Android, Barcelona und Bundestrojaner. Iphone und Leopard. Wii, Vista-Verkäufe und Google Sky. Das Jahr 2007 brachte zahlreiche neue Schlagwörter und Nachrichten. Für den Jahresrückblick hat die Redaktion die 60 wichtigsten noch einmal herausgesucht.
Gemessen am Umfang der Berichterstattung ist das Apple-Handy Iphone sicher das Produkt des Jahres 2007. Der ZDNet-Rückblick auf das Jahr 2007 zeigt aber, dass daneben in den letzten zwölf Monaten zahlreiche interessante Entwicklungen und Ereignisse in der IT zu verzeichnen waren.
Mit der Vorstellung von zwei neuen Betriebssystemen, der Demonstration eines 80-Kern-Prozessors, der Vorstellung von AMDs Quad-Core-CPU-Barcelona, Rekordstrafen für Microsoft und eine Musikpiratin sowie der Verabschiedung des Gesetzes zur Datenvorratshaltung gehört das Jahr 2007 sicher zu den ereignisreicheren Perioden in der IT-Branche.
ZDNet fasst auf den folgenden Seiten die 60 wichtigsten IT-Nachrichten des Jahres 2007 übersichtlich zusammen. Ergänzend stellt ein umfangreiches Nachrichtenarchiv[1] alle Nachrichten seit 1998 für eigene Recherchen und nostalgische Rückblicke bereit.
Die Debatte um die Klimaerwärmung und ihre Konsequenzen erreicht auch die IT. Die US-amerikanische Umweltbehörde EPA gibt bekannt, dass sie damit begonnen habe, eine Energy-Star-Spezifikation für Unternehmensserver[2] zu entwickeln.
Die Zukunftsfähigkeit einer Firma wird in der IT-Branche unter anderem durch die Anzahl der erteilten Patente dokumentiert. Wie schon in den letzten 14 Jahren ist IBM auch 2006 mit der Erteilung von 3651 Patenten[3] am eifrigsten um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit bemüht. Auf dem zweiten Platz landet Samsung mit 2453 Patenten, knapp gefolgt von Canon mit 2378 schützenswerten Erfindungen.
Trotz fehlender UMTS- und MMS-Unterstützung ist für viele Anwender das Iphone das Produkt des Jahres. Am 9. Januar 2007 stellt Apple das Handy mit integriertem Ipod und WLAN[4] auf der Macworld in San Francisco vor.
Der Verkauf von großformatigen Flachbild-TVs erreicht im letztjährigen Weihnachtsgeschäft neue Rekordstände. Trotzdem verfügen mit 31,6 Prozent nur die wenigsten Haushalte in Deutschland über eine optimale Empfangsmöglichkeit[5] (digital), wie der Branchenverband Bitkom im Januar mitteilt.
Microsofts neues Betriebssystem Windows Vista und Office 2007 kommen am 31. Januar in den Handel. Bill Gates erklärt ZDNet in einem Video-Interview[6], wie er die Chancen der beiden Produkte einschätzt. Einer der Trends des Jahres sind Online-Applikationen. Anwendungen laufen nicht mehr auf dem lokalen PC, sondern auf einem Server im Internet. Google bietetseit Februar seine Office-Programme in einer deutschen Sprachvariante[7] an.
Bei vielen Anwendern steht die virtuelle Realität hoch im Kurs. Einige Unternehmen reagieren und bieten Einkaufsmöglichkeiten an. Im Februar 2007 eröffnet der F1-WM-Zweite Mercedes-Benz seine erste Filiale[8] in Second Life.
Im Desktop und Servermarkt sind Prozessoren mit mehreren Kernen inzwischen sehr verbreitet. Je mehr Kerne in einem Prozessor stecken, desto besser ist die Leistung des Chips. Wohin die Reise hingeht, zeigt Intel im Februar mit der Demonstration eines 80-Kern-Prozessors[9].
Seit Apple Intel-Prozessoren verbaut, können Windows-Anwendungen auch auf einem Mac betrieben werden. Das Utility Bootcamp bietet die Möglichkeit, Windows auf dem Mac zu installieren. Es geht allerdigns noch einfacher: Mit der Virtualisierungslösung Parallels Desktop for Mac kann man Windows-Applikationen jetzt auch direkt unter Mac OS[10] laufen lassen: Dank des neuen Features "Coherence" integriert sich die Windows-Awendung perfekt in den Mac-Desktop.
Die Abhängigkeit von der digitalen Welt zeigt sich am 28. Februar an der New Yorker Aktienbörse. Eine Computerpanne löst weltweite Verkäufe von Aktien aus[11] und sorgt somit für einen verlustreichen Tag für viele Händler. Sony startet den Verkauf der Playstation 3[12] in Europa. Um die Herstellungskosten zu senken, verzichtet das Unternehmen auf den Einbau des PS2-Chips. Die Abwärtskompatibilität ist daher schlechter als bei der japanischen und amerikanischen Version.
Microsofts Sicherheitspaket Onecare sorgt für Ärger[13]: Aufgrund eines Bugs verschwinden in Outlook und Outlook Express E-Mails. Die Redmonder versprechen einen baldigen Patch.
Die Deutsche Telekom sagt kurzfristig ihre traditionelle CeBIT-Eröffnungsparty[14] ab. Vorstandschef René Obermann will damit demonstrieren, wie ernst es ihm mit dem Sparprogramm des Konzerns ist. In Folge des harten Preiskampfes auf dem TK-Markt werden 50.000 Mitarbeiter in eine Servicegesellschaft ausgegliedert und müssen schlechere Konditionen akzeptieren.
Intel gibt Einzelheiten zum Core-2-Nachfolger Nehalem[15] bekannt. Der Chip soll einen integrierten Speicher-Controller, bis zu acht Kerne sowie das vom Pentium 4 bekannt Hyperthreading bieten. Die Markteinführung ist für Ende 2008 geplant.
Die wachsende Popularität webbasierter Dienste fordert Reaktionen seitens der Hersteller von Desktop-Software. Adobe kündigt eine kostenlose Online-Version von Photoshop[16] an. Einnahmen sollen durch Werbung generiert werden. Apple gibt den Verkauf des 100-millionsten Ipods[17] bekannt. Die Markteinführung erfolgte im November 2001. Konkurrenten wie Creative oder Microsoft sind weit abgeschlagen.
Die Entwicklung der nächsten Mac-OS-X-Generation Leopard erleidet dagegen einen kleinen Rückschlag[18]: Apple muss die Markteinführung auf Oktober verschieben. Ursprünglich sollte das System Ende Juni erscheinen.
Microsoft will seinen Einfluss im Internet vergrößern und stellt das Browser-Plugin Silverlight[19] vor. Die bisher als WPF/E bekannte Software gleicht in einigen Punkten Adobes Flash.
Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld zieht Konsequenzen[20] aus andauernden Diskussionen um seine Vertragsverlängerung: Er will nach dem Auslaufen seines Vertrags im September nicht erneut antreten. Das Unternehmen hat zu dieser Zeit mit der Aufarbeitung des Schmiergeld-Skandals zu kämpfen.
Die Unzufriedenheit mit Windows Vista animiert Anwender zum Blick über den Tellerrand: Das neu vorgestellte Ubuntu Linux 7.04 ist so gefragt[21], dass die Download-Server zusammenbrechen.
Der Internetdienst AOL gibt seine führende Rolle unter den US-Providern ab. Lange Zeit war das Time-Warner-Unternehmen an der Spitze der Internetanbieter, jetzt liegt AOL nur noch an dritter Stelle[22]. Grund dafür ist die im vergangenen Jahr eingeleitete Umstrukturierung des Unternehmens - weg vom Zugangsgeschäft, hin zu digitalen Content-Angeboten. AOL entschließt sich dazu, auf kostenpflichtige Dienste weitgehend zu verzichten und dafür Geld über Werbung zu verdienen.
Nvidia stellt die ersten Grafikprozessoren für Notebooks[23] vor, die den DirectX-10-Spezifikationen entsprechen. Die Modelle Geforce 8600M und 8400M kommen in Geräten von Hewlett-Packard, Toshiba, Acer, Samsung, Asus und Zepto zum Einsatz. Neben einer Unified-Shader-Architektur für die Ausführung von DirectX-10-Spielen bieten die neuen GPUs eine verbesserte Engine zur Dekodierung hochauflösender Filme, beispielsweise von HD-DVD oder Blu-ray.
Während einer Rede auf der Windows Hardware and Engineering Conference in Los Angeles erklärt Bill Gates, dass Microsoft bisher fast 40 Millionen Lizenzen des neuen Betriebssystems Vista[24] verkauft hat. Laut Microsoft-Gründer sind das fast doppelt so viele wie bei der Einführung von Windows XP.
Myspace gibt Pläne zur Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Attorney General Executive Committee[25] (AGEC) bekannt. Danach stellt der Rechtsausschuss Daten aus der Sexualstraftäterdatenbank zur Verfügung und schafft damit die rechtliche Grundlage für einen Abgleich mit den Nutzerdaten von Myspace-Usern. Die Firma Sentinel Tech Holding liefert mit der Software Sentinel Safe die technischen Voraussetzungen für den Abgleich der Identitätsdaten. Bis jetzt habe die Software etwa 7000 registrierte Sexualstraftäter unter den rund 180 Millionen Myspace-Profilen gefunden, sagt Michael Angus, Chefsyndikus von Fox Interactive Media, dem Mutterunternehmen von Myspace.
Google stellt ein neues Browser-Plugin namens "Google Gears"[26] vor, das es dem User ermöglicht, webbasierte Anwendungen auch offline zu benutzen. Damit sind Anwender in der Lage, auch mit einer unzuverlässigen Internetverbindungen und überlasteten Servern ihre Web-Applikationen zu betreiben. Die erste Anwendung, die Google Gears offline verfügbar macht, ist der Google Reader. Sobald der User das Browser-Plugin installiert hat, kann er RSS-Inhalte offline lesen.Dell entlässt jeden zehnten Mitarbeiter[27]. Im Zuge seiner Umstrukturierungen plant der Konzern innerhalb der nächsten zwölf Monate den Abbau von insgesamt 8800 Mitarbeitern. Dennoch überrascht die Bilanz des ersten Quartals die Analysten positiv. Die Aktie des Unternehmens legt daraufhin zu.
Der amerikanischen PDA- und Smartphone-Hersteller Palm verkauft rund ein Viertel seiner Firmenanteile[28] für 325 Millionen Dollar an den Finanzinvestor Elevation Partners. Die Finanzinvestoren wollen das angeschlagene Unternehmen mit dem Ex-Chef von Apples Ipod-Sparte, Jon Rubinstein, wieder auf Kurs bringen.
Nachdem Google ihm vorgeworfen hat, mit seinem Betriebssystem gegen Kartell-Auflagen zu verstoßen, muss Microsoft Windows Vista ummodeln[29]. Google bneanstandet, das es Vista-Nutzern nicht möglich sei, Desktop-Suchprogramme der Konkurrenz zum Durchsuchen ihrer eigenen Festplatte zu nutzen. Beim Integrieren einer anderen Desktopsuche werde die Rechner-Leistung automatisch gedrosselt. Inzwischen können die User ein Standardprogramm für die Desktop-Suche festlegen.
Das Online-Auktionshaus Ebay löscht Negativbewertungen[30] von betrügerischen Händlern. In einem Fall hat ein Händler 890 Artikel im Wert von 130.000 Euro bei Ebay eingestellt, die jedoch nicht an die Käufer geliefert wurden. Dies hat eine große Anzahl an negativen Bewertungen zur Folge. Ebay sperrt das Benutzerkonto des Verkäufers darauf nur kurzfristig, gibt es aber bald wieder frei, gesäubert von allen schlechten Bewertungen.
Am 29. Juni beginnt in den USA der Verkauf von Apples Iphone[31]. Wie erwartet, erscheinen Massen zur Premiere des Smartphones am Apple Flagship Store in New York. Bis zum Verkaufsstart um 18 Uhr bildet sich eine Schlange von über 500 Metern. Im Gegensatz zu diesem Massenauflauf ist es an den großen Geschäften des Exklusivanbieters AT&T unweit des Apple-Ladens ruhig. Die Gerüchte um das Iphone[32] treiben seltsame Blüten. So soll nach einem Bericht der Wirtschaftswoche das Apple-Handy in Deutschland von Karstadt verkauft werden. Auch Mediamarkt wird als zukünftiger Anbieter des Iphone gehandelt.
AMD veröffentlicht neue Performance-Daten[33] seines für September erwarteten Quad-Core-Chips Barcelona. Demnach ist der Serverprozessor seinem Dual-Core-Pendant in virtuellen Umgebungen mit Vmware deutlich überlegen. Obwohl der Quad-Core zum Marktstart lediglich mit 2 GHz erhältlich sein wird, kann er seinen Dual-Core-Vorgänger mit 3 GHz in Tests des Herstellers um bis zu 79 Prozent distanzieren.
Außerdem demonstriert AMD den für High-End-Desktops vorgesehenen Quad-Core-Chip Phenom X4 mit einer Taktfrequenz von 3 GHz[34]. Das überrascht, da der Desktop-Prozessor Phenom X4 mit 3 GHz schneller wäre als die eben vorgestellten ersten Server-Quad-Core-Chips (Barcelona) mit Taktfrequenzen zwischen 1,9 und 2,0 GHz.
Microsoft gibt bekannt, dass die nächste Windows-Version in drei Jahren[35] herauskommen wird. Das genaue Datum der Markteinführung hängt davon ab, wann das Betriebssystem den vorgegebenen Qualitätsstandard erreicht. Die frühzeitige Ankündigung des Windows 7 genannten Systems soll Microsoft-Kunden und -Partnern die Planung erleichtern. Die Softwareschmiede will außerdem kontinuierlich weitere Informationen über das neue System herausgeben und interne Pläne zu Qualitätsverbesserungen offenlegen.
Ebenfalls im Juli stellt Microsoft seine Software Windows Home Server fertig[36]. Hardware-Partner können somit Windows-Home-Server-Geräte mit der englischen, deutschen, französischen und spanischen Version ausstatten. Erste Lösungen von Fujitsu Siemens Computers und Medion sind in Berlin auf der IFA 2007 zu sehen.
Google wird ab sofort Suns Office-Paket Staroffice im Rahmen seines aus Gratisangeboten bestehenden Google Pack vertreiben[37]. Die Programmsammlung steht auf der Google-Website zum kostenlosen Download bereit. Staroffice kostet normalerweise 79 Dollar.
Nokia ruft Handy-Akkus wegen Überhitzungsgefahr zurück[38]. Die von Matsushita produzierten Energiezellen des Typs BL-5C können laut Nokia "in äußerst seltenen Fällen" durch einen Kurzschluss während des Ladevorgangs überhitzen "und sich dann aus dem Produkt lösen". Weltweit habe es etwa 100 Fälle gegeben, bei denen von einer Überhitzung berichtet wurde. Es sollen jedoch keine ernsthaften Personen- oder Sachschäden entstanden sein.
Google stellt mit Sky ein neues Feature für Google Earth[39] vor. Mit der Erweiterung können sich Nutzer virtuell durch 100 Millionen einzelner Sterne und 200 Millionen Galaxien bewegen. Zur Erkundung des Alls stellt das Plugin hochaufgelöste Bilder und informative Overlays zur Verfügung.
Auch Microsoft stellt kostenlose Software vor. Doch dabei handelt es sich um zwei Patches für Windows Vista[40]. Sie sollen Stabilität, Kompatibilität und Performance des neuen Betriebssystems verbessern. Die Ankündigung der Updates sorgten schon Anfang des Monats für Aufsehen, da sie als erste Vorboten des Service Pack 1 gelten.
Apple will mit einem kompletten Relaunch seiner Imac-Serie[41] eine neue Desktop-Offensive starten. Ein Apple-Markenzeichen der vergangenen Jahre - die Trendfarbe Weiß - ist damit ebenso Geschichte wie das 17-Zoll-Modell. Ersetzt werden die drei bisherigen Modelle durch zwei 20-Zoll- und eine 24-Zoll-Modell. Dabei setzt Apple analog zur Macbook-Pro-Linie auf Aluminium als Gehäusematerial.
Microsoft verliert seine Klage gegen die EU-Kommission[42]. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg bestätigt in erster Instanz die Auflagen der Kommission. Demnach muss Microsoft die verhängte Geldstrafe von 497 Millionen Euro zahlen und außerdem verschiedene Schnittstellen offenlegen, welche die Zusammenarbeit mit Server-Betriebssystemen von Drittherstellern ermöglichen.
Der Deutsche Bundesrat billigt das neue Urheberrecht für die Informationstechnologie[43]. Die neue Regelung sieht unter anderem eine Erweiterung der gesetzlichen Kopierabgaben auf elektronische Kopier- und Speichermedien vor. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neuen Medien (Bitkom) sieht in dem neuen Urheberrecht massive Belastungen für Hersteller und Nutzer von IT-Geräten.
Auf einem Apple-Event in San Francisco präsentiert CEO Steve Jobs den Ipod Touch[44] - einen Ipod mit WLAN und Touchscreen. Kurz nach der Vorstellung modifizieren Hacker[45] das Betriebssystem des Ipod Touch so, dass zusätzliche Anwendungen auf dem Gerät installiert werden können.
Etwa ein Jahr nach Intel präsentiert Konkurrent AMD nun endlich seine Quad-Core-CPU Barcelona[46]. Zunächst ist der Chip nur für Server vorgesehen. Erst später soll mit dem Phenom die Quad-Core-Technik von AMD auch im Desktop verfügbar sein. Anders als Intel, die eine Quad-Core-CPU aus zwei Dual-Core-Chips fertigen, setzt AMD auf einen so genannten "echten" Quad-Core, der sämtliche Kerne auf einer Chipfläche integriert. Der Hersteller verspricht sich dadurch eine effizientere Nutzung der vier Kerne. Erste Benchmarks[47] zeigen jedoch, dass der Barcelona langsamer arbeitet als vergleichbare Intel-Chips.
Eine Koalition der wichtigsten Medienkonzerne beschließt Richtlinien gegen Internetpiraterie[48]. CBS, News Corp (Myspace) und Fox Entertainment, NBC Universal, Viacom, Microsoft und Disney sowie die Videoportale Dailymotion und Veoh Networks gründen eine Partnerschaft zum Schutz von Urheberrechten im Internet und einigen sich auf gemeinsame Leitsätze. Interessant: Google und Youtube gehen eigene Wege. Apple startet eineinhalb Jahre nach Einführung der Tiger-Version den Verkauf des 129 Euro teuren Betriebssystems Mac OS X 10.5[49]. Leopard, wie es auch genannt wird, bietet neben einer veränderten Oberfläche Features wie die Time Machine zum Wiederherstellen von verlorenen Dateien. Zum Funktionsumfang gehört auch die vollwertige Version von Boot Camp, die es dem User ermöglicht, Windows-Systeme auf Mac-Geräten laufen zu lassen.
Bakterien erzeugen Strom für Handy-Akkus[50]: Studenten des Massachusetts Institute of Technology entwickeln eine mikrobielle Brennstoffzelle (MFC), die ihre Energie aus Pflanzenabfällen gewinnt. Damit könnten in Zukunft Handy-Akkus auch in entlegenen Regionen, in denen es keinen Stromanschluss gibt, geladen werden. Biovolt, so der Name des Prototyps, nutzt die Energie, die Bakterien aus Zucker, Stärke und anderen organischen Materialien herstellen.
Microsoft gibt den Deutschlandstart von Windows Home Server[51] offiziell bekannt. Im Rahmen einer Presseveranstaltung werden neben der Software auch die Hardware-Lösungen der OEMs Fujitsu Siemens, Medion, Tarox, Maxdata und Chiligreen präsentiert. Windows Home Server basiert auf einer abgespeckten Version von Windows Server 2003 R2.
Eine 30-Jährige aus Minnesota wird im ersten Prozess um Musikpiratere zu einer Geldstrafe von 220.000 Dollar verurteilt[52]. Die Geschworenen-Jury entscheidet, dass die alleinerziehende Mutter in 24 Fällen gegen das Urheberrecht der Musiklabels verstoßen hat, indem sie Stücke im Peer-to-Peer-Netzwerk Kazaa zum Download anbot.
T-Mobile startet in der T-City Friedrichshafen das deutschlandweit erste großflächige HSDPA-Mobilfunknetz[53] (High Speed Downlink Packet Access) mit einer Bandbreite von bis zu 7,2 MBit/s. Die Versorgung des Innenstadtkerns soll auf den Rest des Stadtgebiets ausgeweitet werden. Seit dem 9. November ist das Apple-Mobiltelefon Iphone in Großbritannien bei O2 und in Deutschland bei T-Mobile erhältlich. Der erste offizielle Verkauf eines Iphones in Deutschland[54] findet in der Nacht vom 8. auf den 9. November in einem T-Mobile-Shop in Köln statt. Etwa 400 Menschen reihen sich in die Schlange der Wartenden ein, um ihr neues Handy inklusive 24-Monats-Vertrag zu kaufen.
Das Youtube-Mutterunternehmen Google weist gemeinsam mit der Verwertungsgesellschaft GEMA in einer Pressemitteilung auf neue Freiheiten für deutsche Nutzer des Internetportals hin. Youtube-Nutzer dürfen ihre Videos demnach mit GEMA-geschützten Musikstücken unterlegen[55]. Zusätzlich wird das Dateigrößenlimit von 100 MByte auf 1 GByte angehoben. Die Begrenzung der Videodauer auf zehn Minuten bleibt allerdings erhalten.
Nvidia stellt mit den Geforce-Modellen 8800M GTX und 8800M GTS zwei neue High-End-Grafikprozessoren für Notebooks[56] vor. Die GPUs unterstützen sowohl DirectX 10 als auch DirectX 9 und sind nach Herstellerangabe deutlich leistungsfähiger als ihre Vorgänger. Nvidias Video Processing Engine Purevideo HD übernimmt beim Abspielen von HD-DVD- und Blu-ray-Filmen die Dekodierung des H.264-Formats, was die Notebook-CPU entlastet.
Das britische Steuer- und Zollamt "Her Majesty's Revenue & Customs" (HMRC) verliert die Daten von 25 Millionen Personen[57]. Auf zwei in der Post abhanden gekommenen Datenträgern sind sämtliche Daten zu Kindergeldempfängern des ganzen Landes gespeichert, also aller britischen Kinder und ihrer Eltern. Die Angaben zu jeder der 7,25 Millionen betroffenen Familien umfassen Namen, Geburtsdatum, Versicherungsnummer und Details zu Bankkonten.
Der Deutsche Bundesrat genehmigt in einer Sitzung am 30. November das vom Bundestag bereits beschlossene Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung[58] und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen. Allerdings lehnt der Bundesrat den Vorschlag des Rechtsausschusses ab, die gesammelten Informationen auch für die zivilrechtliche Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen an die Musik- und Filmindustrie weiterzugeben.
T-Mobile setzt sich im Prozess um die Exklusiv-Vermarktung des Iphones gegen Vodafone durch. Das Landgericht Hamburg hebt die einstweilige Verfügung[59], die Vodafone im November gegen die Telekomtochter erwirkt hatte, auf. Damit darf T-Mobile das Iphone weiterhin exklusiv mit einem Zweijahresvertrag und SIM-Lock für 399 Euro vertreiben.
Das Sicherheitsunternehmen Finjan warnt vor einer neuen Trojaner-Generation "Trojan 2.0[60]". Deren Botnetze würden über populäre Server und Social-Networking-Sites und nicht wie üblich mithilfe von IRC oder IRC über HTTP gesteuert. Social-Networking-Sites könnten daher zukünftig unter vermindertem Vertrauen der Anwender leiden.
Adobe Systems meldet für das vierte Geschäftsquartal 2007 erneut Rekordzahlen[61]. Der Umsatz steigt gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent auf 911,2 Millionen Dollar. Der Gewinn wächst um 21 Prozent auf 222,2 Millionen Dollar, nach einem Plus von 183,2 Millionen Dollar. Die guten Zahlen schreibt Adobe dem Erfolg der Creative Suite 3 zu.
Der Eee PC[61] kommt in Deutschland doch nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt. Asus verschiebt der Verkaufsstart des 300-Euro-Notebooks ohne Angabe von Gründen auf den 10. Januar 2008.
Der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will eine eigene Suchmaschine namens Wikia.com[62] starten. Die Wiki-Suchmaschine soll nach dem gleichen Prinzip wie Wikipedia funktionieren: Benutzer können Ergebnisse als Spam markieren. Markieren mehrere User ein Ergebnis als Werbung, wird es entfernt.
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