien
Contra
  • funktioniert aus nicht nachvollziehbaren Gründen manchmal nicht
Fazit
Easy Connect beseitigt die größten Hürden bei der Benutzung der Remoteunterstützung über das Internet. Jeder, der Hilfe sucht oder Support leistet, wird das Tool zu schätzen wissen.

Bewertung: gut 4 von 5 Sternen
Homegroups sollen unter Windows 7 die Heimvernetzung vereinfachen. Rechner finden sich automatisch. Über einen Assistenten können Libraries freigegeben werden.

Der neue Explorer zeigt den Eintrag Homegroups prominent im linken Teil des Fensters. Damit sind Ressourcen auf anderen Maschinen schnell zugänglich.

Pro
  • deutlich einfacheres Setup
  • freigegebene Ressourcen lassen sich schneller finden
Contra
  • funktioniert nur mit Windows-7-Rechnern
Fazit
Homegroups erleichtern den Umgang mit Netzwerken im digitalen Zuhause. Freigabe und Zugriff auf Ressourcen sind deutlich einfacher als zuvor. Das größte Manko ist, dass lediglich Windows-7-Rechner einer Homegroup beitreten können.

Bewertung: super 5 von 5 Sternen

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Netzwerkfunktionen unter Windows 7[9]

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Der Verlust eines externen Datenträgers hat häufig den Verlust sensibler Daten zur Folge - angesichts der wachsenden Verbreitung von USB-Festplatten und -Sticks ein großes Problem.

Microsoft erweitert die Festplattenverschlüsselung Bitlocker daher auf externe Datenträger und nennt das Feature Bitlocker to go. Ein übers Kontextmenü aufgerufener Assistent hilft bei der Vergabe eines Passworts. Danach erfolgt die Verschlüsselung. Man kann entscheiden, ob der jeweilige Rechner das Passwort speichert oder nicht.

Pro
  • einfache Absicherung externer Datenträger
Contra
  • nur in den Versionen Enterprise und Ultimate enthalten
Fazit
Bitlocker to go hilft dabei, dem Verlust sensibler Daten vorzubeugen. Dass für den Zugriff auf verschlüsselte Datenträger ein Windows-7-Rechner benötigt wird, schränkt das Nutzungsszenario für manche Anwender möglicherweise ein.

Bewertung: super 5 von 5 Sternen

Ob Webcam, Bluetooth-Dongle oder Drucker - an einen Rechner angeschlossene Geräte erfordern manchmal etwas Aufmerksamkeit. Die bislang in Infobereich, Systemsteuerung verstreuten Konfigurationsdialoge konsolidiert Windows 7 unter Geräte und Drucker. Das Fenster ist im Startmenü verknüpft.

Die Technologie, beispielsweise USB, Ethernet oder Bluetooth, spielt keine Rolle. Ein realitätsnahes Icon repräsentiert das jeweilige Gerät. Probleme signalisiert ein gelbes Warndreieck. Über das Kontextmenü kann man dann einen Troubleshooting-Assistenten starten, dessen Funktion sich bislang auf die Neuinstallation des Treibers beschränkt.

Pro
  • konsolidierte Ansicht aller angeschlossenen Geräte
  • schnellerer Zugriff auf Konfigurationsoptionen
  • integriertes Troubleshooting
Contra
  • nicht alle Geräte von Interesse, beispielsweise interne TV-Karten, werden angezeigt
Fazit
Geräte und Drucker sorgt dafür, dass an einen Windows-PC angeschlossene Geräte schneller konfiguriert werden können. Bedauerlich ist, dass Microsoft nicht auch andere Hardware-Komponenten wie die Grafikkarte dort integriert. Deren teils sehr umfangreiche Applets tummeln sich bislang im Infobereich.

Bewertung: gut 4 von 5 Sternen

Anwender arbeiten heute meist mit einer Vielzahl von Geräten, die aufgrund ihres Formfaktors bestimmte Vorteile bieten. So wäre es manchmal praktisch, einen Film von der Festplatte des Netbooks auf dem 24-Zoll-Widescreen des Desktops wiedergeben zu können. Dafür gibt es jetzt die Funktion Play to, die Teil des von Windows 7 unterstützten DLNA-1.5-Standards ist.

Über das Kontextmenü eine Mediendatei im Media Player 12 ruft man den Play-to-Dialog auf. Nach der Auswahl des gewünschten Geräts beginnt die Wiedergabe - vorausgesetzt, man hat sie vorher einmalig erlaubt.

Pro
  • einfache Nutzung vernetzter Hardware
Contra
  • nicht alle für die Wiedergabe interessanten Geräte unterstützen Play to
Fazit
Der Nutzen von Play to wird erst deutlich, wenn man das Feature in Aktion gesehen hat. Für das digitale Zuhause ist das Feature eine willkommene Neuerung.

Bewertung: super 5 von 5 Sternen

Aufgrund immer höherer Auflösungen erscheinen manche Elemente auf dem Bildschirm ein wenig zu klein. Mit Windows 7 führt Microsoft eine neue Lupe ein. Sie ist mit der Tastenkombination STRG + + jederzeit aktivierbar.

Es stehen drei Modi zur Verfügung: Vollbild, Linse und Dock. Bei letzterem werden die vergrößerten Bereiche in einem Fenster angezeigt.

Pro
  • einfache Vergrößerung von Bildschirminhalten
  • verschiedene Modi verfügbar
Contra
  • keine Negativpunkte
Fazit
Die überarbeitete Lupe ermöglicht es, Bildschirminhalte einfach zu vergrößern. So kann man die Vorteile einer hohen Auflösung nutzen und situationsbedingt beispielsweise Text besser lesbar machen.

Bewertung: super 5 von 5 Sternen

Die Beschreibung eines Computerproblems fällt oft schwer, da der Helfende nicht vor Ort ist. Problem Steps Recorder fertig bei jedem Klick einen Screenshot an und ermöglicht es dem Anwender, Kommentare hinzuzufügen. Am Ende wird alles in eine MHTML-Datei gepackt, die einfach per E-Mail verschickt und im Browser angesehen werden kann.

Pro
  • einfach zu bedienen
  • hilft bei der Beschreibung von Problemen
Contra
  • keine Negativpunkte
Fazit
Problem Steps Recorder ist ein sehr nützliches Tool, um Probleme mit dem Computer zu dokumentieren. Damit wird die Diagnose durch Dritte deutlich vereinfacht.

Bewertung: super 5 von 5 Sternen

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