Wer von Windows oder Linux auf den Mac umsteigt, wird einige Funktionen und Tastatur-Tasten vermissen. ZDNet zeigt, wie diese Extras auf Apple-Rechnern zu erreichen sind - und verrät Tricks, die längst nicht jeder Mac-User kennt.
Mac-Rechner lassen sich für die alltäglichen Aufgaben wie Mail, Word oder Internet einfach und ohne große Tricks bedienen. Wer aber mehr aus dem Apple-System herausholen will, ist auf ein paar hilfreiche Tipps angewiesen: Hierzu gehört beispielsweise die Bedienung per Tastatur, die oft schneller ist als per Mausklicks.
Schneller und vor allem einfacher lässt sich auch Safari bedienen: Erst mit dem richtigen Plug-in schöpft man den Apple-Browser voll aus. Aber auch die wichtigsten OS-X-Tools, mit denen sich viele Routine-Aufgaben erledigen lassen, sollte man kennen. Und wer den Finder, die Unix-Umgebung und Spotlight besser kennt, wird die Vorzüge des Macs erst richtig schätzen lernen.
Die wichtigsten Tastenkürzel
Wichtige Tastenkürzel[1] ersparen dem Anwender die teilweise umständlichere Steuerung mit der Maus. Folgende Tastenkombinationen sollte man auf jeden Fall kennen:
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Auch beim Mac kommt es vor, dass ein Programm nicht mehr reagiert. In diesem Fall hilft folgende Tastenkombination:
ALT+CMD+ESC
Anschließend öffnet sich ein Fenster, in dem sämtliche Anwendungen aufgeführt sind und nicht mehr reagierende Programme beendet werden können.
Wer von Windows auf den Mac umsteigt, wird feststellen, dass der Mac-Tastatur einige Tasten fehlen. So gibt es beispielsweise kein Pendant zu Pos1 und Ende. Ebenso wird man die Tasten für das Blättern des Bildschirms vermissen. Diese und andere Funktionen übernehmen stattdessen Shortcuts für die Fenster- und Anwendungssteuerung.
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Sonderzeichen generieren
Auf der Mac-Tastatur fehlen diverse Sonderzeichen wie geschweifte und eckige Klammern, aber auch das Tilde- und das Pipe-Zeichen sind nicht vorhanden. Mit Tastenkombinationen lassen sich diese Sonderzeichen generieren.
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Den Mac auf Shell-Ebene booten
Unter der Haube des Macs liegt das Betriebssystem Unix, das sich von erfahrenen Anwendern auch auf Shell-Ebene bedienen lässt. Hierfür stehen beim Booten des Apple-Rechners diverse Tastenkombinationen zur Verfügung, die kurz nach dem Start des Macs benutzt werden können.
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| Die Spotlight-Suche kann auch auf die Systemordner ausgedehnt werden. |
Safari 3 ist ein schneller[3] und leistungsfähiger Browser. Dennoch vermissen einige Anwender Funktionen, wie sie etwa Opera und Firefox bieten. Mit der Debug-Funktion lassen sich allerdings einige verborgene Funktionen aktivieren. Um den Develop-Modus einzuschalten, muss im Dienstprogramm "Terminal" folgender Befehl eingegeben werden:
defaults write com.apple.Safari IncludeDebugMenu 1
Mit dem Befehl defaults write com.apple.Safari IncludeDebugMenu 0 schaltet man den Modus wieder aus.
Mithilfe des Benutzer-Agents steht im Develop-Modus eine Funktion zur Verfügung, mit deren Hilfe man dem Safari-Browser vorgaukeln kann, er sei ein Firefox-Browser oder der Internet Explorer. Das ist zum Beispiel dann nützlich, wenn Webseiten zur Anzeige einen speziellen Browsern voraussetzen. Mit der temporären IE- respektive Firefox-Tarnkappe kann man in vielen Fällen auch mit Safari diese Seiten betrachten.
Hilfreich ist aber auch die Option "Webinformationen", die sich mit der Tastenkombination CMD+ALT+I aufrufen lässt. Hiermit steht vor allem Webseiten-Betreibern ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich die eigene Seite analysieren und auf Schwachstellen hin untersuchen lässt.
Verbessertes Tabbed Browsing
Wer die Möglichkeiten des Tabbed Browsing ausschöpfen will und sich geladene Sites als Mini-Preview ansehen möchte, installiert das STAND-Plug-in[4] von Hetima. Eine genaue Installationsanleitung findet siche im Mac-Blog[5]. Weitere Plug-ins bietet die Website PimpMySafari.com[6]
| STAND[7] verbessert das Tabbed-Browsing von Safari und stellt geöffnete Sites bei Bedarf als Mini-Preview dar. |
Der Mac bietet für kleine und größere Aufgabe praktische Tools, die sich vorzugsweise im Unterordner "Dienstprogramme" des Ordners "Programme" befinden. Jeder Macianer sollte zumindest die wichtigsten kennen.
Airport-Dienstprogramm: Damit lassen sich die WLAN-Geräte Apple Airport Extreme und Express inklusive WPA2-Verschlüsselung einrichten. Aber auch die Freigabe eines via USB-Port verbundenen Druckers geschieht mithilfe des Tools.
Aktivitätsanzeige: Wie mit dem Taskmanager unter Windows lassen sich mit Aktivitätsanzeige sämtliche aktiven Prozesse und Anwendungen anzeigen und bei Bedarf beenden. Aber man kann auch im Dock die einzelnen Parameter wie Prozessorauslastung, et cetera grafisch darstellen, indem man nach dem Start des Tools auf das Programmsymbol im Dock per STRG+Maustaste unter "Symbol im Dock" die entsprechende Anzeige auswählt.
Boot-Camp-Assistent: Der Boot-Camp-Assistent bereitet einen Mac für die Installation von Windows vor. Hierfür wird eine eigene Partition eingerichtet, auf die Windows installiert wird. Aber Vorsicht: Es sollte auf jeden Fall vorher ein Backup gemacht werden.
Festplatten-Dienstprogramm: Mit diesem Tool lassen sich Festplatten formatieren, partitionieren, Zugriffsrechte und Volumes reparieren. Auch ein ein RAID-Verbund und ein Festplatten-Image kann man damit anlegen beziehungsweise wiederherstellen. CD-/DVD-RW-Medien lassen sich mit dem Tool löschen, damit sie wiederbeschreibbar sind.
Migrationsassistent: Der Migrationsassist ermöglicht die einfache Übertragung von Daten eines alten Macs auf einen neuen. Dazu zählen Programme, Benutzer-, Netzwerk- und Computereinstellungen. Es lässt sich genau festlegen, was kopiert werden soll und was nicht.
Schlüsselbundverwaltung: Die Liste der Kennwörter, die sich der Anwender merken muss, wird jeden Tag länger, da fällt schon einmal das ein oder andere durch den Rost. Mit der Schlüsselbundverwaltung kann man per Suchfeld nach der Anwendung, dem E-Mail-Konto oder ähnlichem fanden, dessen Kennwort man vergessen hat. Nach der Eingabe seines Admin-Passworts (das man im Kopf behalten sollte) lässt sich der Zugriffscode in Klartext darstellen.
Terminal: Echte Unix- oder Linux-Freaks können wohl nicht anders, als den Mac per Zeilenkommandos zu bedienen. Wer die gängigen Unix-Befehle "man", "sudo" und "quit" kennt, wird das Terminal lieben. Allen anderen sei gesagt: Am besten die Finger davon lassen!
Um mehr Leistung aus Mac OS herauszuholen, kann auch ein näherer Blick auf diverse Aktualisierungen helfen. So sorgt beispielsweise das kürzlich erschienenen Java-Update für eine um bis zu 20 Prozent verbesserte Performance. Allerdings muss die Nutzung der neuen Java-VM den Programmen manuell mitgeteilt werden. Wie das genau funktioniert, hat ZDNet bereits in einem Blogbeeitrag[8] dargelegt.
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