Anstatt seine Kollegen in Kinobestuhlung vor einem Rechner zu versammeln, können Vista-Nutzer mit Windows-Teamarbeit ihren Desktop und Programme anderen Anwendern zugänglich machen. ZDNet zeigt, was die Lösung leistet und wo die Defizite liegen.
Um gemeinsam mit anderen Nutzern eine Präsentation anzusehen oder etwas einer Gruppe von Personen zu zeigen, verwendet man am besten einen Beamer. Ist dieser nicht vorhanden, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich in Kinobestuhlung um ein meist viel zu kleines Display zu versammeln oder eine separate Software einzusetzen. Windows Vista[1] bringt mit dem neuen Tool Windows-Teamarbeit eine alternative Lösung mit.
Windows-Teamarbeit ermöglicht die Zusammenarbeit von Windows-Vista-Anwendern im LAN oder WLAN - nicht jedoch über das Internet. Die Software basiert auf dem Vista-Feature Personen in meiner Nähe, das andere Rechner im Netz ohne weitere Konfiguration aufspürt und eine Verbindung herstellt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Funktion dort ebenfalls eingeschaltet ist. Bei der Einrichtung werden die notwendigen Ports in der Windows-Firewall freigeschaltet.
Zum Funktionsumfang von Windows-Teamarbeit gehören die Freigabe des Desktops oder einzelner Programme sowie der Austausch von Dateien. Diese werden als Handzettel dem Programm hinzugefügt und automatisch auf die Rechner aller Teilnehmer kopiert. Die Übertragung von Änderungen erfolgt automatisch, jeder der maximal zehn Teilnehmer hat immer den neuesten Stand. Die Originaldateien bleiben davon unberührt. Windows-Teamarbeit ist Teil aller Vista-Versionen[3]. Es gibt aber eine Einschränkung: Nutzer vor Vista Basic können zwar an den virtuellen Treffen teilnehmen, aber nichts dazu beitragen. Die Freigabe von Programmen oder Dateien funktioniert nur mit den teureren Varianten.
Im Test macht Windows-Teamarbeit Probleme: Die Herstellung einer Verbindung klappt erst, nachdem auch der zweite Rechner mit den neuesten Patches aus Windows Update versorgt ist. Danach funktioniert alles reibungslos und robust.
Microsoft arbeitet derzeit daran, eine ähnliche Funktion auch über das Internet anzubieten. Seit gestern steht das derzeit noch als "Tahiti[4]" bezeichnete Projekt für einen begrenzten Nutzerkreis als Beta zur Verfügung. Mitte April soll eine öffentliche Vorabversion erscheinen. Im Gegensatz zu Windows-Teamarbeit läuft Tahiti auch auf XP-Rechnern.
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