Marktforscher sagen Apple-Rechnern eine rosige Zukunft voraus, und das zu Recht: Sie sehen gut aus, sind leistungsstark und mittlerweile auch bezahlbar. ZDNet nennt zehn gute Gründe, die für den Macintosh und gegen den PC sprechen.
1. Macintosh-Rechner haben ein durchdachtes Design
Es gab Zeiten, da wurde der Mac ausschließlich auf seine äußeren Werte reduziert, und das mit gutem Grund: Bei Apple steht von jeher ein durchdachtes Design im Vordergrund. Trotzdem kommt die Funktionalität nicht zu kurz. So wird bei jeder Neuentwicklung auch auf das kleinste Detail geachtet, damit am Ende ein möglichst perfektes Produkt herauskommt.
Beispiel 1: Macbook Air[1]. Es ist angeblich das dünnste Notebook der Welt, das aber kaum Schnittstellen und kein eingebautes DVD-Laufwerk bietet. Auch ist es nicht ganz billig. Trotzdem will es jeder haben, weil Design und Funktionalität einfach sehr gut zusammenpassen.
Beispiel 2: Imac[2]. Zweifellos ist der Imac einer der schönsten Desktop-Rechner. Das leistungsstarke Designer-Schmuckstück eignet sich als repräsentatives Gerät im Empfangsbereich von Firmen genauso gut wie im Büro oder als Medienzentrale im Wohnzimmer[3].
2. Hard- und Software passen perfekt zusammen
Echte Mac-Fans schätzen die überschaubare Auswahl an Hardware, mit der sich der neue Mac ausstatten lässt. Der Prozessor kommt immer von Intel, die Grafikkarten von Nvidia oder ATI, die Festplatten liefern Western Digital, Seagate oder Samsung, und der Speicher stammt ebenfalls von einem Markenhersteller. Alle Komponenten sind klar vorgegeben, alles passt perfekt zusammen und Probleme gibt es allenfalls, wenn der Anwender exotischen Speicher oder Ähnliches einbaut.
Daher klappt auch das Zusammenspiel von Hard- und Software meist völlig problemlos: Die Programme der Ilife-Suite wissen stets, auf welche Medien sie zugreifen, bearbeiten und brennen können. Die Grafikausgabe ist ebenfalls erprobt und wird von appleeigenen Techniken wie Core Image[5] und Quartz[6] unterstützt. Aber auch Neuentwicklungen wie Time Capsule[7] oder das Iphone stellen eine perfekte Symbiose dar: Das Betriebssystem wird den Erfordernissen angepasst, und Multimediatools wie Ilife[8] unterstützen neue Geräte optimal und sorgen für eine große Zufriedenheit, weil der Nutzer multimediale Inhalte sehr einfach bearbeiten und organisieren kann.
3. Macs werden nicht von Viren bedroht
Zugegeben, es gibt Antiviren-Programme wie Symantec Norton Antivirus 10 für den Mac, die Existenz solcher Anwendungen ist allerdings sehr fragwürdig. Denn nach heutigem Stand der Dinge gibt es keine ernsthafte Viren, die dem Mac schaden können[9]. Das liegt zum einen an der immer noch recht kleinen installierten Basis und zum anderen am Betriebssystem Unix, das eine sehr restriktive Benutzerverwaltung aufweist, die den Anwendern eingeschränkte Rechte einräumt. Und wer nichts darf, kann auch keine Viren verbreiten. Aber auch beim Surfen im Internet droht keine Gefahr, da im Webbrowser laufende Programme keinen Zugriff auf das System haben, wie es etwa mit Active X unter Windows der Fall ist.
4. Mac OS X ist ein robustes Betriebssystem
Wie schon unter Punkt 3 erwähnt, handelt es sich bei Mac OS X um ein Unix-Betriebssystem mit all dessen Vorteilen. Dazu gehört vor allem eine ausgefeilte Benutzerverwaltung, die für Sicherheit sorgt. Außerdem ist Mac OS X ein stabiles und robustes System, bei dem Abstürze kaum vorkommen. Das mag auch daran liegen, dass Macs nur mit einer überschaubaren Anzahl von Komponenten ausgestattet sind, deren Treiberentwicklung in den Händen von Apple liegt, während Windows mit einer großen Anzahl von Dritthersteller-Treibern für diverse Hardware "destabilisiert" wird. Trotz seiner bedienfreundlichen Benutzeroberfläche lässt sich Mac OS X auch via Terminal-Anwendung kontrollieren. Das freut den IT-Administrator und erleichtert Aufgaben wie die Stapelverarbeitung.
5. Die Vernetzung von Macs ist ein Kinderspiel
Wer schon einmal Windows-PCs vernetzen wollte, blickt vermutlich auf Stunden der Verzweiflung und Frustration zurück. Datenfreigabe, Druckerfreigabe, Anlegen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe und andere Hürden sind zu überbrücken. Und am Schluss klappt es in vielen Fällen dann doch nicht.
In der Mac-Welt gibt es diese Probleme kaum: Dank der Bonjour-Technik erkennen sich Macs innerhalb eines Netzwerk-Segments und finden freigegebene, öffentliche Ordner automatisch, auf die andere zugreifen können. Und wer im Besitz eines WLAN-Routers von Apple mit Namen Airport Extreme ist, kann daran einen USB-Drucker anschließen, der ebenfalls erkannt wird und allen im Netz zur Verfügung steht. Natürlich lassen sich auch Windows-Rechner in ein Mac-Netzwerk integrieren. Sie werden von Macs zudem deutlich schneller erkannt als unter Windows.
6. Multimedia am Mac macht einfach Spaß
Das Software-Paket für den Spaß am Mac nennt sich Ilife[8] und steht derzeit in der Version 08 parat. Ilife umfasst die Programme Imovie (Videoschnitt), Iphoto (Bildbearbeitung), IDVD (DVD-Authoring), Garageband (Audiotool) und Iweb (Erstellen von Webseiten)[10]. Dieses Komplettangebot an Multimedia-Anwendungen kostet nichts, da es auf jedem Mac installiert ist. Vervollständigt wird das Ganze von Itunes, der Audiosoftware für den Mac (und PC), mit der sich die gesamte Musik- und Videokollektion verwalten, abspielen und durch Käufe im Itunes Store erweitern lässt.
Jedes Tool kann man natürlich, wie bei Apple üblich, leicht bedienen. Ein aufwändiges Handbuchstudium ist nicht erforderlich. Die Anwendungen der Ilife-Suite erledigen nahezu alle Aufgaben, die in den jeweiligen Bereichen anfallen. Damit lassen sich eigene, professionell wirkende Videoclips erstellen, die eigene Homepage bauen sowie Bilder von der Kamera auf den Mac transferieren, nachbearbeiten und als Fotobuch ordern. Und interaktive DVDs kann man ebenfalls anfertigen. Im Vergleich zu den in Vista integrierten Multimedia-Tools bietet Ilife mehr Leistung bei höherem Bedienkomfort[11].
7. Das Entfernen von Software bereitet keine Kopfschmerzen
Auf einem Windows-Rechner kann es schon einmal vorkommen, dass sich ein installiertes Tool oder Programm nicht mehr vollständig von der Festplatte entfernen lässt und das gesamte System permanent stört. In solchen Fällen hilft meist nur noch die Platte zu formatieren und das Festplatten-Image neu einzuspielen, sofern man eines hat.
Mit einem Mac ist ein solches Szenario völlig ausgeschlossen, denn es gibt keine Registry oder andere geheime Orte, in die Systemdaten und Ähnliches während der Installation geschrieben werden. Oft installiert man die neue Software einfach nur durch simples Drag and drop eines Programmsymbols in den zugehörigen Ordner. Das Paket wird dann automatisch entpackt und in das Verzeichnis kopiert. Und genauso einfach, wie die Software auf die Platte gelangt, lässt sie sich wieder entfernen: Man bewegt das Programmsymbol in den Papierkorb, entleert diesen, fertig. Und falls sich doch einmal eine Software weigert, vom Mac vollständig eliminiert zu werden, gibt es Tools wie Appdelete[12], die das vollautomatisch übernehmen.
8. Der Anschluss neuer Geräte erfordert keine externe Treiber
Es soll Leute geben, die wurden unter Windows Vista schon dazu aufgefordert, für einen simplen USB-Stick den passenden Treiber zu installieren. Das ringt jedem Macianer ein müdes Grinsen ab, denn unter Mac OS X existiert der Begriff Treiberinstallation nicht. Und was für einen schlichten USB-Speicher gilt, betrifft auch Geräte wie Digitalkameras und Drucker. So lässt sich jede Digicam ohne externe Treiber mit dem Mac verbinden, der die Kamera automatisch erkennt. Anschließend startet Iphoto oder ein anderes Tool und führt den Import der Bilddaten durch.
Der problemlose Zugriff gilt auch für die meisten Drucker, die sich mithilfe der Unix-Anwendung CUPS am Mac ohne zusätzliche Treiberinstallation anschließen lassen. Lediglich die passende Anwendung muss noch aufgespielt werden. Und dass sich externe Festplatten, Speicherkarten-Lesegeräte, Mäuse, Tastaturen und andere Peripherie ebenso stressfrei am Mac ansschließen lassen, ist schon fast selbstredend.
9. Systemaufgaben lassen sich mit Bordmitteln erledigen
Um Windows-Rechner von diversen Altlasten, sprich Dateileichen zu befreien, ist der Einsatz von zusätzlichen Tools erforderlich. Aber auch das Partitionieren der Festplatte ohne Datenverlust lässt sich unter Windows bis zur Version XP nur mit externer Software erledigen. Macintosh-Rechner sind da anders: Für nahezu jedes Problem gibt es die passende Lösung in Form eines kleinen Tools. Die Festplatte zickt? Das Festplatten-Dienstprogramm hilft weiter. Man will Daten von einem bestehenden Mac auf einen neuen transferieren? Für diesen Fall gibt es den Migrationsassistenten. Der WLAN-Router von Apple muss eingerichtet werden? Dann greift man zum Airport-Dienstprogramm. Es sollen Bilder vom Handy auf den Mac kopiert werden? Hierfür ist der Bluetooth-Datenaustausch da. Im Unterschied zu Windows bietet Mac OS zudem dem Anwender nur Konfigurationsmöglichkeiten von tatsächlich vorhandenen Geräten an. Wer einmal an einem Windows-PC lange Zeit damit verbracht hat, eine Bluetooth-Verbindung herzustellen, ohne dass das der PC über diese Verbindungstechnik verfügte, wird diesen Vorteil schnell zu schätzen wissen. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen, denn für viele Aufgaben ist das passende Tool bereits an Bord.
10. Der Mac ist der bessere Windows-Computer
Wer jetzt immer noch glaubt, ohne Windows-PC geht es nicht, da die bevorzugte Buchhaltungssoftware ausschließlich auf einem Windows-Rechner läuft, dem sei gesagt, dass jeder Intel-Mac ein potentieller Windows-Client ist. Und zwar parallel zur vorhandenen OS-X-Installation. Hierfür steht das Apple-Tool Boot Camp[13] zur Verfügung, das sich im Ordner Dienstprogramme befindet und mit dessen Hilfe entweder Mac OS X oder Windows auf dem Apple-Rechner gestartet und genutzt werden kann.
Für Anwender, die OS X und Windows gleichzeitig ausführen wollen, gibt es folgende Lösungen: Vmware Fusion[14] oder Parallels Desktop[15]. Beide Programme sind kostenpflichtig und bieten eine vollständige Windows-Umgebung auf dem Mac parallel zu Mac OS X. Damit kann man ohne Umwege von einem System zum anderen wechseln, ohne jedesmal den Mac hoch- und runterfahren zu müssen. Zudem lassen sich Daten per Drag and drop von der Windows- in die Mac-Umgebung kopieren und umgekehrt. Übrigens: Man kann auf einem normalen Intel-PC auch Mac OS X installieren[16], allerdings ist das ziemlich aufwändig.
Rechtlich bedenklich, technisch möglich: Mac OS X auf PCs[16]
Das Apple-Betriebssystem ist offiziell nur für Macs verfügbar. Allerdings lässt sich Mac OS X Leopard inzwischen auch auf Standard-PCs installieren. Wie das funktioniert, und ob die Lösung alltagstauglich ist, zeigt der ZDNet-Test.
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