DVB-T-Recording: Überall Fernsehen aufnehmen und brennen

(http://www.zdnet.de/magazin/39139960/dvb-t-recording-ueberall-fernsehen-aufnehmen-und-brennen.htm)

von Thorsten Koch, 5. Januar 2006

Digitalfernsehen kommt nicht mehr nur per Kabel oder Satellit auf den Bildschirm, sondern auch über die Zimmer- oder USB-Antenne. Wie man sein Lieblingsprogramm nun selbst auf Reisen aufzeichnen kann, erfahren Sie in diesem Weekly.

Von August 2003 bis Mitte 2005 schafften bereits mehrere Metropolen den TV-Umstieg von digital auf analog: erst Berlin, dann Bremen, das Rhein-Main-Gebiet und schließlich München. Um DVB-T per PC empfangen zu können, bedarf es spezieller USB- oder PCI-Karten. Sie übernehmen die Funktion von Settop-Boxen, wie sie inzwischen in vielen Wohnzimmern stehen. Bei Notebooks kann auch der PCMCIA-Schacht belegt werden.

Digitale Fernsehbilder werden als MPEG-2 Transport Streams übertragen. Um daraus herkömmliche AVI- oder MPEG-Dateien zu machen, muss man sie zunächst konvertieren. Fortgeschrittene Nutzer behelfen sich mit einem Demuxer wie Project X und bearbeiten das Material dann von Hand, etwa mit Virtual Dub.

Einfacher geht es mit Software-Suiten. Vrecord ist eine solche. Die acht quotenstärksten deutschen TV-Kanäle kann man damit gratis empfangen. Die Shareware Filmbrennerei aus dem Hause Ulead zapft nicht nur terrestrische Datenströme an, sondern kann mit vielen weiteren Eingabegeräten etwas anfangen. Filme lassen sich in Kapitel mit kreativen Übergängen einteilen. Und auch mit der Allround-Anwendung Media Portal lassen sich DVDs ohne viel Mühe aus dem Überall-Fernsehen erstellen. Über das "Wizards"-Menü sind sämtliche Voreinstellungen bequem und schnell getätigt.

Mehr über die Technik, darüber, wo bereits der DVB-T-Sendebetrieb aufgenommen wurde oder der öffentlich-rechtliche Rundfunk in absehbarer Zeit zu empfangen sein wird, finden Sie auf PDF-Dokumenten erklärt.Dieser kostenlose Digital-Rekorder im XP-Look speichert sowohl analoge als auch digitale Fernsehprogramme auf Festplatte: ob DVD-Format, Mehrkanalsound oder HDTV - sogar Videotext lässt sich als Film verewigen.

Der integrierte Aufnahmeplaner V-Schedule zeigt in übersichtlicher Zeitleisten-Darstellung, welche Sendungen gerade laufen. Entsprechende Daten kommen von TV Movie. Der EPG für acht Sender - ARD, ZDF, Pro 7, Sat 1, RTL, RTL 2, Kabel 1 und Vox - ist bereits enthalten. Eine Erweiterung auf bis zu 90 Sender einschließlich Digital-TV und Pay-TV kostet 2,50 Euro pro Monat.

Weitere Features:

  • Aufnahme in den Formaten MPEG-2 und AVI
  • Sender-Programmierung
  • Time-Shifting
  • automatischer Sendersuchlauf
  • Im- und Export von Kanallisten
  • Mehrkanal-Audiosteuerung
  • NVOD-Dienste und Subkanäle
  • bis zu 4 LNB über DiSEqC
  • Empfang von Videotext
  • EIT und EIT-Zeitkorrektur
  • Common Interface (CI)
  • digitaler EPG über TV-Signal
  • Fazit

    Rechner, die mit einer TV-Karte ausgestattet sind, verwandelt dieses Freeware-Tool flugs in einen komfortablen Digital-Rekorder. Alle aufgenommenen Filme werden übersichtlich in Listenform angezeigt. Unterstützung gibt es auch für HDTV-Signale der TV-Systeme PAL, NTSC und SECAM. Zeitversetztes Fernsehen ohne Hardware-Encoder ist möglich mit dem MPEG2-fähigen Nano-PEG.

    Zum Download[1]Die Ulead FilmBrennerei Deluxe bannt Filme, Diashows, Daten und Musik in Spitzenqualität auf CD oder DVD. Dabei wird der Benutzer von einem Assistenten begleitet. Das Paket beinhaltet weitere Funktionalitäten zum Kodieren. Fotos und Videos können von verschiedensten Quellen importiert werden, zum Beispiel von Camcorder, TV-Karten, Videorekorder, Fernseher und DVD-Player.

    Weitere Features im Überblick:

  • Ulead DVD Player integriert
  • 1:1-Kopien möglich
  • automatische Erkennung der Halbbild-Einstellung (flimmerfreie DVD-Filme)
  • direktes Kopieren von Videos auf CD ohne Zwischenspeicherung
  • VBR-Technologie
  • Scannen nach Szenenwechsel zum Setzen von Kapiteln
  • Hinzufügen von Audiomaterial und Mischen der Audiospur mit orginalem Videoton
  • kreative Übergangseffekte
  • Systemvoraussetzung: Microsoft Direct-X 8

    Einschränkungen:

  • Auf der Produktseite muss nach dem Klick auf "Trialversion" ein Ulead-Mitgliedskonto eröffnet werden. Dies geschieht durch Angabe der Email-Adresse.
  • Die Testversion läuft nach 30 Tagen aus. Funktionelle Einschränkungen: Maximal 10 Slideshows pro DVD-Titel, maximal 20 Bilder pro Slideshow, weniger Menü-Templates, Frames, Buttons und Hintergrundbilder.

    Zum Download[2]Diese kostenlose Suite verwandelt den PC in eine vielseitige Multimedia-Zentrale. Die schicke Oberfläche ist speziell darauf ausgerichtet, Musik und Radio zu hören, Videos, DVDs und Dias anzuschauen, fern zu sehen - und Filme aufzunehmen. Letzteres funktioniert gar zeitversetzt.

    Weitere Features im Überblick:

  • Zoomen und Rotieren von Bildern
  • automatischer Radiosender-Suchlauf
  • Zugriff auf Webradio
  • detaillierte Informationen zu Musik-Dateien
  • Erstellen von Playlists
  • integrierter Brenner
  • Lesen von RSS-Feeds
  • Wetterbericht
  • Alarm-Funktion
  • Hotkey-Einstellung
  • Fazit

    Das Media Portal bietet annähernd dieselbe Palette wie das Microsoft Media Center, ist als Open Source-Projekt jedoch vollständig kostenlos. Die Oberfläche lässt sich dank Plugins dem eigenen Geschmack ein ganzes Stück näher bringen. Plugins - und die meisten externen Programme - lassen sich problemlos einbinden und direkt aus dem Portal heraus starten. Über das "Wizards"-Menü sind sämtliche Voreinstellungen bequem und schnell getätigt. Auch Speicherpfade lassen sich individuell festlegen.

    Systemvoraussetzungen:

  • DX9-Kompatible Videokarte (NVIDIA Riva, ATI Rage und Intel Extreme funktionieren bedingt)
  • WDM-kompatible TV-Karte (oder mit MPEG-2-Chipsatz)
  • Windows XP mit SP2
  • Microsoft .NET Framework 1.1
  • DirectX 9.0c
  • Windows Media Player 9 oder 10
  • Zum Download[3]Wie ein Hardware-Dekoder zerlegt Project X Datenströme in ihre Bestandteile, überprüft sie dabei auf Fehler und sorgt für genaue Synchronisierung. Denn digitale Fernsehbilder werden als MPEG-2 Transport Streams übertragen. Um daraus herkömmliche und lesbare AVI- oder MPEG-Dateien zu machen, muss man sie zunächst in Rohform aufzeichnen und mit einem Demuxer ins passende Format pressen.

    Zum Download[4]

    Der kostenlose Video-Editor Virtual Dub ist übersichtlich und bietet doch zahlreiche Einstellungs-Möglichkeiten. Jedes Bildsignal lässt sich aufnehmen, Firewire mit Video for Windows-Treiber vorausgesetzt. Auf dem System installierte Codecs kann man zur Kompression einsetzen, als Output-Format etwa DivX oder Xvid wählen.

    Weitere Features von Virtual Dub:

  • Speicherung im AVI2- und multisegmentalen AVI-Format"
  • Konvertierung von MPEG-4 nach AVI bis zu vier GByte
  • Fractional Framerates"
  • Größenänderung, Rauschunterdrückung, Normalisierung
  • integrierte MPEG-1 und Motion-JPEG-Dekodierung
  • Bilineares and bikubisches Resampling
  • Fazit

    Virtual Dub ist nicht nur klein, sondern mutet an wie eine graue Maus: Man muss schon zweimal hinsehen, um zu erkennen, was es kann. Die Echtzeit-Vorschau etwa tut bei der Bitrate-Auswahl gute Dienste. Praktisch auch: Audio- und Video-Daten werden getrennt verarbeitet. Und: Die Neuberechnung nicht veränderter Datenströme oder Segmente kann unterbunden werden. Dadurch lässt sich die Rechenzeit auf ein Minimum reduzieren, wie sich in unserem Schnelltest zeigte. Mit zahlreichen kostenlosen Video-Filtern lässt sich das Spektrum des Programms je nach Bedarf erweitern.

    Zum Download[5]Wo bereits der DVB-T-Sendebetrieb aufgenommen wurde und wo zumindest der öffentlich-rechtliche Rundfunk in absehbarer Zeit zu empfangen sein wird, zeigt die folgende PDF-Übersichtskarte. Zwar sehen die Planungen von ARD und ZDF vor, bis Ende 2008 rund 90 Prozent der bundesdeutschen Haushalte mit dem terrestrischen Digitalfernsehen zu versorgen, doch das Privatprogramm wird man noch lange nicht in allen Regionen empfangen können.

    Zum Download[6]

    Dieser PDF-Leitfaden erklärt Zuschauern die Technik des digitalen Überallfernsehens DVB-T, gibt aber auch Fortgeschrittenen Hintergrundwissen und Tipps mit auf den Weg.

    Zum Download[7]

    URLs in diesem Artikel:
    [1] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/4/8/de10394148-wc.html
    [2] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/v/l/de2UVL-wc.html
    [3] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/7/4/deWW74-wc.html
    [4] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/v/t/deWBVT-wc.html
    [5] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/1/s/de0D1S-wc.html
    [6] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/e/5/deH5E5-wc.html
    [7] = http://www.zdnet.de/downloads/prg/a/r/deZHAR-wc.html