Dezenter Business-PC: Fujitsu Siemens Esprimo E5600

Hersteller: Fujitsu Siemens Computers
Listenpreis: 699 Euro
Fazit:

Im Einsatz zeigt sich der Esprimo E als dezenter PC: kaum sichtbar, kaum hörbar und hinterlässt auch auf der Stromrechnung keine bleibenden Eindrücke - aber funktioniert problemlos.

Pro
  • umweltverträglich und mit geringem Stromverbrauch
  • 64-Bit-CPU
  • kompakt und leise
  • angemessene Leistung
Contra
  • standardmäßig kein DVI
  • geringe Grafikleistung
GUT
7,7
von 10 Punkten
Ausstattung:
6 Punkte
Design:
8 Punkte
Ergonomie:
10 Punkte
Leistung:
7 Punkte
Preis-Leistung:
8 Punkte
Service und Support:
7 Punkte

Testbericht Fujitsu Siemens Esprimo E5600

Außen weiß, innen ein Green-PC: Der Esprimo E5600 von Fujitsu Siemens soll besonders umweltverträglich und Strom sparend sein. Außerdem macht ihn sein 64-Bit-Prozessor von AMD interessant.

Der Fujitsu Siemens Esprimo E5600 ist nicht nur der erste Vertreter der neuen Esprimo-Reihe im Test, er hebt sich auch durch seine CPU von der Masse ab: Athlon-64-Systeme fürs Office sind nach wie vor selten. Warum, ist nicht recht verständlich, wenn man sich den leisen, kompakten und bei alledem leistungsfähigen Rechner ansieht.

Design

Der Esprimo steckt in einem farblich konservativen, sehr stabilen Gehäuse. Bis auf die schwarzgraue Frontblende ist es aus Metall. Die Abdeckung, und damit die gesamte Ober- und Seitenfläche des Mini-Desktops lässt sich auf Knopfdruck nach hinten abziehen. Für den Fall, dass der Administrator Eingriffe an der Hardware verhindern möchte, kann er das Gehäuse durch ein simples Schloss sichern.

Die Vorderseite enthält ein optisches Laufwerk und einen nicht genutzten, externen 3,5-Zoll-Laufwerksschacht, in dem man eine Floppy oder einen Card-Reader unterbringen könnte. Schräg darunter stehen zwei USBs und Buchsen für Mikro und Kopfhörer zur Verfügung. In der rechten Hälfte ist eine große Belüftungsöffnung durch Schlitze angedeutet. Hier wird die Luft von einem leisen, langsam drehenden Ventilator angesaugt und anschließend durch das Gehäuse geleitet - zur effektiven Kühlung an allen Komponenten vorbei, im Stil des Intel-Konzeptes BTX, das hier vielleicht Pate gestanden hat.

Die Abluft tritt hinten rechts durch simple Öffnungen wieder aus - einen weiteren Ventilator benötigt nur das Netzteil hinten links. An der Rückseite finden swich wie gewohnt auch die übrigen Anschlüsse - VGA, Parallelport, serielle Schnittstelle, zwei PS/2-Ports decken die traditionellen Verbindungen ab. Zeitgemäßer sind vier weitere USBs und die Netzwerk-Schnittstelle, die Gigabit-Ethernet unterstützt. Es fehlen allerdings Firewire (IEEE 1394) und vor allem ein DVI, um die mittlerweile auch in Büros durchaus verbreiteten TFT-Displays digital ansteuern zu können. Eine DVI-Karte, die nur diesen Ausgang stellt, kostet 25 Euro extra, wenn sie ab Werk konfiguriert wird.

Die Rückseite deutet auch die Erweiterbarkeit durch Adapterkarten an: Es sind zwei horizontale Öffnungen für PCI-Karten sowie eine vertikale für eine halbhohe 16x-PCI-Express-Grafikkarte vorhanden. Öffnet man nun das Gehäuse, stellt man fest, dass das Mainboard eigentlich für zwei vertikale PCI- und eine vertikale 1x-PCI-Express-Karte (zusätzlich zur Grafikkarte) ausgelegt ist - allerdings dann alle nur mit halber Bauhöhe. Die Erweiterungssteckplätze sind ab Werk frei.

(Lässt man das Werk bei Fujitsu Siemens beziehungsweise einem Vertragspartner frei konfigurieren, kann man auch eine alternative Rückwand für die Nutzung aller Steckplätze wählen. Der Preis sinkt dann laut FSC-Preisliste um 18 Euro.)

Das Innere ist trotz beengter Verhältnisse sehr aufgeräumt. Genau genommen ist nur die linke Hälfte gedrängt. Die Festplatte lässt sich - zur Hälfte unter dem Netzteil versteckt - etwas schlecht erreichen. Rechts ist reichlich Freiraum, solange man keine Erweiterungskarten eingesteckt hat. Die meisten Komponenten sind durch praktische Plastikklemmen in Grün statt durch Schrauben gesichert, was den Aus- und Umbau erleichtert.

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