Jahrelang galt bei Intel die Devise: Gigahertz sells. Dass dem aber nicht so ist und auch bei Intel die Bäume nicht in den Himmel wachsen, dürfte angesichts der Erfolge von Erzkonkurrent AMD, die mit weniger Takt mehr Leistung bei niedrigerem Stromverbrauch bieten, und der abgesagten Vorstellung des Pentium 4 mit 4 GHz wohl kaum jemand bezweifeln. Dass Intel aber auch anders kann, zeigt die Entwicklung im High-End-Bereich mit dem Itanium und bei mobilen PCs mit Pentium M und zuletzt Centrino Duo. Diese Chips erzielen mit vergleichsweise niedrigen Taktraten exzellente Performance. Bei den mobilen Chips kommt noch hinzu, dass sie relativ sparsam sind. Die Kombination aus einer optimierten Befehlsverarbeitung pro CPU-Takt bei gleichzeitigem niedrigem Strombedarf - Performance pro Watt - war die Zielvorgabe für das israelische Ingenieurteam, das die jetzt vorgestellte Core-2-Architektur entwickelt hat.
Auf Basis der neuen Technik will Intel sämtliche Marktsegmente bedienen. Bei Server- (bereits verfügbar), Desktop- und auch bei den Mobilprozessoren kommt die neue Core-2-Architektur zum Einsatz. Dabei unterscheidet Intel die Desktop- und Mobilprozessoren nicht mehr wie bisher. Beide heißen Intel Core 2 Duo, während die Serverchips noch auf den Namen Xeon hören. Für High-End-PCs ist der Intel Core 2 Extreme vorgesehen.
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