Nur wenige Vorteile sind hingegen bei aktuellen 3D-Spielen zu erkennen. Sollten die Programmierer in Zukunft allerdings mehr Optimierungen für Quad Core vornehmen, kann sich das Bild schnell ändern, wie der CPU-Test des 3D Mark zeigt. Generell gilt: Je mehr Anteile eines Programms parallelisiert sind, sprich: mehr Threads enthalten, desto größer ist der Vorteil durch einen Quad-Core-Chip. Für leistungshungrige Anwender ist zudem vorteilhaft, dass Intel die Extreme-Prozessoren ohne festen Multiplikator ausliefert. Damit lassen sich die Modelle sehr gut übertakten. Ohne Spannungsanpassung und speziellen Hochleistungskühler funktioniert der QX9650 auch mit 3,33 GHz (siehe Benchmarkergebnisse). Bei 3,66 GHz muss für einen stabilen Betrieb allerdings die Spannung erhöht werden, was eine leistungsfähige Kühllösung erforderlich macht.
Neben einer bei herkömmlichen Anwendungen bis zu 15 Prozent besseren Performance im Vergleich zum bisherigen Quad-Core-Prozessor QX6850, bietet der neue 45-Nanometer-Chip QX9650 vor allem bei der Leistungsaufnahme große Vorteile. Dem Verbraucher zeigt sich Intels neuer Quad Core somit als Produkt, das genauso viel kostet wie der Vorgänger, dafür aber mehr leistet und gleichzeitig weniger Energie verbraucht.
Bis zur Vorstellung des AMD Phenom, der vermutlich erst Anfang nächsten Jahres erscheinen wird, bleibt Intel der einzige Anbieter von Quad-Core-Chips im Desktop-Bereich.
