Der Core 2 Duo E6750 ist Intels erster Desktop-Chip, der mit einem erhöhten Frontsidebus von 1333 MHz mit der Außenwelt kommunizieren kann. Wie gut sich die 183 Dollar teure CPU in Szene setzen kann, zeigt der ZDNet-Test.
Ab sofort liefert Intel Prozessoren mit einem erhöhten Frontsidebus aus. Der Hersteller konnte die Vorstellung der neuen Chips wohl selbst kaum erwarten und hat kurzerhand den Launchtermin vom 22.Juli auf den 25.Juni vorgezogen. Die Presse wurde am Donnerstagnachmittag informiert, was in den meisten Redaktionen wohl eine gewisse hektische Betriebsamkeit inklusive Wochenenddienst ausgelöst haben dürfte.
Da Intel derzeit kaum Wettbewerbsdruck verspürt - AMD-Prozessoren sind im Desktop-Bereich derzeit gegenüber der Core-2-Technik kaum konkurrenzfähig -, ist Intels Motivation für die Vorverlegung kaum zu erklären. Auch bieten die neuen Chips kein technisches Innovationsfeuerwerk, das man der Öffentlichkeit unbedingt frühzeitig mitteilen müsste.
Die neuen Chips stellen eher eine kleine evolutionäre Zwischenstufe dar, deren neue Technik zudem im Serverbereich[1] und bei den Mac Pros von Apple[2] längst zum Einsatz kommt: Statt mit 266 MHz quad-pumped (effektiv 1066 MHz) können die Prozessoren nun mit 333 MHz (effektiv 1333 MHz) mit der Northbridge kommunizieren. Dadurch steigt die Transferleistung von bisher 8,5 auf 10,6 GByte/s.
Wirklich beachtenswert ist allerdings auch Intels neue Preisgestaltung. Der mit 2,66 GHz getaktete Intel Core 2 Duo E6750 ist bei Online-Shops bereits ab 189 Euro zu haben. Währenddessen kostet der gleichgetaktete Core 2 Duo E6700 mit FSB 1066 und 259 Euro fast 40 Prozent mehr. Noch größer ist die Differenz zwischen dem neuen 3-GHz-Chip E6850 und dem bisher schnellsten Core 2 mit 2,93 GHz. Während der neue ab 266 Euro erhältlich ist, kostet das ältere Modell noch mindestens 725 Euro. Auch die Quad-Core-Modelle werden günstiger: Das Spitzenmodell QX6700 mit 2,66 GHz kostet statt 999 Dollar ab sofort nur noch 530 Dollar. Das 2,4-GHz-Modell Q6600 verbilligt sich von 530 auf 266 Dollar.
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Für den Betrieb der neuen Prozessoren mit FSB 1333 sind Boards mit dem kürzlich vorgestellten Chipsatz P35 geeignet. Entsprechende Modelle sind bereits im Handel erhältlich[4].
Aber auch ältere Platinen könnnen mit den neuen Chips umgehen. Voraussetzung dafür ist ein BIOS-Update seitens des Mainboardherstellers. Das für diesen Test herangezogene MSI P965 Platinum ist beispielsweise für die neuen Chips geeignet. Seit der BIOS-Version 1.4 kann die Platine auf einen FSB von 1333 MHz übertaktet[5] werden. Allerdings wird der Speicher statt mit 800 mit 832 MHz angesteuert.
Im direkten Vergleich mit seinem gleich getakteten Vorgänger E6700 ist der neue E6750 bei der Leistungsaufnahme etwas genügsamer. Statt 198 Watt benötigt das System (Ausstattung siehe unten) mit der neuen CPU im Leerlauf nur 183 Watt. Die insgesamt relativ hohen Verbrauchswerte des Testsystems im Vergleich zu früheren Messungen[6] liegen an der Grafikkarte ATI HD 2900 XT, die ZDNet für diesen Test verwendet.
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Der höhere Systemtakt von 1333 MHz sorgt beim E6750 auch zu einer höheren Speicherbandbreite. Der Zugriff auf den Hauptspeicher erfolgt nun mit 5784 MByte pro Sekunde statt wie beim Modell mit FSB 1066 nur mit 4953 MByte pro Sekunde. Dank niedrigeren Wartezyklen ist auch der Speicherzugriff effizienter.
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Dass die Applikationstest schon etwas älter sind[13], spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Getestet wird nicht die Anwendungs-Performance, sondern die Leistungsfähigkeit der Prozessoren in Verbindung mit der Vmware-Virualisierung.
Bei diesen Tests macht sich die höhere Performance des Systembus positiv auf die Gesamtleistung bemerkbar. Der E6750 ist bei sämtlichen Tests einen Ticks schneller als sein Vorgänger E6700 mit FSB 1066.
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Auch bei diesen Tests ist der neue E6750 aufgrund der höheren Systemgeschwindigkeit etwas schneller als sein Vorgänger E6700.
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Wiederum ist der E6750 etwas früher mit den Aufgaben fertig als sein gleich getakteter Vorgänger E6700 mit niedriger Systemgeschwindigkeit.
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Für Konkurrent AMD wird es immer schwieriger, im Desktop-Bereich noch ein Bein auf die Erde zu bekommen. Auch wenn der Athlon 64 X2 6000+[14] schon ab knapp 140 Euro zu haben ist, dürften die meisten Anwender mit einem Core-2-Duo besser bedient sein, da die Chips nicht nur schneller sind, sondern auch in Sachen Leistungsaufnahme klare Vorteile bieten.
Im High-End-Bereich sollten sich mit der vorgenommenen Preissenkung die Quad-Core-Modelle am Markt immer besser etablieren können. Dem hat AMD momentan nichts entgegenzusetzen. Lediglich im Low-End-Segment kann AMD mit dem Chipsatz 690G[6] und stromsparenden, aber niedrig getakteten Prozessoren, dem Konkurrenten noch Paroli bieten.
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