Vor und nach dem Crash: Tools für mehr Datensicherheit

(http://www.zdnet.de/magazin/39186585/vor-und-nach-dem-crash-tools-fuer-mehr-datensicherheit.htm)

von Miriam Knichalla, Pascal Poschenrieder, 14. Februar 2008

Wer denkt, Dateien seien auf Festplatten sicher aufgehoben, irrt. Auch bei CDs, DVDs oder Flash-Speicher kommt es häufig zu Verlusten. ZDNet stellt vier Tools vor, die Daten sichern und Gelöschtes wiederherstellen.

Die durchschnittliche Lebensdauer von IDE- und SATA-Festplatten liegt laut einer Google-Studie (PDF)[1] zwischen drei und fünf Jahren. Notebookfestplatten gehen häufig noch früher kaputt. Auch CDs, DVDs oder Flash-Speicher sind nicht vor Datenverlusten sicher. Doch meistens realisiert man erst zu spät, wie unsicher die gängigen Speichermedien sind. Im schlimmsten Fall fehlen dann nicht nur wichtige Dateien, sondern der ganze Rechner lässt sich auf Grund einer defekten Festplatte nicht mehr booten.

Deshalb sollte man so einem Fall mit regelmäßigen Backups vorbeugen. Aber auch nach einem Datenverlust ist ein Wiederherstellen in einigen Fällen möglich. ZDNet stellt diese Woche vier Tools vor, die Daten im Vorfeld sichern beziehungsweise im Nachhinein retten.

Das kostenlose Backup-Tool Driveimage XML erstellt XML-Images von Festplatten, die mit FAT 12, 16, 32 oder NTFS formatiert sind. Das Programm verwendet dafür die Volume Shadow Services (VSS) von Microsoft. Das hat den Vorteil, dass Images auch von Laufwerken erstellt werden können, die gerade in Benutzung sind.

Das DOS-basierte Tool Partition Image sichert ganze Partitionen - unabhängig vom verwendeten Dateisystem. Das Programm kennt sowohl einen Batch- als auch einen Assistentenmodus. Über Parameter kann die maximale Blockgröße eines Partitions-Images angegeben werden. Setzt man sie beispielsweise auf 650 MByte, erhält man Teil-Images, die sich bequem auf CD-ROM ziehen lassen.

Recuva stellt gelöschte Daten wieder her. Es unterstützt Festplatten und Flashspeicher wie USB-Sticks, MP3-Player oder SD-Karten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Dateien absichtlich, unabsichtlich, durch Bugs, Trojaner oder Viren verloren gegangen sind. Zur besseren Übersicht können die Funde optional in einer Baumstruktur angezeigt werden.

Daten von zerkratzten, beschädigten oder nicht richtig gebrannten CDs und DVDs rettet Isopuzzle. Die Freeware liest alle reparierbaren Sektoren der Daten-CD/DVD aus und speichert sie in einer ISO-Datei, die anschließend wieder auf CD/DVD gebrannt werden kann. Das Tool unterstützt dabei allerdings nur Datenträger mit einer Sektorgröße von 2048 Bytes.Das kostenlose Backup-Tool Driveimage XML erstellt XML-Images von Festplatten, die mit FAT 12, 16, 32 oder NTFS formatiert sind. Das Programm verwendet dafür die Volume Shadow Services (VSS) von Microsoft. Das hat den Vorteil, dass Images auch von Laufwerken erstellt werden können, die gerade in Benutzung sind.

Die fertigen Images lassen sich durchsuchen, und alle oder nur bestimmte Dateien können wiederhergestellt werden. Durch die Verwendung des XML-Formates sind die erstellten Images auch zu Programmen von anderen Anbietern kompatibel.

Fazit

Driveimage XML erstellt eine Komplettsicherung von Windows mit allen Programmen und Dateien. Das komplette System lässt sich so zuverlässig wiederherstellen.

Zum Download[2]Das DOS-basierte Tool Partition Image sichert ganze Partitionen - unabhängig vom verwendeten Dateisystem. Das Programm kennt sowohl einen Batch- als auch einen Assistentenmodus. Über Parameter kann die maximale Blockgröße eines Partitions-Images angegeben werden. Setzt man sie beispielsweise auf 650 MByte, erhält man Teil-Images, die sich bequem auf CD-ROM ziehen lassen.

Fazit

Partition Image ist ein praktisches Tool, das seine Arbeit flott erledigt. Allerdings sollte man sich vor der ersten Anwendung das Handbuch auf der Site des Herstellers durchlesen.

Zum Download[3]Recuva stellt gelöschte Daten wieder her. Es unterstützt Festplatten und Flashspeicher wie USB-Sticks, MP3-Player oder SD-Karten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Dateien absichtlich, unabsichtlich, durch Bugs, Trojaner oder Viren verloren gegangen sind. Zur besseren Übersicht können die Funde optional in einer Baumstruktur angezeigt werden.

Fazit

Nach dem Auswählen eines Laufwerks und dem Drücken des Scan-Knopfes findet Recuva in kurzer Zeit die gelöschten Daten. Diese werden dann übersichtlich aufgelistet und lassen sich in den meisten Fällen wiederherstellen. Praktisch ist auch, dass Recuva direkt von einem USB-Stick gestartet werden kann.

Zum Download[4]Daten von zerkratzten, beschädigten oder nicht richtig gebrannten CDs und DVDs rettet Isopuzzle. Die Freeware liest alle reparierbaren Sektoren der Daten-CD/DVD aus und speichert sie in einer ISO-Datei, die anschließend wieder auf CD/DVD gebrannt werden kann. Das Tool unterstützt dabei allerdings nur Datenträger mit einer Sektorgröße von 2048 Bytes.

Hängt der Auslese-Prozess oder werden Sektoren rot gekennzeichnet, sind diese irreparabel beschädigt. Hier kann nur noch der Versuch helfen, die Datenrettung an einem zweiten PC mit anderem CD/DVD-Laufwerk fortzuführen. Isopuzzle legt dazu auf Wunsch eine Import-Datei an, die alle erfolgreich ausgelesenen Sektoren enthält.

Fazit

Das Tool leistet im Test gute Arbeit. Sogar völlig zerkratzte CDs kann Isopuzzle noch teilweise retten.

Zum Download[5]

URLs in diesem Artikel:
[1] = http://labs.google.com/papers/disk_failures.pdf
[2] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/3/0/de10443230-wc.html
[3] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/a/o/de00AO-wc.html
[4] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/2/1/deGG21-wc.html
[5] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/6/r/deZN6R-wc.html