Multimedia statt nur E-Mail: Blackberry Curve 8900 im Test

Hersteller: RIM
Listenpreis: 360 Euro ohne Vertrag
Fazit:

Ein Smartphone, das man sich unbedingt anschauen sollte: Es ist formschön, klein und handlich, bietet eine Menge gute Funktionen sowie eine übersichtliche, intuitive Benutzeroberfläche. Leider unterstützt das Curve 8900 kein UMTS. Sonst wäre es nahezu perfekt.

Pro
  • faszinierendes Display
  • lange Akkulaufzeit
  • GPS und WLAN
  • verbesserter Trackball
Contra
  • kein UMTS
  • kleines Display
  • keine Navigationssoftware vorinstalliert
  • Tasten sind recht klein
SEHR GUT
8,0
von 10 Punkten
Ausstattung:
7 Punkte
Design:
9 Punkte
Leistung:
8 Punkte

Testbericht Blackberry Curve 8900

Die Sprachqualität des Curve 8900 erweist sich als recht gut. Vom Handy ins Festnetz hört sich alles klar und deutlich an. Bei Gesprächen von Mobiltelefon zu Mobiltelefon klingt das Curve leicht blechern. Die Lautstärke könnte minimal besser sein.

Der Klang des MP3-Players geht in Ordnung. Die Lautstärke ist sehr gut, und man bekommt sogar einen Hinweis, wenn eine von der EU als sicher deklarierte Lautstärke überschritten wird.

Beim Fotografieren muss der Nutzer im Vergleich zu anderen Mobiltelefonen mit 3,2-Megapixel-Kamera Abstriche machen. Dafür können das Display und die Videofunktion überzeugen, genauso wie Push-E-Mail. Für die Arbeit mit E-Mails ist das Blackberry prädestiniert, auch wenn die QWERTZ-Tastatur des Curve etwas klein ausfällt und deshalb die einzelnen Tasten sehr nahe beieinander liegen.

Das Surfen bereitet mit dem Web'n'walk-Browser von T-Mobile und RIM kein richtiges Vergnügen. Da muss eine Alternative Abhilfe schaffen, zum Beispiel der Opera Mini. Allerding kommt auch trotz des besseren Browsers das größte Manko des Curve 8900 zum Tragen: Das Smartphone beherrscht nur EDGE und nicht UMTS. Da fühlt man sich in die Zeit des ersten iPhone zurückversetzt.

Der Akku soll laut RIM vier Stunden Sprechzeit und über 16 Tage Standby bieten. Bei mittelmäßiger Nutzung von WLAN, MP3-Player, Internet und GPS hält das Smartphone im Test knapp über vier Tage durch. Das ist Spitze, war aber fast zu erwarten, denn die Blackberrys sind bekannt dafür, dass sie länger durchhalten als ihre Windows-Mobile-Pendants. Ist der Akku völlig leer, braucht es nur zwei Stunden, um ihn zu laden.

Fazit

Das Modell 8900 ist eine gelungene Weiterentwicklung der Curve-Reihe. Die Baureihe wurde in vielen Punkten verbessert. Auch der Preis stimmt. Schade nur, dass das Smartphone kein UMTS beherrscht. Der entscheidende Schritt aus seiner Nische ist RIM mit diesem Gerät aber nicht gelungen - das Curve 8900 ist eben auch vor allem eine Mail-Maschine. Alle, die ein schönes, solides Mobiltelefon mit Push-E-Mail-Funktion und QWERTZ-Tastatur suchen, sollten sich das neue Curve unbedingt anschauen.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
14 von 15 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

Videos

Rechenzentren: PUE-Wert von 1,2 dank eigenem Brunnen

Stromkosten sind für Betreiber von Rechenzentren eine immer größere Last. Besonders die zur Kühlung aufgewendete Energie fällt ins Gewicht. Die Münchener Firma IGN hat einen eleganten Ausweg gefunden. ZDNet stellt ...