Was leistet das Google Web Toolkit?

(http://www.zdnet.de/magazin/39195247/was-leistet-das-google-web-toolkit.htm)

von Lana Kovacevic, 11. September 2008

Auf dem Google Developer Day 2008 in Sydney hat Lars Rasmussen, Leiter der Entwicklungsabteilung von Google Australien, einen Überblick über das Google Web Toolkit (GWT) geliefert. ZDNet fasst seine Präsentation "AJAX mit dem Google Web Toolkit" zusammen und zeigt, was das GWT 1.5 Neues bietet.

Das GWT ist ein browserunabhängiges Open-Source-Framework. Es ermöglicht Entwicklern, AJAX-Anwendungen in Java zu schreiben und den Bytecode dann in Java-Script kompilieren zu lassen. Rasmussen erklärte, dass sich Google nicht wegen einer bestimmten Vorliebe für diese Sprache entschieden habe. Vielmehr seien eben für Java Unmengen von Tools verfügbar. Der endgültige Code soll schneller und kompakter sein als selbst geschriebener.

Das GWT ermöglicht Software-Entwicklung mit AJAX-Funktionen. Hier einige seiner Vorteile:

Folgende Eigenschaften des GWT erfüllen die Prinzipien der Web-Usability:

Den Browserverlauf kontrollieren

Die History-API des GWT ermöglicht den Zugriff auf den Stack des Browserverlaufs. Dadurch lässt sich kontrollieren, was passiert, wenn der Benutzer auf die Schaltflächen "Zurück" und "Aktualisieren" klickt. Auf diese Weise kehrt die Anwendung auch beim Klicken des Zurück-Buttons in denselben Zustand zurück.

Hier einige zentrale Merkmale der API:

Das GWT bietet eine Möglichkeit zur Internationalisierung von Anwendungen und Bibliotheken. Mit dem I18N-Paket lassen sich Anwendungen in andere Sprachen übersetzen. Zum Erstellen lokalisierter Nachrichten wird die Messages-Schnittstelle implementiert. Anschließend fügt man die entsprechenden lokalisierten Properties-Dateien hinzu. Die Properties-Dateien speichern die übersetzten Strings.

Das Aussehen von Widgets mit CSS verändern

Mit dem GWT kann man das Aussehen von Widgets mithilfe von CSS ändern und so Code und Präsentation trennen. Jedes Widget verfügt über einen Stilnamen, über den es per CSS identifizierbar ist.

Um beispielsweise die Schriftgröße aller Buttons zu ändern, bietet sich Folgendes an:


.gwt-Button { font-size: 150%; }

Optimierte Permutationen

Der GWT-Compiler erstellt mehrere Kompilierungen auf Grundlage aller möglichen Permutationen und speichert sie in einer Datei (suffix.cache.html).

Der Endbenutzer lädt nur die für den jeweiligen Zweck optimierte Kompilierung herunter, etwa eine Kompilierung für Firefox 3 und UK-Englisch. Diese Eigenschaft verbessert die Performance, denn der Benutzer lädt nur das herunter, was für ihn relevant ist.

JavaScript Native Interface (JSNI)

JSNI ermöglicht das Integrieren von JavaScript in den Java-Code unter Verwendung des Schlüsselbegriffs native. Der JavaScript-Code in JSNI-Methoden wird in einen Kommentarblock eingekapselt. Dieser beginnt mit /*-{ und endet mit }-*/. Er wird zwischen die Parameterliste und das schließende Semikolon eingefügt.

Was bietet GWT 1.5 Neues?

Einige Features der Version 1.5 sind:

Download-Informationen

Wer das GWT einmal ausprobieren möchte, kann es unter code.google.com/webtoolkit[1] herunterladen.

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[1] = http://code.google.com/webtoolkit