HTC Shift: Überforderter UMPC im Test

Hersteller: HTC
Listenpreis: 1100 Euro
Fazit:

Der Shift hat zu wenig Leistung, kostet zu viel Geld und ist zudem zäh zu bedienen.

Pro
  • umschaltbare Auflösung
  • Sliding-Mechanismus
  • integriertes HSDPA
Contra
  • hoher Preis
  • kurze Batterielauflaufzeit unter Vista
  • lauter Lüfter
  • kleine Tasten
  • Origami-Software
AUSREICHEND
5,5
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
5 Punkte
Design:
6 Punkte
Ergonomie:
6 Punkte
Leistung:
5 Punkte

Testbericht HTC Shift

Den windowsbasierten UMPCs war bislang kein großer Erfolg beschieden. Mit dem Shift startet HTC einen neuen Anlauf. Mit dabei: Windows Vista. Der Test zeigt, wie der kleine Rechner mit dem großen OS fertig wird.

Alle sechs Monate versucht wieder ein Hersteller, der dahinsiechenden Gattung der Ultra-Mobile-PCs (UMPC) neues Leben einzuhauchen. Samsung ist mit seinen drei oder vier Experimenten gescheitert, genau wie Asus und viele andere. Nun will es der PDA-Spezialist HTC wissen. Dessen als HTC Shift bezeichnetes Gerät sieht auf dem Papier auch recht gut aus. Er ist recht klein und besitzt einen Touchscreen sowie eine herausschiebbare Tastatur. Zudem lässt sich sein Display so aufklappen wie bei einem Notebook. Kann man dieses 1100-Euro-Modell ernst nehmen - oder handelt es sich dabei um ein zum Scheitern verurteiltes Experiment?

Design

Der Shift gleicht anderen UMPCs: Er ist rechteckig, besitzt ein 7-Zoll-Display, das den größten Teil der Vorderseite einnimmt, und ist mit einer Reihe von Funktionstasten am Bildschirmrand ausgestattet. Den Mauscursor kann man mittels eines rund 12 mal 12 Millimeter großen Touchpads steuern, das rechts am Bildschirm angebracht ist. Die entsprechenden Maustasten sind auf der gegenüberliegenden Seite angeordnet. Dieses Trackpad arbeitet eher ungenau, und man benötigt mehrere Daumenbewegungen, um den Cursor von einer Seite des Bildschirms an die andere zu befördern – eine ziemlich frustrierende Übung. Immerhin scheint dieses System etwas besser zu funktionieren als das des Packard Bell EasyNote XS.

Über dem Touchpad ist eine Taste angebracht, die den Communications Manager startet. Hier lassen sich Einstellungen für Modem, WLAN, Bluetooth und Push-E-Mail machen sowie Helligkeit und Lautstärke anpassen. Direkt darunter ist auch ein Knopf, mit dessen Hilfe sich die Bildschirmauflösung zwischen der physischen Auflösung von 800 mal 480 Pixel und interpolierten von 1024 mal 600 Punkten umschalten lässt. Die Vorderseite des Shift beherbergt einen Fingerabdruckleser und eine 1,3-Megapixel-Webcam. Zudem kann man zwischen Windows Vista Business und einer alternativen Benutzeroberfläche auf Windows-Mobile-Basis umschalten.

Die integrierte Tastatur ist die Trumpfkarte des Shift: Sie wird sichtbar, wenn man den Bildschirm nach oben schiebt. Diese Technik nutzen auch andere UMPCs, beim Shift kann der Screen jedoch zusätzlich nach oben geklappt werden, so dass er beinahe im rechten Winkel zur Tastatur steht. In diesem Zustand sieht das Gerät wie ein Mini-Laptop aus. Leider sind die Tasten so klein, dass das Tippen mit zehn Fingern kaum möglich ist.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
1 von 1 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

Videos

Rechenzentren: PUE-Wert von 1,2 dank eigenem Brunnen

Stromkosten sind für Betreiber von Rechenzentren eine immer größere Last. Besonders die zur Kühlung aufgewendete Energie fällt ins Gewicht. Die Münchener Firma IGN hat einen eleganten Ausweg gefunden. ZDNet stellt ...