Spezialeffekte sind nicht nur in Hollywood-Filmen gefragt. Immer häufiger kommen hochwertige Animationen auch auf Firmen-Sites, in Produktvideos oder in Powerpoint-Präsentationen zum Einsatz. Die besten Tools hat ZDNet ausgesucht.
Das Anfertigen professioneller Demos oder Animationen ist so beliebt, dass es inzwischen sogar Wettbewerbe[1] dafür gibt. Neben Hollywood interessieren sich zunehmend seriöse Firmen für die Kunst des Renderns, um damit der eigenen Unternehmens-Homepage ein unverwechselbares Antlitz zu verleihen oder in Produkt-Videos und Powerpoint-Präsentationen Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Rendern bezeichnet einen Vorgang, der aus Rohdaten ein digitales Bild erstellt. Die zuvor modellierten Szenen, in denen Materialien, Objekte, Lichtquellen und einiges mehr festgelegt werden, erhalten durch Rendern ihre bildliche Form. Um solche Vorgänge durchzuführen, werden Spezialtools benötigt. Die Auswahl an kostenlosen Render-Engines ist groß. Die Freeware-Tools bieten eine sehr gute Alternative zu sämtlichen kostenpflichtigen Software-Angeboten. Für welche Engine man sich nun entscheidet, hängt ganz von den individuellen Ansprüchen ab.
Die professionelle Software Blender zum Modellieren und Rendern dreidimensionaler Objekte unterstützt hochkomplizierte Partikel- und Keyframe-Animationen - und wird immer beliebter bei Spiele-Entwicklern und Produktionsfirmen. In folgende Formate lassen sich die Resultate exportieren: TGA, JPEG, PNG, Iris, SGI, IFF, AVI, GIF, TIFF, PSD und MOV.
K-3D ist ein Open-Source-Tool zum Erstellen von 3D-Render-Grafiken oder –Animationen. Die Oberflächen können dabei unterschiedlich gestaltet werden. Fertige Objekte sind dann in zahlreiche Formate wie JPEG, PNG und TIFF exportierbar. Für die Formate Open EXR, BMP und SUN können optional Plugins installiert werden.
Eine weitere kostenlose Rendering-Software heißt Art of Illusion. Sie eignet sich optimal für die Erstellung von Animationen und dreidimensionalen Objekten und Figuren. Mit dem Tool lassen sich diverse mathematische Körper miteinander verbinden, verändern und mit Strukturen versehen. Besonders nutzerfreundlich ist die Arbeit mit dem Deformationstool, das entworfene Formen sehr präzise umsetzt.
Die Object-Oriented Graphics Rendering Engine (OGRE) ist ein Open-Source-Tool für 3D-Grafikdarstellung mit C++. Die Software versteht sich als reine Grafik-Engine für Computerspiele ohne die Unterstützung von Physik- oder Spielmechanik-Simulation. Bekannt ist sie vor allem dafür, Schatten in Computerspielen sehr gut umsetzen zu können.Diese professionelle Software zum Modellieren und Rendern dreidimensionaler Objekte unterstützt hochkomplizierte Partikel- und Keyframe-Animationen - und wird immer beliebter bei Spiele-Entwicklern und Produktionsfirmen. In folgende Formate lassen sich die Resultate exportieren: TGA, JPEG, PNG, Iris, SGI, IFF, AVI, GIF, TIFF, PSD und MOV.
Weitere Features im Überblick:
- Polygon- und Boolesche Gitter
- NURBS-Oberflächen
- Schatten- und Lichteffekte
- Bezier-Zapfen, Metaballs
- Vektor-Schriftarten (True Type, Postscript, Open Type)
- Extrude, Drehen, Schrauben, Verbiegen
- Noise- und Weichzeichnungs-Filter
- organisches "Soft Selection Editing"
- Python-Unterstützung
- Keyframes, Morphing, Vertexkeys, IK, Skelettsystem, Lattices
- Rotoscoping auf Basis von Filmen
Fazit
Der Blender bietet alle Funktionen, die man sich wünschen kann. Spezielle Kniffe lassen sich über eine Plugin-Schnittstelle einbinden. Auch die Ausgabe ist von hoher Qualität: Selbst Feuer oder Explosionen erscheinen äußerst realistisch.
Zum Download[2]K-3D ist ein Open Source-Tool zum Erstellen von 3D-Render-Grafiken oder -Animationen. Die Software ermöglicht es mit ihren vielen Funktionen, dreidimensionale Objekte und Körper zu entwerfen. Die Oberflächen können dabei unterschiedlich gestaltet werden und die fertigen Objekte sind in zahlreiche Formate exportierbar. Die Software nutzt zum Rendern die Render-Man-Engines und zum Erzeugen der 3D-Grafiken stellt K-3D vordefinierte geometrische Figuren zur Verfügung.
Features
- Import von Dateiformate RAW, OBJ (Wavefront), MFX (Open FX Model), RIB (Render Man) und GTS (GNU Triangulated Surface)
- Objekte lassen sich in die Formate X (DirectX), RAW und GTS exportieren
- unterstützt die Bildformate JPEG, PNG, TIFF
- Formatunterstützung für Open EXR, BMP und SUN über optinale Plugins
- Render-Man-Support: Aqsis, Pixie, BMRT, PRman, 3Delight, Render Dot C
Fazit
3-KD muss sich nicht vor der Konkurrenz verstecken. Das kostenlose Tool ist eine sehr gute Alternative zu Shareware-Programmen. Jedoch fällt auch in K-3D der Einstieg für völlige Neulinge nicht leicht. Immerhin: Ein englischsprachiges Handbuch hilft Neulingen.
Zum Download[3]Art of Illusion heißt eine Rendering-Software, die für die Erstellung von Animationen und dreidimensionalen Objekten und Figuren gedacht ist: In einer Szene werden Objekte erstellt, die gleichzeitig von verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden können. Mit Materialien und Texturen erhalten die Objekte eine passende Oberfläche.
Ein weiteres Element einer Szene ist die Beleuchtung. In einer Zeitleiste wird die Abfolge der verschiedenen Szenen definiert. Beispielsweise kann man einen Körper drehen und mit Keyframes Anfangs- und Endpunkt markieren, um eine Rotationsbewegung zu erzeugen. Mit dem Tool lassen sich außerdem diverse mathematische Körper sowohl mit Strukturen versehen und verändern als auch miteinander verbinden.
Fazit
Ein leistungsfähiges 3D-Tool, das zahlreiche Funktionen und eine intuitive Oberfläche bietet, die das 3D-Modelling und den Umgang mit Texturen sehr komfortabel gestalten. Besonders nutzerfreundlich ist die Arbeit mit dem Deformationstool, das entworfene Formen präzise umsetzt. Wie bei Programmen dieser Art üblich, ist aber eine längere Einarbeitungszeit unumgänglich.
Zum Download[4]Die Object Oriented Graphics Rendering Engine (OGRE) ist ein Open-Source-Tool für 3D-Grafikdarstellung mit C++. Die Software versteht sich als reine Grafikengine für Computerspiele und Animationen ohne die Unterstützung von Physik- oder Spielmechanik-Simulation.
Neben einem Szenengraphen bietet die frei verfügbare Programmbibliothek überdies die Unterstützung von gängige Grafikschnittstelllen wie DirectX in den Versionen 7 und 9 (Windows) und OpenGL (Windows, Linux und Mac OS X). OGRE hilft dem Entwickler bei der Entwicklung neuerer Techniken wie Vertex- oder Pixelshader, Normalmapping oder Verarbeitung von BSP-Daten. Sämtliche Details der Systembibliotheken werden dabei in einer Klassenstruktur abstrahiert.
Dem Programmpaket liegen umfangreiche Dokumentationen und Beispiele bei, eine große Community unterstützt das Projekt und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Entwickler sind angehalten, ihre eigenen Modifikationen an der Engine an das Projekt zurückzuführen, um so weitere Features integrieren zu können. Eine Plugin-Struktur wurde dafür ebenfalls geschaffen.
Fazit
OGRE ist eine reine Grafik-Engine, die mit vielen Features ausgestattet ist. Bekannt ist sie vor allem dafür, Schatten in Computerspielen und Animationen sehr gut umsetzen zu können.
Zum Download[5]
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