Duell auf dem Desktop: Vista gegen Mac OS X Leopard

(http://www.zdnet.de/magazin/39159037/duell-auf-dem-desktop-vista-gegen-mac-os-x-leopard.htm)

von Joachim Kaufmann, 16. November 2007

Apples Mac OS X gilt als benutzerfreundlicher, stabiler und sicherer als Windows. ZDNet hat die kürzlich erschienene Version Leopard mit Microsofts aktuellem Vista verglichen - und einen eindeutigen Sieger ermittelt.

Windows Vista[1] ist vor einem Jahr erschienen - aber bis heute noch nicht richtig angekommen. Immer noch behaupten viele, Windows XP sei das bessere Microsoft-OS. Anders die Lage bei Mac OS X Leopard[2]. Trotz einiger Startschwierigkeiten haben die meisten Mac-Nutzer die Einführung der jüngsten Überarbeitung begrüßt. Und wer Macs nicht leiden kann, bleibt vermutlich skeptisch.

Vista und Leopard sind also nicht nur die neuesten, sondern auch die derzeit meistdiskutierten Betriebssysteme. Um solchen Diskussionen, aber auch anstehenden Kaufentscheidungen eine Basis zu bieten, hat ZDNet die beiden Konkurrenten einmal Punkt für Punkt gegenübergestellt.

Bildergalerie

Windows Vista gegen Mac OS Leopard[3]

» zur Bildergalerie ...[3]

Auf Augenhöhe begegnen sich die Systeme aber zunächst nicht: Das Apple-OS läuft nach wie vor nur auf Apple-Hardware. Die in Umlauf befindlichen Hacks sind erstens verboten und zweitens für den Produktiveinsatz eher ungeeignet. Ein Umstieg auf Mac OS X ist also mit dem Tausch des Rechners verbunden. Vista lässt sich dagegen auf jedem x86-System betreiben, das die anspruchsvollen Hardwarevoraussetzungen erfüllt.

Die Nase vorne hat Windows Vista auch in Unternehmen mit domänenbasierten Netzwerken und zentralisierter IT. Zwar lässt sich der Mac in dieses Umfeld einbinden, muss aber bei der Umsetzung von Gruppenrichtlinien passen. Auch Lösungen wie Fernwartung per Intel Vpro funktionieren nur unter Windows. Bislang sind auch keine Anzeichen zu erkennen, dass Apple in diesem Segment Fuß fassen will. Für die geschäftliche oder private Nutzung in kleinen Netzwerken ist der Mac aber eine Alternative.

Die meisten Windows-PCs kommen schon als Krücke auf den Markt. Das liegt aber weniger an Microsoft als an seinen OEM-Partnern. Meistens sind die Rechner mit zahlreichen Tools zugemüllt, die das OS ausbremsen und die Stabilität negativ beeinflussen. Ohne Skrupel werden Laustärkeregelung oder WLAN-Konfigurator dazuinstalliert, sodass man sich meist zwischen mehreren Lösungen entscheiden kann.

Zwar ist es in Anbetracht des Geschäftsmodells verständlich, dass PC-Hersteller ihre Maschinen vom Wettbewerb abgrenzen wollen, im Sinne der Benutzerfreundlichkeit und damit des Kunden handeln sie aber nicht. Apple hingegen kann durch die Bündelung von Hard- und Software auf solche Überlegungen verzichten. Dies resultiert in einem sauberen System, das sehr gut vorkonfiguriert ist. Das macht sich unter anderem auch an kürzeren Bootzeiten und einem zuverlässig funktionierenden Standby-Modus bemerkbar. Die Unterstützung von Peripheriegeräten bereitet üblicherweise keine Probleme. Der Hersteller liefert beispielsweise alleine 3,4 GByte Druckertreiber mit.

Man kann nicht genug betonen, welche Bürde das PC-Ökosystem für Windows ist: Zahlreiche Hardware-Komponenten samt Treibern mit schlechter Qualität oder Inkompatibilitäten können einem das Leben und Arbeiten mit dem OS zur Hölle machen. Zwar sollten sämtliche Module eigentlich reibungslos zusammen funktionieren, das bleibt aber auch im Jahr 2007 aufgrund immer höherer Komplexität und geringerer Toleranzen reine Theorie.

Natürlich kann man auch mit einem Windows-Rechner problemlos arbeiten. Das Risiko, dass es früher oder später zu Problemen kommt, dürfte aber höher sein als auf dem Mac, wo Apple entscheidende Faktoren unter Kontrolle hat. Mit Windows Vista hat Microsoft eine von der Grafikkarte beschleunigte Oberfläche eingeführt. Apple bietet so etwas schon seit der Einführung von Mac OS X im Jahr 2001. Zwar stellt die Optik des neuen Interface gegenüber XP einen Fortschritt dar, leider wurde die neue Designphilosophie nicht konsequent durchgezogen. Schon nach wenigen Mausklicks stößt man auf Bedienelemente[4], die teilweise bis in die Windows-3.1-Zeit zurückreichen. Das Interface von Mac OS X präsentiert sich deutlich stringenter.

Langjährige Windows-Nutzer müssen sich erst an die andere Struktur des Mac-Desktops gewöhnen: So befindet sich grundsätzlich am oberen Bildschirmrand eine Leiste, die die jeweiligen Menüs der gerade aktiven Anwendung anzeigt. Auf ihr findet sich auch das Apfel-Menü, das unter anderem Zugang zu Systemeinstellungen gewährt.

Unter Windows bilden Menüs mit dem Programmfenster eine Einheit. Der Vorteil des Apple-Ansatzes liegt darin, dass die Fenster von Applikationen weniger überladen aussehen. Das Äquivalent zum Windows-Startmenü ist das Dock, das Apple standardmäßig am unteren Bildschirmrand positioniert. Darauf können beliebige Icons zum Start von Anwendungen abgelegt werden. Es zeigt auch minimierte Anwendungen als Live-Preview an.

Mac OS X Leopard bietet erstmals Stacks, die es erlauben, ganze Ordner im Dock unterzubringen, die ihren Inhalt per Mausklick anzeigen. Nach der Auswahl des gewünschten Icons verschwindet alles wieder im Dock. Die Funktion erweist sich als sehr praktisch und unter Windows von Haus aus nicht realisierbar. Virtuelle Desktops sind im Gegensatz zum Microsoft-System bei Apple serienmäßig. Was zunächst nach Profilösung aussieht, erweist sich in der Praxis bei der Arbeit mit vielen Fenstern als sehr praktisch.

Geöffnete Fenster lassen sich unter Windows über die Funktion Flip 3D dreidimensional hintereinandergestapelt im Raum anzeigen, um die Übersicht zu verbessern. Das Mac-Pendant Exposé sieht zwar nicht so spektakulär aus, funktioniert aber etwas besser. Die Fenster werden nämlich nur verkleinert und überdecken sich nicht gegenseitig.

Microsoft hat mit Vista eine eigene Plattform für Mini-Anwendungen (Gadgets) eingeführt. Diese können in der Sidebar (auch bei maximierten Fenstern sichtbar) oder frei auf dem Desktop angeordnet werden. Mac OS X blendet für Gadgets dagegen über dem Desktop temporär einen als Dashboard bezeichneten Layer ein, auf dem kleine Programme platziert werden können. Der Apple-Ansatz erlaubt es, schneller eine größere Zahl von Gadgets zugänglich zu machen. Möchte man sie wie einen RSS-Reader dauernd im Auge behalten, bietet die Vista-Lösung Vorteile.

Das Mac-Pendant des Windows-Explorers heißt Finder und ist etwas anders aufgebaut. Am linken Rand befindet sich eine Leiste, die Laufwerke, Netzwerkfreigaben, bestimmte Orte im Dateisystem und gespeicherte Suchabfragen anzeigt. Alle Bereiche können ausgeblendet, die letzten beiden sogar frei konfiguriert werden.

Der Finder bietet vier Datei-Ansichten: Symbole, Liste, Spalten und Cover-Flow. Letztere sieht gut aus und erlaubt es, Dokumente in groß anzusehen, ohne sie zu öffnen. Es ist sogar möglich, beispielsweise in PDFs durch mehrere Seiten zu blättern. Beides funktioniert in der Praxis gut und vor allem schnell. Da die Cover-Flow-Ansicht durch die Größe des Fensters begrenzt wird, hat sich Apple ein weiteres Feature einfallen lassen: die Schnellansicht. Diese führt die Darstellung über das Fenster hinaus. Auch in den Vollbild-Modus.

Der Windows-Explorer hat mit Vista eine deutliche Überarbeitung erfahren. Am linken Rand eines Fensters können im Bereich Linkfavoriten Verknüpfungen zu beliebigen Orten im Dateisystem abgelegt werden. Die optionale Einblendung des Explorer-Baums ist nicht mehr nötig, da die Pfadangabe am oberen Rand die Navigation in den Verzeichnissen erlaubt. Auf diese Weise weiß man unter Vista in jeder Ansicht schneller, in welcher Hierarchieebene man sich gerade bewegt. Unter Mac OS X bietet am ehesten die Spaltenansicht eine solche Orientierung.

Die sieben Ansichten von Vista ermöglichen es unter anderem, Icons und ihre Dokumenten-Vorschau sehr groß zu skalieren, darin herumblättern wie auf dem Mac kann man aber nicht. Über Organisieren -> Layout -> Vorschaufenster lässt sich jedoch ein Preview-Bereich einblenden, der als Viewer fungiert. Ein Vollbild-Modus, der zur Ansicht von Dokumenten sehr praktisch wäre, ist so aber nicht realisierbar. Auch die Performance hinkt hinter der von Mac OS X deutlich hinterher. Beide Systeme verfügen über eine integrierte Desktop-Suche. Mac OS X liefert seine Ergebnisse aber einen Tick schneller als Vista. Die Basisausstattung von Mac OS X fällt deutlich umfangreicher und ausgefeilter aus als die von Windows Vista. Der E-Mail-Client Mail beispielsweise zeigt eingebettete Bilder auf Wunsch als Slideshow. Die integrierte Brennsoftware kommt auch mit Iso-Images zurecht. Der Papierkorb lässt sich sicher entleeren, das heißt, mehrfaches Überschreiben macht eine Wiederherstellung von Dateien auch mit Spezialtools unmöglich.

Der Drucken-Dialog unter Mac OS X ermöglicht standardmäßig den Export ins PDF-Format. Außerdem ist ein PDF-Reader integriert, der mit seiner hohen Performance begeistert und gegenüber einem nachinstallierten Acrobat-Reader unter Windows einen echten Mehrwert bietet.

Mit dem Automator stellt Apple eine grafische Oberfläche zur Erstellung von Skripts zur Verfügung, um komplexere Aufgaben wie das Filtern von Dateien zu automatisieren. Für alle beschriebenen Funktionen gibt es unter Windows kein Pendant.

Die Ilife-Suite mit Iphoto, Imovie, Iweb, IDVD und Garageband wird mit jedem neuen Mac ausgeliefert, gehört aber nicht zum Funktionsumfang von Mac OS X. Daher werden diese Applikationen demnächst in einem separaten Artikel behandelt.

Das Apple-System bringt von Haus aus den Medienplayer Itunes und einen DVD-Player mit. Beides findet unter Windows mit dem Windows Media Player 11 seine Entsprechung. Er erfüllt die Aufgaben genauso, kann aber beispielsweise nicht die Synchronisation mit dem inzwischen weit verbreiteten Ipod übernehmen. Viele Windows-Anwender mit Ipod werden daher später bei Itunes landen.

Der Funktionsumfang der fernbedienbaren Vollbild-Oberfläche Front Row kann mit dem des Windows Media Center nicht mithalten. Die Microsoft-Lösung bietet von Haus aus TV-Unterstützung. Man kann Sendungen ansehen und über einen kostenlosen EPG aufnehmen. Dafür ist unter OS X der Zukauf einer Lösung wie Elgato Eye TV[5] notwendig. Beide Vollbild-Interfaces machen optisch etwas her und lassen sich einfach bedienen. Die meisten Rechner stehen heutzutage nicht mehr alleine, sondern sind Teil eines Netzwerks. Wenn Vista ein neues Netz erkennt, muss der Anwender zwischen öffentlich, privat oder geschäftlich wählen. Auf dieser Basis konfiguriert Windows die Firewall.

Einstellungen werden über das Netzwerk- und Freigabecenter vorgenommen, das die Freigabe von Ressourcen abhängig vom Standort ermöglicht. Die Konfiguration von Freigaben wird dort gut beschrieben und daher auch für Laien problemlos machbar.

Der Netzwerk-Explorer bereitet die Topologie des Netzes grafisch auf. Somit wird der Anwender darüber informiert, welches Gerät mit welchen vernetzt ist. Zur Einbindung von XP-Maschinen in die Gesamtübersicht muss man eine Software nachrüsten.

Die Rechner im jeweiligen Netz sind vom Startmenü aus unter Netzwerk zu erreichen. Es kann allerdings einige Minuten dauern, bis jede Maschine angezeigt wird.

Mac OS X spürt viel schneller Rechner und Ressourcen im Netz automatisch auf und zeigt sie im Finder unter Freigaben an. Alles wird dem Anwender sozusagen auf dem Silbertablett präsentiert. Die Einrichtung neuer Verbindungen zum ISP und die Freigabe von Ressourcen erfolgt in den Systemeinstellungen.

Spätestens mit der zunehmenden Verbreitung des Internets haben Hacker und Virenschreiber Windows unter Dauerfeuer genommen. Während XP vor dem Service Pack 2 ständig geflickt werden musste, hat Microsoft mit Vista dank neuer Entwicklungsverfahren offenbar Boden gut gemacht. Das sagen zumindest die Bug-Reports von Symantec. Aber auch in Zukunft ist es unter Windows tabu, ohne Firewall und aktuellen Virenscanner zu surfen.

Da der Mac bislang nicht im Fokus der Hacker und Virenschreiber liegt, lässt sich nicht präzise feststellen, wie sicher die Plattform tatsächlich ist. Da bislang aber keine Schädlinge in freier Wildbahn aufgetaucht sind, spielt das Thema zumindest derzeit für Apple-Nutzer eine untergeordnete Rolle. Das ist wohl auch der Grund, warum die integrierte Firewall standardmäßig abgeschaltet ist.

Ob die Sicherheitslage auf dem Mac so bleibt, lässt sich schwer vorhersagen. Möglich, dass die zunehmende Popularität auch mehr Virenschreiber anlockt. Wie gut OS X diese Nagelprobe besteht, muss sich erst herausstellen.

Im Gegensatz zu Microsoft, welches das Thema Sicherheit eigentlich erst mit Vista adäquat adressiert hat, hat Apple seine Hausaufgaben schon früher gemacht. So arbeiten Nutzer standardmäßig mit eingeschränkten Rechten. Bei größeren Änderungen wie Systemkonfigurationen fordert das OS die Login-Daten des Administrators an.

Der Mechanismus springt aber deutlich seltener an als die User Account Control unter Windows. Insgesamt bringt Mac OS weniger Warnmeldungen und strapaziert die Nerven des Anwenders seltener. Die Konfiguration des Systems kann der Anwender unter Mac OS X um Längen schneller als unter Vista erledigen. Die Systemeinstellungen sind logisch in fünf Bereiche gegliedert, die dahinterliegenden Applets erlauben eine einfache Einstellung der Funktionen.

Windows bietet dagegen in der Systemsteuerung zwei Darstellungen: Eine klassische Ansicht, die Icons aller Optionen scheinbar wahllos verteilt, und eine Kategorieansicht. Diese fasst Funktionen sinnvoll zusammen und ermöglicht über Links mit kurzen Beschreibungen, die wichtigsten Aufgaben direkt zu erreichen. Störend an der Systemsteuerung ist, dass völlig unterschiedliche Bedienphilosophien zum Einsatz kommen, die wie eine Zeitreise durch mehrere Windows-Generationen wirken.

Zwar erleichtert die neue Windows-Systemsteuerung wenig versierten Nutzern die Konfiguration, fällt aber insgesamt nicht so elegant und einfach wie auf dem Mac aus. Beide Konsolen bieten eine Suche, Mac OS X aber die raffiniertere: So werden bei der Eingabe eines Suchbegriffs unter Windows weniger relevante Icons einfach aus der Übersicht entfernt, das Apple-OS legt dagegen einen Lichtkegel auf die passenden Optionen. Außerdem schlägt das Suchfeld Begriffe vor.

Im Umgang mit Software gibt es zwischen dem Mac und Windows große Unterschiede. Während Programme für das Fenster-OS meist mit einem Installer kommen, der Dateien und Einstellungen im ganzen System (Registry, System-Verzeichnis, Startmenü) verteilt, werden Mac-Anwendungen als Image geliefert, das auf dem Desktop Laufwerk erscheint. Von diesem wird die Ausführungsdatei per Drag-and-Drop in den Programmordner kopiert.

Dort ist statt eines Sammelsuriums von DLLs und EXE-Dateien lediglich das Programmicon erkennbar. Es lässt sich auf Wunsch im Dock ablegen. Als Windows-Nutzer reibt man sich die Augen, wie einfach und transparent die Installation funktioniert.

Der transparente Umgang mit Programmen ermöglicht es auch, diese einfacher wieder loszuwerden. Das Verschieben in den Papierkorb reicht. Unter Windows ist man dagegen meist darauf angewiesen, dass der Hersteller einen leistungsfähigen Deinstaller mitliefert. Das funktioniert zwar inzwischen besser als früher, kann aber nicht mit der Apple-Lösung konkurrieren.

Geht es um die Software-Auswahl, hat Windows die Nase vorne: Bis auf wenige Ausnahmen gibt es jedes Programm, das derzeit auf dem Markt zu finden ist, auch für Windows. Wie stark die Einschränkungen bei der Softwareverfügbarkeit unter Mac OS X sind, hängt maßgeblich von den Anforderungen des Nutzers ab. Trotzdem beraubt man sich mit dem Kauf eines Mac dank der Möglichkeit der Virtualisierung und Parallelinstallation von Windows keiner Option.

Man sollte allerdings auch beachten, dass sich die Software-Landschaft in den letzten Jahren geändert hat. Die Encarta von 1997 ist heute die webbasierte Wikipedia. Auch andere Dienste wandern zunehmend ins Web. Davon profitieren Plattformen wie der Mac, für die es weniger native Software gibt.

Sollte man für Anwendungen wie 3D-Spiele auf Windows angewiesen sein, kann man dieses – offiziell durch Apple unterstützt – per Bootcamp parallel installieren. Wer mehr Komfort möchte, sollte einen Blick auf die Virtualisierungslösung von Parallels werfen, die die Ausführung nicht allzu leistungshungriger Software direkt unter Mac OS X erlaubt. Die Abhängigkeit von bestimmten Windows-Programmen ist heute kein Hindernis für einen Umstieg. Der direkte Vergleich zwischen Windows Vista und Mac OS X Leopard fällt überraschend deutlich aus: In kaum einem Bereich kann sich das neueste Microsoft-System durchsetzen. Das Apple-OS zeigt in vielen Punkten mehr Liebe zum Detail und bietet durch weniger Optionen eine einfachere Bedienung. Die enge Bindung an die Hardware ist die Basis für mehr Zuverlässigkeit und sauber konfigurierte Systeme.

Dass Mac OS X trotz des überzeugenden Auftritts eine deutlich geringere Rolle spielt als Windows, hat mehrere Ursachen: Obwohl Vista in Sachen Optik und Ergonomie nicht ganz mithalten kann, handelt es sich von der Architektur her um ein modernes OS, mit dem man im Prinzip dasselbe machen kann wie mit dem Mac.

Die Bindung an die Hardware ist für das Produkt Apple Macintosh ein Vorteil, strategisch aber ein Nachteil: Andere Hersteller, die wie Lenovo beispielsweise im Business-Segment tief verwurzelt sind, können eben keine Rechner mit Mac OS X anbieten. Für Mac-Hardware muss man nach wie vor tief in die Tasche greifen. So kostet das 15-Zoll-Macbook bei Apple satte 1899 Euro, ein PC-Laptop mit etwas schwächerer, aber trotzdem ausreichender Grafik, ist schon für gut 1000 Euro zu haben. Auch wenn die Apple-Maschine ihren Preis wert sein mag – den Differenzbetrag investieren viele doch lieber anders.

Wer privat oder geschäftlich einen Rechner sucht, der nicht Bestandteil einer größeren IT-Infrastruktur sein muss, sollte sich den Mac auf jeden Fall genau ansehen. Es gibt viel zu gewinnen und wenig zu verlieren. Denn seit dem Umstieg auf die x86-Plattform hält man sich die Möglichkeit offen, eventuell benötigte Windows-Anwendungen durch Parallelinstallation oder Virtualisierung auszuführen.

Dass nicht zuletzt diese Flexibilität den Mac für immer mehr Anwender interessant macht, zeigen die steigenden Marktanteile. Man muss auch nicht erwarten, dass Microsoft beim Produkt in Kürze gleichzieht. Schließlich soll die nächste Windows-Version nicht vor 2010 erscheinen.

Bildergalerie

Bildergalerie: Windows Vista Final[6]

» zur Bildergalerie ...[6]

Bildergalerie

Die Oberfläche von Leopard[7]

» zur Bildergalerie ...[7]

Bildergalerie

Mac OS X 10.5: Setup[8]

» zur Bildergalerie ...[8]

Bildergalerie

Mac OS X 10.5: Finder und Quicklook[9]

» zur Bildergalerie ...[9]

Bildergalerie

Mac OS X 10.5: Allgemeines, Bluetooth, Front Row, Safari und Dashboard[10]

» zur Bildergalerie ...[10]

Bildergalerie

Mac OS X 10.5: Time Machine, Spaces, Stacks und Eltern-Kontrolle[11]

» zur Bildergalerie ...[11]

URLs in diesem Artikel:
[1] = http://www.zdnet.de/enterprise/os/vista/
[2] = http://www.zdnet.de/enterprise/mac/software/0,39038655,39158571,00.htm
[3] = http://www.zdnet.de/galerie/39159100/windows-vista-gegen-mac-os-leopard.htm#sid=39159037
[4] = http://cgi.zdnet.de/vista/?p=134
[5] = http://www.zdnet.de/enterprise/peripherie/0,39023474,39147952,00.htm
[6] = http://www.zdnet.de/galerie/39149760/bildergalerie-windows-vista-final.htm#sid=39159037
[7] = http://www.zdnet.de/galerie/39158638/die-oberflaeche-von-leopard.htm#sid=39159037
[8] = http://www.zdnet.de/galerie/39156100/mac-os-x-10-5-setup.htm#sid=39159037
[9] = http://www.zdnet.de/galerie/39156048/mac-os-x-10-5-finder-und-quicklook.htm#sid=39159037
[10] = http://www.zdnet.de/galerie/39156049/mac-os-x-10-5-allgemeines-bluetooth-front-row-safari-und-dashboard.htm#sid=39159037
[11] = http://www.zdnet.de/galerie/39156051/mac-os-x-10-5-time-machine-spaces-stacks-und-eltern-kontrolle.htm#sid=39159037