Elektronische Personalausweise und Reisepässe - kaum ein Thema erhitzt die Gemüter so sehr wie die Sicherheitsbedenken bei biometrischen Merkmalen auf dem neuen E-Pass. Richtig spannend wird der Einsatz im Alltag, denn niemand weiß, was mit den Daten im Ausland passiert und ob die Technik bei massenweisen Einsatz überhaupt funktionieren wird. Zur visumfreien Einreise in die USA sind die biometrischen Pässe allerdings schon Pflicht.
Es ist der Alptraum jedes Geschäftsreisenden: Nicht nur, dass die Schlangen an den Sicherheitsschleusen der Flughäfen immer länger werden, so man nicht Business Class gebucht hat, sondern bald könnte die Abfertigung sogar noch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Man steht vor den Fingerabdruck-, Iris- oder Gesichtsscannern und das Gerät lässt einen nicht durch - weil es die neuen Falten oder feuchte Finger nicht mit den digitalen Daten in Einklang bringen kann.
Chips mit biometrischen Merkmalen, also Lichtbild, Fingerabdruck oder Irisdaten, auf Pässen sind schon lange unter Beschuss, das hat die Bundesregierung jedoch nicht davon abgehalten, sie einzuführen. Niemand kann sich mehr aussuchen, ob er einen Pass mit biometrischen Daten bei sich tragen will: Alle seit dem 1. November 2005 ausgestellten Reisepässe haben einen Chip. Dort werden zunächst die herkömmlichen Passdaten und das Lichtbild gespeichert, ab März 2007 werden in neuen Pässen zusätzlich Fingerabdrücke digital erfasst.
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