Anders als die Anfang Januar auf der CES präsentierten Modelle basieren die jetzt vorgestellten Prozessoren auf der neuen Sockelspezifikation AM3. In die AM3-Prozessoren hat AMD zwei Speichercontroller integriert. Die Chips unterstützen neben DDR2-Speicher (maximal bis 1066 MHz) nun auch die DDR3-Technik mit bis zu einer Frequenz von 1333 MHz. Trotz neuem Sockel passen AM3-Prozessoren auch in Boards mit AM2+-Fassung. Das ist auch gut so, denn noch sind so gut wie keine AM3-Boards verfügbar, was sich aber in den nächsten Wochen ändern sollte. Schließlich haben schon einige Boardhersteller entsprechende Platinen angekündigt.
Hinsichtlich Performance sollte die Vewendung von DDR3/1333 gegenüber DDR2/1066 keine große Unterschiede ergeben. AMD selbst spricht lediglich von einem minimalen Vorteil der DDR3-Technik von etwa vier Prozent. Zudem sind DDR3-Bausteine nach wie vor teurer als vergleichbare DDR2-Module. Prozentual ist der Unterschied mit gut 50 Prozent Mehrkosten recht hoch. Bei den niedrigen Speicherpreisen beträgt der absolute Preisaufschlag bei einer Speichergröße von 4 GByte (Basis: OCZ Reaper HPC Edition 4 GByte DDR2 gegenüber OCZ Fatal1ty Edition 4 GByte DDR3/1333) allerdings nur 25 Euro .
AMD hat im offiziellen Presse-Briefing zur Vorstellung der neuen 45-Nanometer-Prozessoren lediglich Preise für den Phenom II X4 810 und X3 720 genannt. Demnach sind die Chips für 175 Dollar (X4 810) und 145 Dollar (X3 720) verfügbar. Die tatsächlichen Marktpreise dürften sich aller Erfahrung nach in den nächsten Tagen einstellen.
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