Der Xserve ist in erster Linie ein Server für eingefleischte Macintosh-Fans mit dicker Brieftasche. Geht man rational vor, so kommt man schnell zu dem Schluss, dass in den meisten Fällen ein HE-Server mit einer Linux-Distribution die bessere Wahl ist. Macintosh-Clients werden den Unterschied gar nicht bemerken.
Erstinstallation nur mit direkt angeschlossenen Geräten, wie Monitor, Tastatur und Maus, das Fehlen einer webbasierenden Administration und ausschließlich statische IP-Adressen für das Management-Interface sind einfach keine zukunftsweisenden Konzepte für die Serverhardware - selbst, wenn man bereit ist, den aus Prinzip fehlenden Auswurfknopf für das DVD-Laufwerk hinzunehmen.
Die Liste der Server-Software liest sich fast identisch mit denen der großen Linux-Distributionen, beispielsweise Suse oder Red Hat. Ein Mehrwert wird kaum geboten.
Die Tools zur Performancemessung sind mehr als unzureichend. Sogar Windows kann hier mit deutlich mehr aufwarten. Gut gemacht hingegen ist das Verwaltungswerkzeug für die einzelnen Dienste. Hier wird man sofort an Yast 2 von Suse-Linux erinnert. Andere Linux-Distributionen sind zum Teil deutlich umständlicher zu verwalten.
Das Erfolgsrezept "Konsumentenmarketing", mit dem Apple bei MP3-Playern ein Vielfaches des Preises vom Mittbewerb erzielen kann, dürfte sich im Serverbereich nicht wiederholen lassen. Das Apfel-Logo wird die typischerweise rational denkenden Administratoren wenig beeindrucken.
Einfacher ausgedrückt: Pizza mit Apfel - schmeckt einfach nicht.

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