Kostenlos ist besser als Open-Source

Virtualisierung ist eines der ganz heißen Eisen im IT-Feuer 2006. VMware ist hier zur Zeit Marktführer und hat mit seinem kostenlosen Player im Dezember vergangenen Jahres besonders von sich reden gemacht. ZDNet sprach mit Diane Greene, CEO von VMware über ihre Strategie und den Druck durch Open-Source-Konkurrenten.

Der Anbieter virtueller Infrastruktur-Software Vmware hat im Dezember einen kostenfreien Player vorgestellt, um Software auf einem Windows- oder Linux-PC in einer virtuellen Maschine laufen zu lassen. Endanwender habe damit ein Werkzeug in der Hand, um auf dem PC eine sichere, abgekapselte Zone einzurichten.

ZDNet sprach in München mit Diane Greene, CEO von Vmware, über den Erfolg des Players, ihre künftige Strategie und den Druck durch Open-Source-Konkurrenten.

ZDNet: Frau Greene, im Jahr 2000 haben Sie erklärt, dass das Segment der Linux-Anwender ihr größter Kunde sei. Wie verhält es sich heute, mehr als fünf Jahre später?

Greene: Windows-Nutzer. Ganz klar. Es gibt einfach mehr Windows- als Linux- Nutzer, daher ist das ganz natürlich. 2000 waren wir noch jung und vor allem Linux-Workstations benötigten Virtualisierung. Heute wird Virtualisierung durchgehend durch alle Bereiche benötigt, gerade aber bei Servern. Umsatzmäßig ist das unser stärkstes Potential im Moment, aber Workstations bleiben genauso in unserem Fokus. Genauso wie Laptops und sehr große Server.

ZDNet: Wer zählt denn zu Ihren größten Abnehmern? Wer setzt Virtualisierung am meisten ein?

Das kann man leider nicht genau spezifizieren, wir sind da abhängig von unseren Vertriebspartnern. Grundsätzlich finden Sie uns im Rechenzentrum genauso wie im Mittelstand oder bei Endnutzern.

ZDNet: Im Dezember haben Sie Ihren Vmwarte Player veröffentlicht, der von jedem kostenlos zur Virtualisierung auf seinem Rechner eingesetzt werden kann. Das hat Sie mit einem Schlag zu einem Begriff in der IT-Szene gemacht

Greene: Ja, wir haben das auch bemerkt. Es ist geradezu ein Ruck durch die ganze Firma gegangen.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von A. G.
am 20. Juni 2006, 11:14 Uhr
Kostenlos ist noch zu teuer
Berechnet man die Kosten für kommerzielle Betriebsysteme welche in die emulierte Hardware installiert wird, so ist im Vergleich zu Virtuozzo, das Geld kostet, selbst die geschenkte Lösung von VMWware noch zu teuer. Jede VM benötigt eine OS-Lizenz, für alle die kommerziell arbeiten notwendig. Bei Virtuozzo wird nur eine einzige OS-Lizenz benötigt und ich kann pro Host zig VPSen etablieren. Für jeden der produktiv arbeiten will und die Ressourcen für die Arbeit und für den Selbstzweck der Virtualisierung verbraten will, stellt sich die Frage: Ein professionelles Tool mit unschlagbarer Vielfalt und kinderleicht zu bedienen (Virtuozzo) oder ein geschenktes Produkt, welches einen Ressourcenhunger hat, der produktiv nicht sinnvoll ist und das nicht ohne weiteres Upgradefähig ist auf das teuere "große Produkt"

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