Mailen, surfen, telefonieren - alles selbstverständlich. Ein gutes Geschäftshandy muss schon mehr leisten: WLAN, Tastatur, GPS-Chip und Office-Software sind die Merkmale der wahren Top-Modelle. ZDNet hat sie getestet.
Smartphones gibt es von allen Handyherstellern in verschiedenen Größen und unterschiedlichen Preislagen, doch ein paar Merkmale haben sie alle gemein: Sie verfügen über die Möglichkeit, E-Mails, Kontakte und Kalendereinträge mit einem stationären Rechner zu synchronisieren. Auch Push-E-Mail unterstützen alle aktuellen Geräte.
Wer unterwegs viel mailt, ist nach wie vor mit den Blackberry-Geräten[1] gut bedient. Auf den Blackberry-Servern wird die elektronische Post samt Anhang komprimiert und in 2-KByte-Schritten aufs Mobiltelefon geschickt. Damit hält sich das übertragenen Datenvolumen, das immerhin einen Kostenfaktor darstellt, stark in Grenzen.
E-Mails können natürlich nicht nur via Blackberry, sondern mit sämtlichen Smartphones beantwortet werden. Knifflig wird es allerdings bei der Frage, ob sich damit auch Word- und Excel-Dateien überarbeiten oder einfach nur ansehen lassen. Nokias Communicator E90[2], T-Mobiles MDA Vario[3] II und III oder Vodafones VPA IV[4] lassen zu, dass die Dateien nicht nur gesichtet, sondern notfalls auch bearbeitet und erneut abgespeichert werden. Dies geht aber beispielsweise nicht bei dem Modell HTC Touch[5], das O2 als Xda Nova und T-Mobile als MDA Touch verkauft.
Ein Vergnügen ist es nicht, auf kleinen Handy-Bildschirmen seitenlange Excel-Tabellen im Miniaturformat zu korrigieren. Da schmerzen schnell die Augen. Insofern empfiehlt sich ein Modell mit einem möglichst großen und auch bei Sonnenlicht gut lesbaren Bildschirm - 2,8 Zoll Bilddiagonale sollten es schon sein. Während dank Blackberry die mobile E-Mail für Geschäftsleute schon seit längerem zum Standard gehört, ist das Surfen im Internet per Handy gerade erst im Kommen. Doch noch sind die Datendienste teuer, und viele Browser unterstützen nicht alle Funktionen, beispielsweise Javascript, wie man es vom Festnetzrechner gewohnt ist. Idealerweise sollte der Browser Opera Mini[6] auf dem Handy vorinstalliert sein. Wer mit dem Internet Explorer Mobile surft, der mit allen Windows-Mobile-Modellen mitgeliefert wird, wird dagegen wenig Freude haben, da dieser Browser die Webseiten nicht für den kleinen Bildschirm optimiert.
Weiter stellt sich die Frage, wie schnell die Verbindung in das weltweite Web denn arbeitet. Manche Smartphones bieten nur WLAN, andere nur UMTS beziehungsweise HSDPA. Idealerweise kann das Smartphone über beide Techniken surfen.
Tastatur
Nicht zu verachten ist eine QWERTZ-Tastatur. Wer unterwegs einen wichtigen Termin absprechen, einen Preis nennen oder ein Angebot erstellen will, arbeitet in der Regel schneller, wenn ihm eine Tastatur zur Verfügung steht. Doch nicht alle Smartphones sind mit einer mechanischen Tastatur gerüstet. Dem HTC Touch[5] oder LG KS20[7] beispielsweise fehlt sie.
Doch auch Geräte mit Tastatur unterscheiden sich - beim Kauf sollte man das Tippen kurz testen, denn hakelige Tastaturen mindern das Arbeitsvergnügen. Erfreulich gut von der Hand geht das Schreiben auf dem Nokia E90 Communicator[2] oder dem HTC Tytn II[8] (alias MDA Vario III).
Software
Die vorinstallierte Software macht den Komfort eines Smartphones aus: Eine sehr praktische Notiz-Funktion bietet beispielsweise der Nokia E90 Communicator[2] mit "Aktive Notizen": Der Smartphonebesitzer tippt seine Notiz, beispielsweise "nach Preis für Catering-Service fragen" wie gewohnt ins Mobiltelefon, anschließend lässt sich die Notiz mit einem "Kontakt" koppeln. Sobald die entsprechende Person sich meldet oder angerufen wird, poppt die Mini-Nachricht auf, und erinnert daran, dass man diese Frage ja klären wollte.
Praktisch ist es auch, wenn sich die Notizen ohne Tippen schnell handschriftlich verfassen lassen. Dazu muss das Mobiltelefon über eine gut funktionierende Handschriftenerkennung verfügen - wie sie beispielsweise das KS20 von LG[7] bietet. Auch ein Visitenkartenscanner kann die Arbeit erleichtern - das macht sich insbesondere auf Messen bemerkbar: Bislang haben die meisten Modelle allerdings noch Probleme, die einzelnen Felder wie Name, Adresse, Telefonnummer richtig zu erkennen und automatisch in die Kontakte zu übernehmen.
GPS an Bord
Noch recht neu ist die Möglichkeit, sich per Smartphone den Weg weisen zu lassen. Erst wenige Geräte sind mit einem GPS-Chip ausgestattet, der die Navigationsdaten direkt auf dem Handy empfängt. Unter anderem bietet der T-Mobile Compact III[4] und der Vario III[9] oder der Nokia Communicator E90[2] die Möglichkeit, sich via GPS leiten zu lassen. Mobiltelefone, die noch kein GPS an Bord haben, lassen sich jedoch nachrüsten. So gibt es beispielsweise das Sony Ericsson M600i[10] im Paket mit einer GPS-Maus von Navicore. Die feuerzeuggroße GPS-Maus empfängt die Satellitensignale und schickt sie per Bluetooth an das Smartphone.
Welches Mobiltelefon die besten Gene für ein Business-Handy mitbringt, hat ZDNet getestet. Die fünf Top-Kandidaten sind in folgender Tabelle aufgelistet.
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