Packprogramme reduzieren den Platzbedarf auf der Festplatte und verkürzen die Zeit für den Download. Die große Anzahl an Archivformaten ist allerdings verwirrend. ZDNet stellt vier besonders vielseitige Programme vor.
Packprogramme erfüllen zwei wichtige Funktionen. Zum einen reduzieren sie die Größe von Dateien, zum anderen fassen sie mehrere Dateien zu einer einzigen zusammen. Als PCs noch kleine Festplatten besaßen und für die Datenübertragung nur Telefonmodems oder ISDN zur Verfügung standen, war die Kompressionsrate eines Packprogramms das wichtigste Feature. Heute kommt es dagegen vor allem auf die einfache Bedienbarkeit eines Packers an - und darauf, dass er möglichst viele Formate beherrscht.
Mit PKZIP[1] machte Phil Katz[2] 1989 Kompressionstechnologie einer breiten Masse zugänglich. Das ZIP-Format[3] ist auch heute noch der meistverwendete Standard beim Packen von Dateien. Moderne ZIP-Programme bieten verbesserte Kompressionsverfahren für das ZIP-Format an. Um zu allen Programmen kompatible ZIP-Archive zu erstellen, sollte man sich auf den Algorithmus Deflate[4] beschränken.
Die Begrenzungen des ZIP-Formats auf 65.535 Dateien und eine maximale Größe von 4 GByte pro Datei haben zu neuen Formaten geführt, die von diesen Beschränkungen frei sind. Die bekanntesten sind RAR[5] und 7z[6].
Ein Klassiker unter den Packern ist WinZip. Das kompakte und funktionelle Tool besticht durch einfache Bedienung. Der Anwender hat einen schnellen Zugriff auf alle Funktionen und kann zwischen der klassischen Ansicht oder einem komfortablen Assistenten wählen, der leicht verständlich auch Ungeübte durch alle Arbeitsschritte führt.
WinRAR ist ein RAR- und ZIP-Packprogramm für Windows, das entpacken, verwalten und archivieren kann. Der Vorteil von RAR-Dateien ist, dass sie bis zu 15 Prozent kleiner sind als ZIP-Dateien. Das Tool unterstützt das Auspacken der Formate cab, arj, lzh, tar, gz, tar.gz (tgz), ace, bz2 (tbz), tar.bz2, jar, iso, 7z, Z und tar.Z (taz).
IZArc heißt eine Freeware, die sehr viele Formate unterstützt. Die Software ermöglicht Drag and drop vom und zum Windows-Explorer und ermöglicht das Anlegen von Multispan-Archiven. Zudem bietet IZArc eine AES-Verschlüsselung mit bis zu 256 Bit.
Ziel des Open-Source-Programm 7-Zip ist es, die Kompressionsrate von WinRAR zu übertreffen, was meistens gelingt. Der 7-Zip-Algorithmus LZMA[7] ist dabei öffentlich zugänglich. Für UNIX-Derivate gibt es eine Kommandozeilenversion. Das Tool packt 7z, zip, gz, bz2 und tar und entpackt darüberhinaus rar, cab, iso, arj, lzh, chm, msi, wim, Z, cpio, rpm, deb und nsis.Ein Klassiker unter den Packern ist WinZip. Das kompakte und funktionelle Tool besticht durch einfache Bedienung. Der Anwender hat einen schnellen Zugriff auf alle Funktionen und kann zwischen der klassischen Ansicht oder einem komfortablen Assistenten wählen, der leicht verständlich auch Ungeübte durch alle Arbeitsschritte führt.
WinZip beherrscht zusätzlich zum ZIP-Format das Auspacken der Formate cab, Z, gz, tar, tar.Z (taz), tar.gz (tgz), rar, und bz2. Dateien mit den Erweiterungen lzh, arj und arc können nur dann verwendet werden, wenn passende Packer und Entpacker[8] auf dem Rechner installiert sind.
Weitere Features
- Miniaturansicht von Bildern
- Kompressionsoptimierung speziell für WAV-Dateien
- automatische Updates
- Integration in den Windows-Explorer
- Unterstützung für das 64-Bit-ZIP-Format mit mehr als 65.535 Dateien und Dateien größer als 4 GByte
- AES-Verschlüsselung mit 128 und 256 Bits
- E-Mail-Anbindung
- Erstellung von selbstextrahierenden ZIP-Dateien
- Aufteilen von großen ZIP-Dateien in mehrere kleine
Fazit WinZip bietet viele Funktionen. Volle Unterstützung ist allerdings nur für ZIP-Dateien gegeben. Andere Formate können entweder nur ausgepackt werden oder erfordern zusätzlich externe Programme. Dabei handelt es sich zu allem Überfluss noch um MS-DOS-Programme, die nur 8.3-Dateinamen beherrschen und unter 64-Bit-Windows-Versionen nicht laufen.
Zum Download[9]WinRAR ist ein RAR- und ZIP-Packprogramm für Windows. Dateien lassen sich entpacken, verwalten und archivieren. Der Vorteil von RAR-Dateien ist, dass sie bis zu 15 Prozent kleiner sind als ZIP-Dateien. Das Tool unterstützt das Auspacken der Formate cab, arj, lzh, tar, gz, tar.gz (tgz), ace, bz2 (tbz), tar.bz2, jar, iso, 7z, Z und tar.Z (taz).
Weitere Features
- maximale Archivgröße von über acht Milliarden Gigabyte
- 128-Bit-AES-Verschlüsselung
- Erstellung von selbstextrahierenden Archiven
- Konvertierung anderer Formate zu RAR
- Reparaturfunktion für beschädigte Archivdateien
- Multiprozessorunterstützung
- Bearbeiten von ISO-Images mit Unicode- und UDF-Unterstützung
WinRAR kann viele Formate lesen und besitzt darüber hinaus eine ganze Reihe von Komfortfunktionen. Überzeugend ist vor allem die Robustheit. Aus beschädigten Archiven kann WinRAR oft alle Dateien retten, da ein Fehlerkorrekturalgorithmus eingebaut ist.
Zum Download[10]IZArc 3.81 heißt eine Freeware, die sehr viele Formate unterstützt. Die Software ermöglicht Drag and drop von und zum Windows-Explorer und das Anlegen von Multispan-Archiven. Zudem bietet IZArc eine AES-Verschlüsselung mit bis zu 256 Bit.
Weitere Features
- Lesen und Schreiben von Archiven in den Formaten zip, cab, bh, bz2, gz, jar, lzh, tar, 7z, bga und yz1
- Lesen von Archivdateien in den Formaten a, ace, arc, arj, b64, bz2, bza, cpio, deb, enc, gca, gza, ha, jar, lib, mbf, pak, pk3, rar, rpm, tar.Z (taz), tar.bz2 (tbz), tar.gz (tgz), tz, war, Z und zoo
- Unterstützung für die proprietären CD-Images iso, bin, mdf, nrg, img, c2d, pdi und cdi verschiedener Brennprogramme
- erstellt, konvertiert, löscht und repariert Archive
- Integration in die Kontextmenüs des Windows-Explorers
- externes Antivirenprogramm integrierbar
Die Freeware IZArc ist von der Oberfläche einfach, aber funktionell gehalten. Ihre Stärken liegen in der Vielzahl der unterstützten Formate. Ein altes, wiedergefundenes Archiv in einem ehemals populären Format kann mit IZArc meist ausgepackt werden. Praktisch ist auch die Möglichkeit, CD-Images in andere Formate umwandeln zu können.
Zum Download[11]Ziel des Open-Source-Programm 7-Zip war es, die Kompressionsrate von WinRAR zu übertreffen, was meistens gelingt. Den zuständigen 7-Zip-Algorithmus LZMA[7] kann jeder öffentlich einsehen. Für UNIX-Derivate gibt es eine Kommandozeilenversion. Das Tool packt 7z, zip, gz, bz2 und tar und entpackt darüberhinaus rar, cab, iso, arj, lzh, chm, msi, wim, Z, cpio, rpm, deb und nsis.
Weitere Features
- Unterstützung für selbstextrahierende Archive
- Multiprozessorunterstützung
- AES-Verschlüsselung bis zu 256 Bit
- Plug-in für FAR-Manager[12]
- Integration in Windows Explorer
- 64-Bit-Version verfügbar
Der ZDNet-Test zeigt, dass ZIP-Dateien in der Regel 50 Prozent größer als 7z-Dateien sind. Im Vergleich zu IZArc werden weniger Archivarten unterstützt. Dafür beherrscht 7-Zip viele neue Formate, beispielsweise WIM, das Microsoft bei der Installation von Windows Vista[13] und Windows Server 2008[14] verwendet.
Zum Download[15]
URLs in diesem Artikel:[1] = http:/
[2] = http:/
[3] = http:/
[4] = http:/
[5] = http:/
[6] = http:/
[7] = http:/
[8] = http:/
[9] = http:/
[10] = http:/
[11] = http:/
[12] = http:/
[13] = http:/
[14] = http:/
[15] = http:/