Telefonieren, Navigieren, Fotografieren, Organisieren und Push-E-Mai empfangen, all das macht der Blackberry Curve 8310 in einem Gerät möglich. Wie gut das All-in-One-Smartphone mit seinen vielen Aufgaben zurechtkommt, zeigt der Test.
Nachdem T-Mobile den 8300 Curve von Research in Motion (RIM) ins Programm genommen hat, zieht Vodafone nach und liefert den 8310 aus. Die beiden Modelle sind im Prinzip baugleich - mit einem feinen Unterschied: Der Vodafone-Neuling ist mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Bis Ende Oktober wird es den Curve 8310 exklusiv bei Vodafone geben.
Design
Der 8310 ist mit 10,7 mal 6,0 mal 1,6 Zentimetern ziemlich breit und flach, die Eleganz eines Blackberry Pearl lässt er vermissen. Dafür sind seine 110 Gramm durchaus hemdentaschentauglich.
Das 5,0 mal 3,8 Zentimeter große Farbdisplay stellt bis zu 65.000 Farben dar. Die Auflösung liegt bei 320 mal 240 Pixeln. Wenn die Sonne blendet, lässt sich der nicht gerade übermäßig große Bildschirm gut lesen, so lange der Stern hinter dem Nutzer steht. Bei direktem Gegenlicht ist jedoch fast nichts mehr auf Display zu erkennen. Ein Nokia E90 bereitet hier mehr Freude.
Unter dem Display, das wie bei allen Blackberrys kein Touchscreen ist, befindet sich die vollständige QWERTZ-Tastatur. Zum Glück macht sie Schluss mit dem Übel doppelt belegter Tasten, wie sie beim Pearl zu finden sind. Zum Scrollen durchs Menü dient der Trackball, eine runde Kugel, die sich in alle Richtungen drehen lässt. Sie reagiert auf die leiseste Berührung. so dass der Nutzer manchmal am gewünschten Ziel vorbeirutscht. Die Bedienung ist Geschmackssache. Ein Scrollrad wie beim Samsung SGH-i600 hat im Vergleich den Vorteil, dass es träger, doch mit höherer Steuerpräzision arbeitet.
Das Menü ist umfangreich und lässt sich je nach Geschmack mit vorinstallierten Oberflächen unterschiedlich darstellen. Leider passen nicht alle Punkte auf den Bildschirm, der Nutzer muss also scrollen und hat daher niemals alle Menüpunkte im Blick. Dies geht zu Lasten der Übersichtlichkeit. Nicht neu, aber nach wie vor gelungen: Falls ein Icon nicht gleich deutlich verrät, welcher Menüpunkt sich dahinter verbirgt, zeigt ein Text darunter an, wofür das Symbol steht.
An der rechten Seite des 8310 befinden sich die Lautstärkeregelung und ein Button, um die Kamera zu aktivieren. Linker Hand kann der Nutzer Sprachbefehle eingeben. Der Micro-SD-Kartenschacht ist von keiner Seite her zugänglich, der Blackberry-Besitzer muss umständlich Akkudeckel und Akku herausnehmen, um die Karte zu wechseln. Das machen inzwischen fast alle anderen Hersteller besser. Im Lieferumfang sind ein kabelgebundenes Stereo-Headset, ein Akku-Ladegerät, ein USB-Kabel sowie ein Lederetui enthalten.
