Effizienter arbeiten: Tuning-Tipps für Vista, XP und OS X

(http://www.zdnet.de/magazin/39159995/effizienter-arbeiten-tuning-tipps-fuer-vista-xp-und-os-x.htm)

von Joachim Kaufmann, 4. Januar 2008

Kein Betriebssystem ist von Haus aus optimal konfiguriert. Sinnvolle Funktionen sind häufig versteckt. ZDNet hat die interessantesten Tipps und Tricks für Windows Vista, Windows XP und Mac OS X zusammengestellt.

Tuning hört sich nach Motorenlärm und schmutzigen Fingern an. Wozu etwas verbessern, was einigermaßen läuft oder sogar nagelneu ist - beispielsweise einen frisch aufgesetzten PC? Sicher, in der besten aller Welten wäre Tuning überflüssig, weil das Betriebssystem perfekt ist und jeder PC mit der idealen Software-Konfiguration geliefert wird. In der Praxis sieht es leider anders aus.

Die nachstehende Liste führt die wichtigsten Gründe an, warum alte wie neue PCs immer wieder einmal optimiert und getunt werden sollten.

So viel zur Theorie - die folgenden Seiten zeigen die besten Tipps für die Betriebssysteme Windows Vista, Windows XP und Mac OS. Für diejenigen, die dann weiter optimieren wollen, sind am Seitenende jeweils ausführliche Tuning-Artikel bei ZDNet verlinkt. Windows Vista ähnelt zwar sehr seinem Vorgänger XP. Im Detail hat sich aber doch einiges verändert - der Anwender bleibt oft ratlos zurück. Wenn man weiß wo, kann man neue Features entdecken und Marrotten umgehen.

Transparente Rahmen abschalten[1]
Manche Anwender finden die transparenten Rahmen von Windows Vista verwirrend, da andere Programme hindurchscheinen. Die Effekte lassen sich jedoch mit wenigen Mausklicks abschalten.

Netzschalter im Startmenü ändern[2]
Geht es nach Microsoft, werden Windows-Vista-Rechner nicht mehr ausgeschaltet, sondern in einen Energiesparmodus versetzt. Der Aus-Button im Startmenü ist standardmäßig so eingestellt. Die Umbelegung der Schaltfläche zum klassischen Ausschaltknopf ist nur in den Tiefen des Systems möglich.

Benutzerkontensteuerung ausschalten[3]
Wenn Anwendungen unter Windows Vista Administratorrechte benötigen, wird die Benutzerkontensteuerung aktiv und erwartet das Abnicken durch den Nutzer. Da dies je nach Aufgabenspektrum relativ häufig notwendig sein kann, fühlen sich viele Anwender davon genervt. Man kann das umstrittene Feature aber abschalten.

Klassisches Windows-Erscheinungsbild wiederherstellen[4]
Wer sich mit der Windows-Vista-Optik nicht anfreunden kann, hat die Möglichkeit, zu einem anderen Erscheinungsbild zu wechseln. Zur Auswahl stehen ein Basic-Interface, das nicht von der Grafikkarte gerendert wird, sowie der Windows-2000-Look. Der Button zur Einstellung ist aber etwas versteckt.

Dateien stapeln und filtern[5]
Das geplante Dateisystem Win-Fs hat es zwar nicht in Vista geschafft, trotzdem bietet das OS neue Möglichkeiten zur Organisation von Dateien. Der Windows-Explorer hilft, anstatt einer zementierten Ordnerstruktur Metadaten wie Autor und Aufnahmedatum zum entscheidenden Kriterium zu machen.

XP-Rechner in der Vista-Netzwerkübersicht anzeigen[6]
Windows Vista zeigt im Netzwerkcenter eine Übersicht der Netzwerk-Topologie. Aufgrund der fehlenden Unterstützung für das LLTD-Protokoll (Link Layer Topology Discovery) sind Windows-XP-Rechner bislang nicht in die Darstellung eingebunden. Das lässt sich aber mit einfachen Mitteln ändern.

Sidebar zeitweise einblenden[7]
Viele Vista-Anwender haben die Sidebar mit persönlichen Gadgets bestückt, auf die sie ab und zu einen Blick werfen möchten. Kaum jemand möchte aber wertvollen Platz auf dem Display opfern, um sie dauerhaft einzublenden. Mittels Tastenkombination gelingt dies auch zeitweise.

Favoriten im Windows-Explorer hinterlegen[8]
Die meisten Anwender nutzen für die tägliche Arbeit nur einige Ordner. Um sich nicht jedes Mal durch den Untiefen des Dateisystems klicken zu müssen, bietet der überarbeitete Vista-Explorer die Möglichkeit, Favoriten abzuspeichern.

Inhalte von Dateien einsehen, ohne sie zu öffnen[9]
Der überarbeitete Explorer von Windows Vista bietet die Möglichkeit, Inhalte von Dateien einzusehen, ohne sie zu öffnen. Dazu muss lediglich das Vorschaufenster eingeblendet werden.

Weitere Tipps und Tricks bietet der Windows Vista Tipps und Tricks Superguide:

Auch nach der Vorstellung des Nachfolgers Windows Vista spricht noch einiges für die Nutzung von XP: Sechs Jahre nach der Markteinführung ist es ausgereift, Kompatibilitätsprobleme mit Hardware und Anwendungen sind weitgehend unbekannt. Ein paar Kniffe helfen, das Maximum aus dem fitten Oldie herauszuholen.

Dateiserien schnell umbenennen[10]
Immer wieder kommt es vor, dass man eine ganze Reihe von Dateien umbenennen möchte. Dazu benötigt man keine Spezialtools - der Windows-Explorer beherrscht dies standardmäßig.

Freigegebene Ordner von Arbeitsplatzansicht entfernen[11]
Standardmäßig zeigt Windows-Explorer unter Arbeitsplatz und Auf diesem Computer gespeicherte Daten eine Liste aller freigegebenen Ordner an. Wer diese Verknüpfungen nicht benutzt, oder zwecks Übersichtlichkeit aus dieser Ansicht entfernen möchte, kann die per Registry ändern.

Klassisches Windows-Erscheinungsbild wiederherstellen[12]
Die Standard-Benutzeroberfläche von Windows XP trifft nicht jedermanns Geschmack. Wer das klassische Erscheinungsbild früherer Windows-Versionen bevorzugt, kann dieses mit wenigen Mausklicks wiederherstellen.

Taskleiste: Gruppierungsverhalten anpassen[13]
Wenn drei oder mehr Instanzen des gleichen Programms geöffnet sind, werden diese in der Taskleiste zusammengefasst und in einer Gruppe angezeigt. So wird Platz eingespart, und das Auffinden des gesuchten Programmfensters erheblich vereinfacht. Eine genaue Konfiguration ist per Registry-Eingriff möglich.

Programme als anderer Benutzer ausführen[14]
Manche Programme verlangen für ihre Ausführung Administrator-Rechte. Wenn man nicht als solcher angemeldet ist, bietet XP eine Möglichkeit, sich zeitweise Admin-Rechte zu verschaffen.

Verstecktes Administratorkonto in XP Home Edition[15]
Windows XP Home Edition legt bei der Installation ein unsichtbares Administrator-Konto an, das standardmäßig über kein Passwort verfügt. Diese Sicherheitslücke sollte man unbedingt schließen.

Mehr freier Festplattenspeicher[16]
Windows XP belegt nach einer Standard-Installation rund 1,5 GByte auf der Festplatte. Mit verschiedenen Maßnahmen lässt sich der Speicherhunger begrenzen.

Temporäre Internetdateien in den RAM auslagern[17]
Temporäre Internetdateien können manuell im Browser oder durch die Datenträgerbereinigung gelöscht werden. Eine weitere Möglichkeit ist, sie im RAM abzulegen. Systembedingt sind sie nach einem Neustart automatisch verschwunden.

Weitere Tipps und Tricks bietet der Windows XP Tipps und Tricks Superguide:

Apples[18] Mac OS X ist bekannt für seinen hohen Bedienkomfort, das Potential ist aber längst nicht ausgeschöpft. Mit ein paar Tipps und Tricks geht die Arbeit noch leichter von der Hand.

Transparenz der Menübar abschalten[19]
Nicht alle der 300 neuen Funktionen von OS X 10.5 Leopard trifft jedermanns Geschmack. Vor allem die transparente Menübar ist vielen Anwendern ein Dorn im Auge. Zwei Freeware-Tools helfen dabei, den Effekt abzuschalten.

Partitionen ohne Datenverlust ändern[20]
Wenn man beispielsweise eine Sicherungspartition für das neue Backup-Programm Time Machine anlegen oder die Installations-DVD von Mac OS X von der Festplatte starten möchte, muss das bisherige Partitionschema angepasst werden. Das Apple-OS schafft dies, ohne den Datenbestand zu beschädigen.

Menüleiste mit Datum[21]
Die Menüleiste von Mac OS X 10.5 Leopard erlaubt wie die des Vorgängers keine sinnvolle Anpassung der Datumsdarstellung. Trotzdem ist es möglich, neben Uhrzeit und Tag weitere Zeit- und Datumselemente hinzuzufügen, ohne dass dafür externe Tools nötig sind.

Inkompatibel - Safari Block installieren[22]
Das beliebte Tool Safari Block 1.3 unterdrückt bei Bedarf nervige Flash-Animationen. Unter Leopard kann es nur nach einer Änderung der Nutzerrechte zum Laufen gebracht werden.

Windows-PCs in Leopard verschönern[23]
In Mac OS X 10.5 Leopard outen sich die Apple-Entwickler als plumpe Scherzbolde: Windows-PCs werden in der Netzwerkansicht als Röhrenmonitor mit Bluescreen of Death (BSOD) dargestellt. Das lässt sich aber schnell ändern.

Stack-Icons definieren[24]
Stacks oder Stapel, wie sie Apple in Mac OS X 10.5 Leopard eingeführt hat, sind eine feine Sache. Leider verändert sich jedes Mal das Icon im Dock, wenn eine neue Datei zum Stapel hinzugefügt wird und in der Sortierfolge den ersten Platz belegt. Dieses nervige Verhalten kann man Mac OS X 10.5 Leopard aber abgewöhnen.

URLs in diesem Artikel:
[1] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-2,00.htm
[2] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-3,00.htm
[3] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-4,00.htm
[4] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-18,00.htm
[5] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-20,00.htm
[6] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-25,00.htm
[7] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-31,00.htm
[8] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-38,00.htm
[9] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/workshops/0,39035507,39153249-41,00.htm
[10] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/0,39023494,20000267-14,00.htm
[11] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/0,39023494,20000267-17,00.htm
[12] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/0,39023494,20000267-34,00.htm
[13] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/0,39023494,20000267-7,00.htm
[14] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/0,39023494,20000267-43,00.htm
[15] = http://www.zdnet.de/security/praxis/0,39029462,39149802-5,00.htm
[16] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/0,39023494,20000267-39,00.htm
[17] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/0,39023494,20000267-51,00.htm
[18] = http://www.apple.de/
[19] = http://cgi.zdnet.de/mac/?p=13
[20] = http://cgi.zdnet.de/mac/?p=10
[21] = http://cgi.zdnet.de/mac/?p=9
[22] = http://cgi.zdnet.de/mac/?p=7
[23] = http://cgi.zdnet.de/mac/?p=6
[24] = http://cgi.zdnet.de/mac/?p=14