Desktop mit OS X und Intel-CPU: Apple Imac Core Duo im Test

Hersteller: Apple
Listenpreis: 1749 Euro
Fazit:

Wer Photoshop oder andere nur unter Rosetta lauffähige Anwendungen einsetzen möchte, sollte noch abwarten. Allen anderen bietet Apple einmal mehr bessere Leistung zum gleichen Preis wie bisher.

Pro
  • sehr gute Leistung bei nativer Software
  • Ausstattung wie Imac G5 zum selben Preis
  • überarbeitete Multimedia-Suite Ilife 06 inklusive
  • schneller Speicher, schnelle Grafik
Contra
  • G5-Software läuft unter Rosetta langsam
  • keine festen Termine für native Versionen angekündigt
GUT
7,0
von 10 Punkten
Ausstattung:
8 Punkte
Design:
9 Punkte
Leistung:
6 Punkte
Service und Support:
5 Punkte

Testbericht Apple Imac Core Duo (20 Zoll)

Nun setzt auch Apple auf leistungsstarke Intel-Prozessoren. Die bisher verwendeten Power-PC-CPUs sind nicht mehr konkurrenzfähig. Der Test zeigt, wie schnell native und unter Rosetta emulierte Software auf dem Imac wirklich läuft.

Der Imac Core Duo ist der erste Desktop-Computer von Apple mit Intel-Komponenten. Mit dem Zwei-Kern-Notebook-Prozessor und dem Chipsatz 945GM kommt Apple der "Wintel"-Welt in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit vielleicht einen Schritt näher. Schon deshalb war der Umstieg auf die neue Technologie für das imagebewusste Unternehmen Apple nicht ganz risikolos. Dennoch geht es bei dem Wechsel nicht nur um Image, sondern um die Chance für Apple, mit der windowsbasierten Konkurrenz auch von der Leistung her Schritt zu halten.

Eine neue Plattform führt man allerdings nicht von einem Tag auf den anderen ein, ohne dass es zu Problemen kommen kann. Im Fall Apples ist es dies: Nicht jeder Software-Anbieter hat schon seine Anwendungen an die neue Technologie angepasst. Deshalb laufen manche Anwendungen, darunter Photoshop, derzeit langsamer als auf den alten G5-Imacs. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis die Software angepasst wird - fast alle Hersteller werden den Umstieg nachvollziehen.

Wenn man bedenkt, dass der neue Imac bei ähnlicher Ausstattung nicht mehr als frühere Modelle kostet (1749 Euro in der getesteten Variante mit 20-Zoll-Display, 1349 Euro mit 17-Zoll-Bildschirm und etwas schwächerer Hardware), ist das Apple-Angebot sehr attraktiv. Vor dem Kauf sollte man derzeit allerdings noch überprüfen, ob die wichtigsten Anwendungen (vor allem solche, die man für die Arbeit braucht) nativ auf der x86-Plattform laufen. Wer sich ohnehin auf Ilife und die anderen Programme von Apple beschränkt, hat keinen Grund zu warten.

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