Windows Vista: Varianten und ihre Features im Überblick

(http://www.zdnet.de/magazin/39149648/windows-vista-varianten-und-ihre-features-im-ueberblick.htm)

von Joachim Kaufmann, 6. Dezember 2006

Der Variantenreichtum der Windows-Familie erreicht mit Vista einen neuen Höhepunkt: Nutzer haben die Wahl zwischen vier Versionen. ZDNet gibt einen Überblick und stellt alle neuen Features der Systeme in einer Tabelle dar.

Microsoft hat seine Windows-Produktpalette mit Vista weiter als jemals zuvor aufgefächert. Stand XP nur in den Geschmacksrichtungen Home und Professional im Regal, kommt Vista am 30. Januar in vier Versionen in den Handel. Zudem hat Microsoft umstrukturiert: Separate Tablet-PC- und Media-Center-Editionen wie noch von XP gibt es nicht mehr.

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Bildergalerie: Windows Vista Final[1]

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Von Windows Vista wurden folgende Versionen entwickelt: Starter, Home Basic, Home Premium, Business, Enterprise und Ultimate. Dazu kommen noch Home Basic N und Business N, die auf Anordnung der EU ohne den Windows Media Player ausgeliefert werden.

Lässt man die N-Versionen außer vor, wird Vista als Home Basic, Home Premium, Business und Ultimate auf dem deutschen Markt zu finden sein. Das funktionsmäßig deutlich abgespeckte Vista Starter ist nur für Entwicklungs- und Schwellenländer vorgesehen, Vista Enterprise nur für Kunden mit Volumenlizenzverträgen.Die Nachfolge des weit verbreiteten Windows XP Home treten Vista Home Basic und Home Premium an. XP Professional wird durch Vista Business und Enterprise ersetzt. Alternativ steht noch Vista Ultimate zur Verfügung, das alle Features aller Versionen vereint.

Die XP-Versionen Tablet PC und Media Center waren nur als OEM-Produkt für PC-Hersteller oder als Systembuilder-Editionen erhältlich. Sie haben keine direkten Nachfolger. Tablet-PC-Funktionen sind in Home Premium, Business, Enterprise und Ultimate zu finden, die Media-Center-Oberfläche in Home Premium und Ultimate.

Microsoft will nach Aussagen der Pressestelle für den deutschen Markt keine unverbindliche Preisempfehlung geben. Daher können die Angaben nur als Richtwert gesehen werden. Die unten aufgelisteten Preise stammen von Alternate[2] und liegen bis zu 50 Euro unter denen von Amazon.

Es ist aber durchaus möglich, dass Windows Vista bei anderen Anbietern günstiger zu haben ist. Die Auslieferung der Produkte soll ab Ende Januar 2007 erfolgen.

Preise von Windows Vista in Euro
  Vollversion Upgrade
Windows Vista Home Basic 229 119
Windows Vista Home Premium 299 199
Windows Vista Business 369 249
Windows Vista Ultimate 499 329

Mit Windows Vista packt Microsoft erstmals alle Versionen seines Betriebssystems auf eine DVD. Technisch ist dies kein Problem, da es sich um verschiedene Ausprägungen der gleichen Basisarchitektur handelt.

Der Lizenzschlüssel entscheidet darüber, welche Version auf der Festplatte installiert wird. Das Feature Windows Anytime Upgrade bietet die Möglichkeit, das gekaufte Vista später auf eine höhere Version upzugraden.

Home Basic kann auf Home Premium und Ultimate aufgerüstet werden, Home Premium und Business können auf die Ultimate-Version umgestellt werden. Andere Upgrade-Pfade bietet Microsoft nicht. Wer von Home Basic auf Business umsteigen will, kommt um den Neukauf des Produkts nicht herum. Wie teuer Anytime Upgrade sein wird, hat Microsoft noch nicht bekannt gegeben.Nachfolgend sind die wichtigsten Unterschiede zwischen der verschiedenen Windows-Vista-Versionen beschrieben. Eine detaillierte Übersicht findet sich auf den nächsten Seiten.

Windows Vista Home Basic: Die Einsteigervariante bietet nur die Basic-Version der neuen Oberfläche, die nicht von der Grafikkarte gerendert wird. Live-Previews geöffneter Applikationen in der Taskleiste, üppige Animationen und transparente Rahmen sind nicht zu sehen. Backup-Funktionen bleiben eingeschränkt und die Media-Center- sowie Tablet-PC-Komponenten fehlen.

Windows Vista Home Premium: Die an den ambitionierten Heimanwender gerichtete Variante bietet das neue Aero-Interface, DVD-Wiedergabe sowie Tablet-PC- und Media-Center-Funktionen. Der Movie Maker kommt auch mit HD-Marterial zurecht.

Windows Vista Business: Das für kleinere Unternehmen gedachte OS kann in domänenbasierte Netzwerke eingebunden werden. Es kommt ohne die Media-Center-Oberfläche, bietet dafür aber Security-Features wie Festplattenverschlüsselung und Network Access Protection.

Windows Vista Enterprise: Diese Version ist nur im Rahmen von Volumenlizenzprogrammen erhältlich und bietet im Vergleich zu Business einige Zusatzfunktionen. Dazu gehören Bitlocker-Funktion, die eine besonders sichere Verschlüsselung der Festplatte unter Zuhilfenahme eines TPM-Chips ermöglicht, sowie die Unterstützung für 36 Sprachen. Somit ist ein weltweiter Rollout mit demselben Image möglich. Die Enterprise-Version richtet sich vor allem an Großkunden.

Windows Vista Ultimate: Das OS vereint alle Funktionen aller anderen Vista-Versionen.

Basisfunktionen
Neues Treibermodell für Grafikkarten (WDDM)
Windows-Vista-Basic-Oberfläche
Windows-Vista-Basic-Oberfläche (transparente Fenster, Animationen)
Schnelle Suche
Unterstützung für 64-Bit-CPUs
Maximaler Arbeitsspeicher als 32-Bit-System 4 GByte 4 GByte 4 GByte 4 GByte 4 GByte
Maximaler Arbeitsspeicher als 64-Bit-System 8 GByte 16 GByte 128+ GByte 128+ GByte 128+ GByte
Unterstützung für zwei CPU-Sockel
Dauer der Produktunterstützung 5 Jahre 5 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 5 Jahre
Spracherkennung
Verbesserte Stromsparfunktionen
Subsystem for unixbasierte Anwendungen

Administration
Tools für Rollout und Administration
Richtlinienbasiertes QoS im Netzwerk
Unterstützung für die gleichzeitige Installation mehrerer Sprachen
Hardwarediagnose und automatische Performanceverbesserung

Anwendungen
Internet Explorer 7 (RSS-Feeds, Tabbed Browsing)
Windows Mail
Windows Kalender
Windows Sidebar
Windows Fax und Scan

Digitale Medien und Entertainment
Windows-Fotogalerie
Slideshows mit Vorlagen
Windows Media Player 11
DVD-Wiedergabe
Windows Media Center
Windows Movie Maker
Windows Movie Maker HD
Windows DVD Maker (DVD-Erstellung)
Aktualisierte Spiele
Neue Spiele
Unterstützung für Xbox-360-Controller

Mobilität
Windows Mobility Center teilweise teilweise
Sync Center
Unterstützung für Offline-Ordner
Tablet-PC-Funktionen
Windows Sideshow

Netzwerk und Internet
Neuer Netzwerkstack mit IPv6- und IPv4-Support
Netzwerk- und Freigabecenter
Diagnose von Netwerkproblemen
Verbesserte WLAN-Vernetzung
Verbessertes Peer-to-Peer
Verbesserter VPN-Support
Zahl der gleichzeitig möglichen Netzwerkverbindungen 5 10 10 10 10
Windows Meeting Space nur ansehen
Verbessertes Datei- und Ressourcenfreigabe

Performance
Windows Ready Drive
Windows Super Fetch
Windows Ready Boost
I/O-Priorisierung
Automatische Defragmentierung

Sicherheit
User Account Control
Windows Security Center
Windows Defender
Windows Firewall
Anti-Phishing in Internet Explorer 7
Anti-Phishing in Windows Mail
Service Hardening
Manuell angestoßenes Backup
Automatisches Backup
Backup auf ein vernetzes Gerät
Complete PC Backup and Restore (imagebasiert)
Schattenkopien (alte Versionen eines Dokuments wiederherstellen)
Windows Cardspace
Jugendschutzfunktionen
Verschlüsselung des Dateisystems
Windows Rights Management Services (RMS) Client
Kontrolle über Installation von Gerätetreibern
Network Access Protection
Erweiterbare Logon-Architektur
Windows Bitlocker (Laufwerksverschlüsselung)

URLs in diesem Artikel:
[1] = http://www.zdnet.de/galerie/39149760/bildergalerie-windows-vista-final.htm#sid=39149648
[2] = http://www.alternate.de