All-In-One-Computer: Apples neuer 20-Zoll-Imac im Test

Hersteller: Apple
Listenpreis: 1449 Euro
Fazit:

Die neuen Alu-Modelle von Apples All-In-One-Computer Imac sind mit stark spiegelnden Displays ausgestattet, die auf ein geteiltes Echo stoßen. Wer damit klar kommt, kann sich an dem wunderbaren Anblick des neuen Alu-Imacs erfreuen.

Pro
  • Design
  • relativ niedrige Leistungsaufnahme
  • leise
  • gute Performance
  • umfangreiche Softwareausstattung
Contra
  • Display spiegelt stark
  • niedriger Blickwinkel
  • reduzierter Farbraum
  • Anschluss externer Monitore nur über optional erhältliches Adapterkabel möglich
  • eingeschränkte Aufrüstmöglichkeiten
SEHR GUT
8,3
von 10 Punkten
Bildqualität:
7 Punkte
Design:
9 Punkte
Performance:
8 Punkte
Setup & Bedienung:
9 Punkte

Testbericht Apple Imac Alu (20 Zoll)

Das Design der neuen Imacs mit Aluminiumhülle gehört sicherlich zum Schönsten, was derzeit im Desktop-Bereich zu finden ist. Leider hält das Display mit seiner stark spiegelnden Oberfläche und niedrigem Betrachtungswinkel nicht Schritt.

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der schönste Mac im ganzen Land?" möchte man angesichts des spiegelnden Displays der neuen Imac-Modelle im Alu-Look in Anlehnung an die Brüder Grimm fragen. Der Spiegeleffekt resultiert ähnlich wie bei Plasma-TVs aus einer vor dem Screen angebrachten Glasscheibe (siehe auch Video).

Am auffälligsten ist dieser Effekt, wenn der Imac mit Displayausrichtung auf die Fensterseite eines Raums aufgestellt wird. Mit einem hellen Desktop-Wallpaper reduzieren sich die Spiegelungen etwas - gänzlich unterbinden lassen sie sich allerdings nicht. Ein weiterer Nachteil des 20-Zoll-Modells ist das verwendete TN-Display: Die TN-Technologie ist der PVA/MVA- oder SIPS-Technik deutlich unterlegen, was zu einer Farbauflösung von nur 6 Bit pro Farbkanal führt. Diese im Verhältnis zu anderen Technologien reduzierte Gesamtfarbauflösung von 18 Bit kann sich besonders bei der professionellen Bearbeitung von Fotos mit einer Standardauflösung von 24 Bit durch grobe Farbverläufe negativ bemerkbar machen. Für den Hausgebrauch ist die Auflösung hingegen völlig ausreichend. Die Darstellung von zahlreichen Bildern mit Iphoto ergibt keine Auffälligkeiten.

Ein weiteres Manko der TN-Displays macht sich in der Praxis schnell bemerkbar. Der horizontale und vertikale Betrachtungswinkel liegt nicht mehr wie bisher bei 178 Grad. Stattdesen gibt Apple für die 20-Zoll-Modelle nur 160 Grad an, was zur Folge hat, dass die Darstellung des Displays schon bei kleinen Betrachtungswinkeln gelbstichig wird. Davon ist das Spitzenmodell allerdings nicht betroffen: Der 24-Zoll-Imac ist wie sein Vorgänger mit einem hochwertigen SIPS-Panel ausgestattet. Farbverläufe, Kontrast und Ausleuchtung geben keinerlei Anlass zur Kritik - lediglich der Spiegeleffekt bleibt auch bei dieser Variante ein Schwachpunkt. Die Glasscheibe vor dem Display bringt allerdings nicht nur Negatives mit sich: Fotos erscheinen in der Regel brillanter und farbintensiver als auf matten Displays.

Sämtliche Alu-Imacs werden mit einer neu entwickelten Tastatur ausgeliefert, die ebenfalls aus Alu besteht und im Vergleich zum Vorgängermodell viel dünner ist. Noch kompakter als die zum Standardlieferumfang gehörende kabelgebundene Tastatur ist die optional erhältliche Blutooth-Variante, bei der Apple auf den Ziffernblock verzichtet hat.

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